Patrick Zelbel

Patrick Zelbel (* 8. Mai 1993 in Dortmund) ist ein deutscher Schachspieler.

Wie Arkadij Naiditsch und David Baramidze, beide inzwischen Großmeister, besuchte Patrick Zelbel die 1998 gegründete Dortmunder Schachschule, die den Schachunterricht an Grundschulen fördert. 2000 trat er dem Dortmunder Verein Schachfreunde Brackel bei. Als er neun Jahre alt war, spielte er bei den Dortmunder Schachtagen 2002 im OPEN B. Für Brackel spielte er zunächst in Jugendmannschaften und ab der Saison 2007/08 in der ersten Mannschaft in der Regionalliga. Bei der Siegerehrung der Schachjugend NRW, 2004 auf der Bühne im Dortmunder Schauspielhaus, wurde er zusammen mit seiner Mannschaft geehrt. Zur Saison 2011/12 wechselte er zu Hansa Dortmund in die Schachbundesliga. In Belgien spielt er seit der Saison 2010/11 für den KSK 47 Eynatten, mit dem er 2014 belgischer Mannschaftsmeister wurde und am European Club Cup teilnahm, in der österreichischen Schachbundesliga in der Saison 2011/12 für die Spielgemeinschaft Kufstein / Wörgl. In der niederländischen Meesterklasse spielt Zelbel in der Saison 2015/16 für SISSA Groningen.
Zelbel erwarb 2010 am Dortmunder Immanuel-Kant-Gymnasium sein Abitur und studiert an der Technischen Universität Dortmund Wirtschaftswissenschaften.
2003 wurde er in Willingen deutscher U10-Meister, bei den U12-Meisterschaften in den Jahren 2004 und 2005, ebenfalls in Willingen, wurde er Dritter. Bei der Jugendweltmeisterschaft 2005 in Belfort erzielte er in der Altersklasse U12 6,5 Punkte aus 11 Partien. 2006 gewann er die Deutsche Internetmeisterschaft U14. Mit den Schachfreunden Brackel gewann er 2008 die Deutsche U16-Mannschaftsmeisterschaft. Im selben Jahr gewann er in Herne die Einzelmeisterschaft Nordrhein-Westfalens. Deutscher U16-Meister wurde er 2009 in Willingen. Mit der deutschen U18-Nationalmannschaft belegte er bei der Europameisterschaft 2009 in Pardubice den dritten Platz. 2010 gewann er ein IM-Turnier in Graz. 2013 wurde er bei der deutschen Einzelmeisterschaft im Schnellschach in Gladenbach Dritter hinter Martin Krämer und Igor Glek.
Seit Februar 2011 trägt er den Titel Internationaler Meister. Die Normen hierfür erzielte er bei der 80. Deutschen Einzelmeisterschaft im Februar 2009 in Saarbrücken, beim Hoogeschool Zeeland Turnier im August 2009 in Vlissingen, bei dem er unter anderem gegen Alexander Beliavsky und Arlette van Weersel gewann, beim Helmut-Kohls-Turnier des Dortmunder Sparkassen Meetings im Juli 2010, bei dem er ungeschlagen blieb, sowie beim IM-Turnier in Graz im September 2010, das er gewann.

Estádio Eládio de Barros Carvalho

Náutico Capibaribe
Das Estádio Eládio de Barros Carvalho ist ein Fußballstadion in der brasilianischen Stadt Recife. Es bietet Platz für 19.800 Zuschauer und dient dem Verein Náutico Capibaribe als Heimstätte.
Das Estádio Eládio de Barros Carvalho in der brasilianischen Stadt Recife, mit gut einer Million Einwohnern Hauptstadt und zugleich größte Stadt des nordostbrasilianischen Bundesstaates Pernambuco, wurde 1939 erbaut und noch im gleichen Jahr eröffnet. Am 25. Juni 1939 trafen sich der zukünftige Nutzerverein der Sportstätte, der Fußballklub Náutico Capibaribe und der Lokalrivale Sport Recife zu einem Freundschaftsspiel, das mit einem 5:2 für Náutico endete. Im Verlauf dieses Eröffnungsspiels erzielte der Náutico-Spieler Wilson das erste Tor im neuen Stadion. Seit 1939 nutzt Náutico Capibaribe das Estádio Eládio de Barros Carvalho als Austragungsort für Heimspiele im Fußballsport. Der Verein kann als größten Erfolg seiner Historie die Promotion für die Copa Libertadores 1968 aufweisen. In der ersten Runde kam hierbei das Aus als Dritter einer Vierergruppe hinter Palmeiras São Paulo sowie dem venezolanischen Vertreter Deportivo Portugués und vor Deportivo Galicia. Weiterhin gewann man bis heute 21 Mal die Staatsmeisterschaft von Pernambuco, der letzte Titel in diesem Wettbewerb gelang 2004. Im Ligabetrieb ist Náutico Capibaribe gegenwärtig in der ersten brasilianischen Fußballliga, der Série A, zu finden, nachdem man in der abgelaufenen Saison (2011) aus der Série B aufgestiegen war.
Das Estádio Eládio de Barros Carvalho ist benannt nach Eládio de Barros Carvalho, einem früheren langjährigen Präsidenten von Náutico Capibaribe. Im Volksmund ist es auch als Estádio dos Aflitos bekannt. Heutzutage bietet das Estádio Eládio de Barros Carvalho Platz für 19.800 Zuschauer. Die Rekordkulisse im Stadion wurde aufgestellt, als am 21. Juli 1968 Náutico Capibaribe und Sport Recife aufeinandertrafen und 31.065 Menschen den 1:0-Erfolg von Náutico bewundern wollten. Allgemein war die Kapazität der Sportstätte in früheren Jahren größer. Lange Zeit fasste das Stadion rund 25.000 Zuschauer. In den 1970er-Jahren erwog Náutico Capibaribe, das sich damals auf dem Höhepunkt seiner sportlichen Erfolge befand, ein neues Stadion für 80.000 Zuschauer zu errichten und das Estádio Eládio de Barros Carvalho abzureißen. Diese Pläne wurde jedoch nicht umgesetzt. Im Jahr 1996 fanden dann Renovierungsarbeiten am Stadion statt, in deren Folge sich die Kapazität auf die noch heute gültigen knapp 20.000 Zuschauerplätze verringerte.

Alterkülz

Alterkülz ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kastellaun an.

Der Ort Alterkülz liegt im Külzbachtal, er erstreckt sich auffallend lang an der Landesstraße L 108, welche namentlich als „Hauptstraße“ durch den Ort führt. Dafür bekam Alterkülz auch den Beinamen „Längstes Dorf im Hunsrück“. Zum Ort gehört die südöstlich im Osterkülztal gelegene Siedlung Osterkülzmühle sowie der Ortsteil Wehr.
Alterkülz gehörte bis 1417 zur Vorderen Grafschaft Sponheim. Nach dem Aussterben dieser Sponheimer Linie gelangte der Ort mit Kastellaun an die Hintere Grafschaft. Innerhalb der Grafschaft Sponheim gehörte der Ort zur Hasselbacher Pflege im Amt Kastellaun. Im Lauf der Jahrhunderte ist Alterkülz aus mehreren Orten (Unterdorf, Mitteldorf, Überbach und Wehr) zusammengewachsen. Noch im Jahr 1865 wird der Ortsteil Wehr als eigener Weiler erwähnt.
Hinter dem südlichen Ortsausgang findet man in der Nähe des Külzbachs die Überreste einer mittelalterlichen Eisenverhüttung (Schmelz) und die Reste der Grube Eid sowie, durchschnitten von der Landstraße, eine Anhöhe, auf der ein römischer Gutshof (Villa rustica) stand.
Von 1901 bis 1983 war der Ort Bahnstation an der Hunsrückbahn Simmern – Kastellaun – Boppard. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die ehemalige Bahnlinie in einen asphaltierten Rad- und Wanderweg umgebaut, den Schinderhannes-Radweg.
Im Jahre 2005 erreichte die Hunsrückgemeinde einen fünften Platz beim Gebietsentscheid des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.
Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Alterkülz, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:
Der Gemeinderat in Alterkülz besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Gewerbebetriebe sind u.a. eine große Stahlbaufirma, zwei Schreinereien, ein Steinmetzbetrieb, ein Busbetrieb, eine Gaststätte sowie mehrere landwirtschaftliche Betriebe. Auf einer Anhöhe östlich der Gemeinde, auf den Gemarkungen von Alterkülz und Spesenroth, liegt der Windpark Alterkülz mit sieben Windkraftanlagen des Herstellers Vestas und einer Enercon E-82.
Alterkülz | Altweidelbach | Argenthal | Badenhard | Bärenbach | Belg | Belgweiler | Bell (Hunsrück) | Beltheim | Benzweiler | Bergenhausen | Beulich | Bickenbach | Biebern | Birkheim | Boppard | Braunshorn | Bubach | Buch | Büchenbeuren | Budenbach | Damscheid | Dichtelbach | Dickenschied | Dill | Dillendorf | Dommershausen | Dörth | Ellern (Hunsrück) | Emmelshausen | Erbach | Fronhofen | Gehlweiler | Gemünden | Gödenroth | Gondershausen | Hahn | Halsenbach | Hasselbach | Hausbay | Hecken | Heinzenbach | Henau | Hirschfeld | Hollnich | Holzbach | Horn | Hungenroth | Kappel | Karbach | Kastellaun | Keidelheim | Kirchberg (Hunsrück) | Kisselbach | Klosterkumbd | Kludenbach | Korweiler | Kratzenburg | Külz (Hunsrück) | Kümbdchen | Lahr | Laubach | Laudert | Laufersweiler | Lautzenhausen | Leiningen | Liebshausen | Lindenschied | Lingerhahn | Maisborn | Maitzborn | Mastershausen | Mengerschied | Mermuth | Metzenhausen | Michelbach | Mörschbach | Mörsdorf | Morshausen | Mühlpfad | Mutterschied | Nannhausen | Neuerkirch | Ney | Nieder Kostenz | Niederburg | Niederkumbd | Niedersohren | Niedert | Niederweiler | Norath | Ober Kostenz | Oberwesel | Ohlweiler | Oppertshausen | Perscheid | Pfalzfeld | Pleizenhausen | Ravengiersburg | Raversbeuren | Rayerschied | Reckershausen | Reich | Rheinböllen | Riegenroth | Riesweiler | Rödelhausen | Rödern | Rohrbach | Roth | Sankt Goar | Sargenroth | Schlierschied | Schnorbach | Schönborn | Schwall | Schwarzen | Simmern/Hunsrück | Sohren | Sohrschied | Spesenroth | Steinbach | Thörlingen | Tiefenbach | Todenroth | Uhler | Unzenberg | Urbar | Utzenhain | Wahlbach | Wahlenau | Wiebelsheim | Womrath | Woppenroth | Würrich | Wüschheim | Zilshausen

Basfia succiniciproducens

Basfia succiniciproducens ist ein in der Gram-Färbung negatives, fakultativ anaerobes und unbewegliches Bakterium aus der Familie der Pasteurellaceae. Es wurde 2008 erstmals aus dem Pansen des Holstein-Rinds isoliert und 2009 wissenschaftlich beschrieben. Aufgrund seiner Fähigkeit, durch Gärung vergleichsweise große Mengen Bernsteinsäure zu produzieren, ist es für die industrielle Biotechnologie von potenzieller Bedeutung.

Das Bakterium ist kokken- bis stäbchenförmig und besitzt wie alle Pasteurellaceae keine Geißel, wodurch es sich nicht aktiv fortbewegen kann. Das Bakterium ist gramnegativ, besitzt also nur eine dünne, einschichtige Mureinhülle, die keine Teichonsäuren enthält. Angaben über Einzelzellgrößen sind wissenschaftlich nicht dokumentiert, Kolonien erreichen nach 24 Stunden Wachstum einen Durchmesser von 0,1 bis 0,5 Millimeter und sind durchscheinend grau gefärbt.
Basfia succiniciproducens wurde, wie die Mehrzahl der Proteobakterien, allein über physiologische bzw. biochemische Merkmale charakterisiert, während sie eidonomisch keine Besonderheiten gegenüber anderen Arten und Gattungen der Pasteurellaceae aufweist. Die Erstbeschreibung erfüllt damit die für eine Charakterisierung einer neuen Art und Gattung innerhalb der Pasteurellaceae geltenden Mindeststandards, darüber hinausgehende anatomische Beschreibungen existieren nicht.
Alle bekannten Stämme produzieren anaeroben signifikante Mengen Bernsteinsäure, Essigsäure und Ameisensäure als Stoffwechselprodukt bei der Gärung. Dabei können sie (anders als viele andere Gattungen der Pasteurellaceae) neben Glucose und Glycerin auch D-Mannitol, D-Mannose, D-Galaktose, D-Trehalose, Saccharose und D-Xylose umsetzen. Im Indol-Test reagiert das Bakterium negativ, wodurch ein Nachweis des Enzyms Tryptophanase zur Umsetzung von Tryptophan zu Indol nicht besteht. Auch der Nachweis von Urease zur Spaltung von Harnstoff und der Katalase zum Abbau von Wasserstoffperoxid verläuft negativ. Der Oxidase-Test zum Nachweis des Enzyms Cytochrom c Oxidase in der Atmungskette verläuft dagegen positiv, ebenso der Nachweis der Produktion organischer Säuren durch Methylrot.
Der erste Stamm (DD1, benannt nach Dirk Dägele) von Basfia succiniciproducens wurde von Edzard Scholten von der BASF und Dirk Dägele von Vetter Pharma aus dem Pansen des Holstein-Rindes isoliert und auf die Fähigkeit der Bernsteinsäureproduktion untersucht. Die Isolierung des Bakteriums erfolgte während eines Screenings nach potenziell für die biotechnologische Herstellung von Bernsteinsäure interessanten Bakterien aus dem Pansen des Hausrindes. Dabei wurde gezielt nach Bakterien mit einer maximalen Übereinstimmung mit dem Bakterienstamm MBEL55E (Mannheimia succiniciproducens) gesucht, von dem diese Eigenschaft bereits bekannt war. MBEL55E war 2002 erstmals isoliert, vorgestellt und patentiert worden, ist jedoch bislang nach Angaben von Kuhnert et al. 2009 nicht valide beschrieben.
Für die Erstbeschreibung von Basfia succiniciproducens wurden in der Schweiz von Peter Kuhnert weitere Stämme aus verschiedenen Individuen unterschiedlicher Hausrindrassen isoliert. Dabei handelte es sich um den Typstamm JF4016T (=DSM 22022T =CCUG 57335T) und JF4141 aus dem Simmentaler Fleckvieh, den Stamm JF4136 aus dem Piemonteser Rind, die Stämme JF4134 und JF4142 aus dem Rotbunten Niederungsrind sowie die Stämme JF4213 bis JF4220 aus dem Limousinrind.
Basfia succiniciproducens ist ein Bestandteil der Bakterienzusammensetzung im Pansen des Hausrinds (Pansenflora), wobei es bislang im Pansen vom Holstein-Rind, dem Simmentaler Fleckvieh, dem Piemonteser Rind, dem Rotbunten Niederungsrind sowie dem Limousin-Rind nachgewiesen wurde.
Das Bakterium ist fakultativ anaerob und bezieht seine Nahrungsgrundlage aus dem Nahrungsbrei des Kuhmagens: Von der Pansenflora, vor allem den enthaltenen Pilzen, werden die β-glykosidischen Bindungen der Cellulose der Nahrung aufgebrochen. Der so entstehende Traubenzucker (Glucose) dient den Mikroorganismen und damit auch B. succiniciproducens als Substrat, die Produkte des Bakterienstoffwechsels sind in seinem Fall kurzkettige Carbonsäuren, vor allem Bernsteinsäure. Neben der Glucose enthält der Nahrungsbrei zudem Stickstoff, der durch die im Futter enthaltenen Proteine und anderen Stickstoffquellen (Nicht-Protein-Stickstoff, NPN) vorhanden ist. Proteine werden durch die Mikroorganismen im Pansen weitgehend zu Peptiden, Aminosäuren oder Ammoniak gespalten. Diese dienen den Mikroorganismen anschließend als Stickstoffquelle. Die bakteriell produzierte Bernsteinsäure dient wiederum als Energiequelle für weitere Bakterien, die sie zu Propionsäure umsetzen.
B. succiniciproducens produziert weder für das Rind noch für andere Organismen toxische Stoffwechselprodukte und ist auch nicht (opportunistisch) pathogen, entsprechend wird es als normaler Bestandteil der Pansenflora angesehen. Der negative Toxizitätstest führt zu einer Einordnung als nichtgefährlicher Organismus, wodurch das Bakterium technisch uneingeschränkt eingesetzt werden kann.
Die Bakteriengattung wurde von ihren Erstbeschreibern nach der BASF SE als Basfia benannt. Begründet wurde diese Namensgebung dadurch, dass der erste isolierte Bakterienstamm aus den Labors der BASF in Ludwigshafen am Rhein stammte.
Die Artbezeichnung succiniciproducens leitet sich von der Fähigkeit ab, Bernsteinsäure (latein: acidum succinicum) zu produzieren, übersetzt heißt sie entsprechend „Bernsteinsäure produzierend“.
Aggregatibacter actinomycetemcomitans
Basfia succiniciproducens (incl. Mannheimia succiniciproducens)
Haemophilus influenzae
[Actinobacillus] porcinus
Lonepinella koalarum
Pateurella canis
Pasteurella multocida
Lonepinella koalarum
Histophilus somni
Avibacterium gallinarum
Die bei der Isolierung des Bakteriums durchgeführte erste Einordnung in die Pasteurellaceae wurde durch die Erstbeschreibung 2009 bestätigt, als Typusstamm wurde JF4016T definiert. Diese Familie besteht derzeit (2009) aus 13 anerkannten Gattungen mit etwa 60 valide beschriebenen Arten, die vornehmlich aus verschiedenen Wirbeltieren isoliert wurden und dort zur typischen Schleimhautflora gehören; einige Arten sind fakultativ krankheitserregend (opportunistisch pathogen). Neben B. succiniciproducens stammen auch die Arten Mannheimia ruminalis, Actinobacillus lignieresii, [Actinobacillus] succinogenes und Mannheimia succiniproducens aus dem Pansen des Hausrindes, die beiden letzten sind zudem ebenfalls Bernsteinsäureproduzenten.
Basfia succiniciproducens wurde über den Sequenzvergleich in Form einer sogenannten Multi locus sequence analysis (MLSA) der 16S rRNA sowie der Gene rpoB (codiert den β-Abschnitt der RNA-Polymerase), infB (codiert für den Initialfaktor 2 der Translation) und recN (codiert für ein DNA-Reparatur-Protein) innerhalb der Pasteurellaceae eingeordnet. Die Auswahl der Gene erfolgte über bereits im Vorfeld durchgeführte Untersuchungen zur Phylogenie der Pasteurellaceae. Es konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass sämtliche bekannten Stämme von Basfia eine Klade und entsprechend eine monophyletische Gruppe bilden, die auch den als Mannheimia succiniciproducens benannten Stamm MBEL55E einschließt. Die größte Übereinstimmung der Gensequenz ergab sich mit Aggregatibacter actinomycetemcomitans, das entsprechend als Schwesterart angesehen wird; aufgrund des vergleichsweise großen genetischen Abstands beider Arten zueinander mit einer maximalen Übereinstimmung von 95 % sowie der phänotypischen Unterschiede wurde für B. succiniciprocens eine eigene Gattung Basfia aufgestellt. Weitere Arten der näheren Verwandtschaft sind Haemophilus influenzae, Lonepinella koalarum und das [Actinobacillus] porcinus.
Aufgrund seiner Fähigkeit, in anaerobem Milieu durch Vergärung Bernsteinsäure zu produzieren, ist B. succiniciproducens wie andere Bakterien von großem technischen Interesse und wird vor allem im Labor der BASF intensiv auf seine Nutzbarkeit untersucht. Eine technische Nutzung des Bakteriums wird derzeit von der BASF in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bioverfahrenstechnik der Technischen Universität Braunschweig, wobei der Stoffwechsel des Bakteriums untersucht und mit Hilfe von Metabolic Engineering zur Entwicklung von Produktionsorganismen genutzt werden soll.
Bernsteinsäure stellt eine Plattformchemikalie mit einem jährlichen Bedarf von derzeit etwa 15.000 Tonnen und einem Marktwert von sechs bis neun Euro pro Kilogramm dar. Sie wird konventionell auf der Basis von n-Butan und Butadien mit Maleinsäureanhydrid als Zwischenstufe hergestellt. Vor allem als Basis für verschiedene Produkte der chemischen und pharmazeutischen Industrie (1,4-Butandiol, Tetrahydrofuran u. a.) sowie für biobasierte Kunststoffe wie Polyamide (PA), Polyester und Co-Polyester sowie Polyesteramide ist Bernsteinsäure als biotechnologisch hergestelltes Produkt interessant und es wird ein Marktpotenzial von mehreren hunderttausend Tonnen prognostiziert. Gemeinsam mit weiteren Vertretern der C4-Dicarbonsäuren wie der Fumar- und Äpfelsäure wurde Bernsteinsäure entsprechend durch das Department of Energy der USA im Jahr 2004 als eine von zwölf Plattformchemikalien mit besonderem biotechnologischen Herstellungspotenzial identifiziert.
Neben B. succiniciproducens werden entsprechend auch eine Reihe weiterer potenzieller Bernsteinsäureproduzenten untersucht, darunter vor allem Mannheimia succiniciproducens, Actinobacillus succinogenes, Corynebacterium glutamicum sowie Anaerobiospirillum succiniciproducens, aber auch der Modellorganismus Escherichia coli, der über Metabolic Engineering für die Produktion von hohen Mengen Bernsteinsäure optimiert werden soll.
B. succiniciproducens lässt sich biotechnologisch sowohl auf dem klassischen Fermentationsmedium Glucose (Zuckerdicksaft, Stärke) wie auch auf Glycerin kultivieren. Glycerin fällt als Rohglycerin bei der Herstellung von Rapsmethylester (Biodiesel) in großen Mengen an (etwa 1:10 der Biodieselmenge) und steht daher als preisgünstiger Rohstoff zur Koppelnutzung zur Verfügung.
Scholten & Dägele konnten 2008 mit dem neu isolierten und zu dem Zeitpunkt noch nicht beschriebenem Bakterium Ausbeuten von bis zu 5,8 g/l Bernsteinsäure auf der Basis von D-Glucose und Saccharose erzielen, wobei die Produktivität bei bis zu 1,5 g/l·h und die Ausbeute bei maximal 0,6 Gramm Bernsteinsäure pro Gramm Substrat lag. Bei Rohglycerin erreichten sie Ausbeuten von 8,4 g/l, 0,9 g/l·h und 1,2 g/g Substrat. Im Vergleich mit anderen Bakterien, insbesondere Actinobacillus succinogenes, Anaerobiospirillum succiniciproducens sowie modifizierten Escherichia coli ist die maximale Ausbeute pro Liter vergleichsweise gering, die Ausbeute bezogen auf den Substrateinsatz sowie die Produktivität sind jedoch vergleichbar und durch Optimierung der Stämme auch noch optimierbar. Besonders gute Eigenschaften zeigen die Bakterien auf der Basis von Rohglycerin als Substrat, für das erste Ansätze zur kontinuierlichen Kultivierung in der Entwicklung sind.

Peter Steiner

Peter Steiner (* 6. September 1927 in München; † 22. Dezember 2008 ebenda) war ein deutscher Volksschauspieler.

Peter Steiner wuchs in einer Münchner Künstlerfamilie auf. Seine Vorfahren waren Ungarn; der Vater, ein Kaufmann, spielte und sang ungarische Volksweisen. Seine Mutter war eine Schauspielerin.
Peter Steiner begann seine Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg. Während des Krieges war er zum Fronttheater abgestellt. Nach Kriegsende absolvierte er dann seine Ausbildung an der renommierten Münchner Otto-Falckenberg-Schule mit Auszeichnung. Ursprünglich hatte er nach Wunsch seiner Eltern den Beruf des Elektrikers erlernt. Danach schlug er sich als Kellner und Koch durch und jobbte nach Feierabend als Spielleiter im Volkstheater Markenzeller, wo Erni Singerl und Weiß Ferdl ihre ersten Erfolge feierten.
Im Jahr 1943 wurde er dann für das Residenztheater engagiert, seit 1950 gehörte er zum Ensemble der bekannten Münchener Volksbühne Platzl. Dort trat er neben Weiß Ferdl, Michl Lang oder Erni Singerl auf.
1953 wurde Steiners Tochter Gerda Steiner geboren, die er gemeinsam mit seiner ersten Frau Gerda Steiner-Paltzer hatte, 1960 kam ihr Sohn Peter Steiner junior zur Welt.
Im selben Jahr bekam Peter Steiner ersten Kontakt zum Fernsehen. Von da an trat er in vielen Fernsehproduktionen (u. a. Komödienstadel oder Königlich Bayerisches Amtsgericht) auf.
1965 heiratete Steiner seine zweite Frau Rosemarie, genannt Sissi, mit der er später zwei Töchter bekam.
Mit seiner 23 Jahre jüngeren Bühnenpartnerin Marita Schlemmer hat er die 1968 geborene nichteheliche Tochter Martina.
Zu Beginn der 1970er-Jahre spielte Peter Steiner in der Erotik-Reihe Liebesgrüße aus der Lederhose mit.
1983 konnte sich Peter Steiner einen langgehegten Wunsch erfüllen. Mit seiner Frau Sissi eröffnete er in München-Giesing Peter Steiners Theaterstadl, mit dem er schnell bundesweite Popularität erlangte. Dieser „Theater-Stadl“ hatte seinen Sitz in der Gaststätte Zur Freundschaft, die von Peter Steiner, seiner Frau und seiner Tochter Gerda betrieben wurde.
1985 übernahm Peter Steiners Tochter Gerda, die bereits seit ihrem 15. Lebensjahr mit ihrem Vater auf der Bühne stand und mit der er sogar einige Alben aufnahm, die geschäftliche Leitung. Von 1993 bis 1997 war das gesamte Ensemble des Stadls in der Fernsehserie Zum Stanglwirt zu sehen.
1998 wurde das Stammhaus von Peter Steiners Theaterstadl in München geschlossen. Seitdem ist das Ensemble mit ständig wechselndem Programm auf weitläufigen Tourneen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz unterwegs. Die Stücke sind vor allem auf leichte Unterhaltung angelegt und spielen meist im bäuerlichen Milieu Oberbayerns.
Über 100 Stücke wurden seit 1990 für das Fernsehen aufgezeichnet, zu den bekanntesten gehören Die Lügenglocke, Die drei Eisbären und Sei doch net so dumm, Opa.
Steiner starb am 22. Dezember 2008 im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts, den er in seinem Haus in München erlitten hatte.
Am 16. Januar 2009 wurde Peter Steiner auf dem alten Teil des Friedhofs München-Riem beerdigt. Sein Urnen-Grab befindet sich in Reihe 16.

Untergeißendorf

50.73650912.175083250Koordinaten: 50° 44′ 11″ N, 12° 10′ 30″ O
Lage von Untergeißendorf in Thüringen
Ansicht von Norden
Untergeißendorf ist ein Weiler von Berga/Elster im Landkreis Greiz in Thüringen.

Untergeißendorf liegt in einem Zwischental der etagenmäßigen Hochebene über dem Tal der Weißen Elster in einer kupierten Gemarkung. An unwegsamen Hängen und Anhöhen der Talaue steht meist Wald. Die Kreisstraße 209 führt von Berga über Untergeißendorf nach Obergeißendorf.
Der Weiler wurde 1475 erstmals urkundlich als Niderngeissendorff erwähnt, andere Quellen berichten von einer Ersterwähnung im Jahr 1434. Eine Gründungsurkunde ist nicht überliefert. Untergeißendorf besaß ein Rittergut, eine Kirche und eine Schule. Die Untergeißendorfer Mühle ist ab 1533 nachweisbar und bestand bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Wiener Kongress 1815 wurde der Weiler dem Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach unterstellt. Seit 1920 gehören die Ortschaften nach Thüringen. Am 1. Juli 1961 wurden beide Weiler zur Gemeinde Geißendorf vereinigt und 30 Jahre später nach Berga/Elster eingemeindet. Der Ort hat aktuell (2012) 30 Einwohner.
Albersdorf | Berga | Clodra | Dittersdorf | Eula | Großdraxdorf | Kleinkundorf | Markersdorf | Obergeißendorf | Pöltschen | Tschirma | Untergeißendorf | Wernsdorf | Wolfersdorf | Zickra
Siehe auch: Geißendorf

Assyrische Nationalbewegung

Die Assyrische Nationalbewegung beschreibt eine von christlichen Intellektuellen bewegte politische Bewegung in Syrien und Mesopotamien die auf eine aufklärerisch, ethnisch und kulturell begründete demonstrativen nationalen Identifikation und Nationenbewahrung zielt.
Sie richtet sich für die Bewahrung der nationalen Integrität dieses Volkes und gegen die Assimilierung des Volkes in die islamische und arabische Umgebung des Nahostens.

In der Fakultät für Ethnologie an der Uni Leipzig wird diese Assyrer-Bewegung mit dem Assyrismus gleichgesetzt. Mit ihr sollte sich mit der Berufung auf alte Traditionen und gegenwärtigen Gegebenheiten, eine Umgestaltung der pan-mesopotamischen Gedankenwerte etablieren und eine Umwandlung in dem sozialen, kulturellen und politischen Aufbau der christlichen syro-mesopotamischen Gesellschaft. Diese Bewegung wird von einigen assyrischen Denkern als „Assyrische Befreiungsbewegung“ genannt. Das in Anlehnung an dem Widerstand gegen den Genozid sowie an die späteren Versuche zur Gründung eines assyrischen Staates in den Ursiedlungsgebieten der syrischen Christen in den Gebieten von Tur Abdin, Urmia, Hakkâri, der Mosul-Ebene und der syrischen Dschesireh.
In ihren Gedankenwerten wird geglaubt an eine Ethnie als die Nachfahren der alten ineinander verschmolzenen mesopotamischen und syrischen Völkerschaften. Sie glaubt an eine gemeinsame Herkunft der indigenen Völkerschaften des Irak, des Libanon und Syriens. Diese gründe auf den syro-mesopotamischen Reichen der Sumerer, Chaldäer, Babylonier, Assyrer, Aramäer und Phönizier des Altertums. Sie begründet dieser Herkunft auch auf die Zugehörigkeit zu der einen historischen Heimat. Doch auch zu der gemeinsamen Geschichte, der gemeinsamen Leiden und der gemeinsamen Sitten und Gebräuche. Diese Verbundenheit drückt sich in der gemeinsamen syrischen Sprache aus Zudem wird ein gemeinsames kulturelles Erbe angenommen, das auch aus einer gemeinsamen christlichen Tradition herrührt. Die Bevölkerungsgruppen in denen die assyrische Nationalbewegung aktiv ist, gehören den folgenden Kirchen an: Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien und des gesamten Ostens, die Syrisch-katholische Kirche von Antiochien und des gesamten Ostens, die Syrisch-Maronitische Kirche von Antiochien, die Alte Heilige Apostolische Kirche des Ostens (unter Patriarch Mar Addai II.), die Assyrische Kirche des Ostens, die Chaldäisch-Katholische Kirche, die Melktische (Griechisch-katholische) Kirche von Antiochien, die Griechisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien sowie zahlreiche evangelische Gemeinden in Syrien, Libanon, dem Irak und dem Iran.
Der geistige Kern dieser Nationalbewegung bildete eine Synthese aus einem Zugehörigkeitsgefühl, einem Nationalbewusstsein und einem fröhlich-liberaler Patriotismus zum „Vaterland“ Mesopotamien. Begriffe wie Nation und Vaterland wurden literarisch und musikalisch greifbar gemacht. Manchmal vermischten sich diese mit einer christlich-religiösen Prägung. Diese Nationalbewegung ist stark vom Völkermord an den Assyrern geprägt und all den Leiden, Massakern und Verschleppung unter denen dieses Volk litt.
Die assyrische Nationalbewegung ist keine institutionelle Bewegung. Doch sie zielt mit ihren Gedanken auf die Lösung der assyrischen Nationalfrage. In ihr fand das pan-mesopotamistische Gedankengut seinen besonderen Ausdruck. Es wurde bei diesem Volk eine Sehnsucht ausgelöst: die Gründung eines eigenen Staates.
Die Entwicklung der Nationalbewegung fiel bei den diversen Konfessionen – wegen der unterschiedlichen Ausprägung der nationalen Identität und der unterschiedlichen Entwicklung in den jeweiligen Ländern des Nahostens und in der Diaspora in denen die Assyrer lebten – jeweils anders aus. Die Aufrufe zur Einheit des Volkes waren laut, doch konnten den Einfluss des Konfessionalismus bei den syrischen Christen nur begrenzt einschränken.
Die Nationalbewegung wird manchmal in der Arbeit einiger politischer Organisationen und Verbände gekürzt. Einige assyrische Intellektuelle sehen sie als Mutterboden der assyrischen Nationalbewegung in der Mitte des 20. Jahrhunderts und als Reaktion auf die Politik der bereits existierenden politischen Parteien und Richtungen des Nahostens.
Die politischen Organisationen spielten eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Nationalbewusstseins, sie sind aber nur ein Teil der vielen gesellschaftlichen Institutionen der Assyrer. Sie waren wichtige Fundamente für die Etablierung der Nationalbewegung, haben jedoch bei der Schaffung eines einheitlichen politischen und administrativen Projektes versagt.
So war nach eigenen Angaben die Gründung der „Assyrischen demokratischen Organisation“ (ADO) in Syrien, eine Krönung der Etablierung der Nationalbewegung konfessionsübergreifend bei den Syrischen Christen in Mesopotamien. Die Gründung der „Assyrian National Alliance“ (AUA) im Iran, konnte vielen Assyrern in Mesopotamien und in der Diaspora eine institutionelle Vereinigung anbieten, die ein wichtiger Schritt war, zur Gründung eines assyrischen Lobbys für die Verfolgung nationaler Ziele. Auch die Gründung weiterer politischen Organisationen später wie die „assyrische demokratische Bewegung“ (ADM) im Irak und Shuraya im Libanon, konnten Länder spezifisch ein Fortschritt in einer politisierten Nationalbewegung werden. Dies konnte ferner die politischen Visionen dieses Volkes in allen seinen Konfessionen kristallisieren.
Die Gründung der „Assyrian American Federation“ als überkonfessioneller Dachverband der US-amerikanischen Vereine und Verbände war nicht nur eine Lobby-Gründung, sondern eine Sammlung der in den USA zerstreuten Verbände und Vereine in ein einflussreiches Institut zur Volksvertretung.
Auch die Gründung der Verbände assyrischer Vereine in Schweden und in Mitteleuropa, konnte die Nationalbewegung in Europa eine Heimat anbieten. Sie sind eine Plattform für die nationalbesinnten Intellektuellen und Künstler, denen diese Institutionen manchmal eine Chance zur Entwicklung und Entfaltung baten.
Stark dabei war auch der Einfluss der Missionare in bestimmten Gebieten und gerade im Iran wo später auch die assyrische Universal-Allianz (langjähriger Vorsitzender, der US-amerikanische Senator a. D. John Namrud) gegründet wurde. In diesem Land war im Jahre 1840 die erste Zeitschrift in der Syrischen Sprache erschien.
Die aramäische Strömung soll ein Teil der Entwicklung der Nationalbewegung sein. Nicht ganz klar ist lediglich, welches Ausmaß dem Einfluss dieser Strömung -aber nicht immer klar erfassbaren Richtungen auf der heutigen Nationalbewegung zugeschrieben werden darf. Die assyrische Nation nach den Gedanken ihrer Nationalbewegung, bestand mit all ihren kulturellen Eigenschaften seit Tausenden von Jahren. Sie soll die Fortentwicklung der alten Völkerschaften des syro-mesopotamischen Raumes und dessen Hochkultur fördern. Die Aramäisierung auf der sprachlichen Ebene fand schon vor vielen Tausenden Jahren in den assyrischen und babylonischen Zeit statt. Sie wurde von einer politischen und kulturellen Assyrisierung und religiöser Babylonisierung (Chaldäerisierung) sowie Syriansieung (Christianisierung) begleitet.

Provinz Namibe

-15.127810312.35137939Koordinaten: 15° 8′ S, 12° 21′ O
Namibe ist eine Provinz des afrikanischen Staates Angola. Unter portugiesischer Kolonialverwaltung lautete ihr portugiesischer Name Moçâmedes (auch Mossâmedes geschrieben).
Der heutige Name der Provinz ist von der Wüste Namib abgeleitet, die ganz überwiegend in Namibia liegt, deren nördlichster Teil sich jedoch in die Provinz Namibe hinein erstreckt. Die Provinz ist bekannt für die dort häufig zu findenden Welwitschien (Welwitschia mirabilis).
Die Namibebahn quert die Provinz.

Die Provinz Namibe hat eine Fläche von 58.137 km². Hauptstadt der Provinz ist die gleichnamige Stadt Namibe. Eine weitere bedeutende Stadt ist Tômbua oder Tómbwa (früher Porto Alexandre).
Die Provinz ist in fünf Kreise (Municípios) aufgeteilt, die sich weiter in 21 Gemeinden (Comunas) gliedern.
Die Kreise der Provinz Namibe:
2009 wurde die Bevölkerungszahl auf etwa 230.000 geschätzt, 2014 ergab die Schätzung 376.124 Einwohner. Die Volkszählung von 2014 soll fortan gesicherte Daten liefern.
Die Wüste ist, wenn auch spärlich, bewohnt von Herero-Gruppen (vaKuval, Ova-Himba) und kleinen Khoisan-Gruppen (Kwisi, Kwepe).
Bengo | Benguela | Bié | Cabinda | Cuando Cubango | Cuanza Norte | Cuanza Sul | Cunene | Huambo | Huíla | Luanda | Lunda Norte | Lunda Sul | Malanje | Moxico | Namibe | Uíge | Zaire

Axel Fischer (Politiker)

Axel Eduard Fischer (* 5. Mai 1966 in Karlsruhe) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Nach der Mittleren Reife 1983 an der Berufsfachschule für Elektrotechnik in Karlsruhe absolvierte Axel Fischer bis 1985 eine Lehre zum Elektroinstallateur, die er mit dem Gesellenbrief abschloss. Anschließend besuchte er die Technische Oberschule Karlsruhe, wo er 1987 die fachgebundene Hochschulreife erwarb. Danach leistete er bis 1989 als Soldat auf Zeit seinen Wehrdienst ab und durchlief auch die Ausbildung zum Reserveoffizier. 1989 begann Fischer ein Studium des Maschinenbaus an der Universität Karlsruhe, welches er 1995 als Diplom-Ingenieur beendete. Danach war er bis 1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation (ifab) der Universität Karlsruhe tätig.
Axel Fischer ist evangelisch und zum zweiten Mal verheiratet. Er hat sechs Kinder. Sein Vater ist Werner Fischer.
Axel Fischer gehörte von 1992 bis 1993 dem Landesvorstand der Jungen Union in Baden-Württemberg an und ist seit 1993 Mitglied des CDU-Bezirksvorstandes Nordbaden. Von 1989 bis 1995 war er Geschäftsführer der Jungen Union Nordbadens. Am 1. Dezember 2008 wurde er beim Bundesparteitag in Stuttgart in den Bundesvorstand gewählt.
Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.
Axel Fischer ist 1998 über die Landesliste Baden-Württemberg und danach stets als direkt gewählter Abgeordneter des Bundestagswahlkreises Karlsruhe-Land in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 48,3 %, bei der Bundestagswahl 2009 45,2 % und bei der Bundestagswahl 2013 53,3 % der Erststimmen.
Fischer ist seit 2009 Mitglied des Haushaltsausschusses, Berichterstatter der CDU/CSU für den Etat Arbeit und Soziales und Mitglied des Fraktionsvorstandes der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Außerdem ist er stellvertretendes Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union.
Seit Januar 2006 ist Fischer Mitglied der Deutschen Delegation für die Parlamentarische Versammlung des Europarates und war bis zu ihrer Auflösung auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der Westeuropäischen Union (siehe Europa).
Zudem ist Axel E. Fischer Vorsitzender des Sondergremiums gemäß § 3 Absatz 3 des Stabilisierungsmechanismusgesetzes. Darüber hinaus ist Axel E. Fischer Mitglied der Deutschen Delegation in der Interparlamentarischen Union (IPU). Delegationsleiter ist der Bundestagspräsident Norbert Lammert. Neben Fischer und Lammert sind für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion noch Karin Maag und Alexander Radwan in dieser Delegation.
Fischer leitete von Mai 2010 bis April 2013 die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestages.
Fischer war Mitglied der Deutschen Delegation zur parlamentarischen Versammlung der WEU und dort jahrelang Vorsitzender des Ausschusses für Luft- und Raumfahrt und Technologie (Axel Fischer MoP, Chairman of the Technological and Aerospace Committee, European Security and Defence Assembly/WEU Assembly, Paris). In dieser Funktion war er Mitglied des Präsidiums der WEU. Besondere Verdienste erwarb er sich mit seinem Bericht zu Gepanzerten Fahrzeugen, der international sehr gelobt wurde. Nach Auflösung der parlamentarischen Versammlung der Westeuropäischen Union war Fischer Gründungsmitglied der European Security and Defense Association (ESDA) mit Sitz in Paris und ist bis heute deren Vizepräsident.
Fischer ist seit Januar 2014 Leiter der deutschen Delegation der parlamentarischen Versammlung des Europarates und Sprecher der CDU/CSU. Zudem ist er Vizepräsident der Versammlung und stellvertretender Vorsitzender der EVP-Fraktion.
Axel Fischer ist seit September 2012 Präsident der Weltliga für Freiheit und Demokratie in Deutschland. Er setzt sich seit vielen Jahren für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte ein und ist ein Unterstützer dieser Werte auch im Europarat. Als Vorsitzender des Unterausschusses für den Europapreis bei der parlamentarischen Versammlung des Europarates koordiniert Fischer seit vielen Jahren die Vergabe dieses Preises.
Seit Mai 2015 ist Axel E. Fischer zudem Präsident des European Council for World Freedom (https://www.facebook.com/pages/European-Council-for-World-Freedom/1583957721855480).
Anfang 2009 erklärte Fischer gegenüber der Bild am Sonntag, nach den Entscheidungen in Schweden, Finnland, Frankreich und Großbritannien müsse man in der Zukunft auch in Deutschland über Neubauten von Kernkraftwerken nachdenken.
Mitte November 2010 forderte Fischer in einem Zeitungsinterview und auf seiner persönlichen Facebook-Seite ein „Vermummungsverbot“, also eine „Pflicht zur Klarnamen-Nennung im Internet“ in ausnahmslos allen Internet-Foren, im Gegenzug müsse ein „Radiergummi“ entwickelt werden, mit dem man Inhalte aus dem Internet löschen könne. Seine Forderung führte im Internet, vor allem über den Mikrobloggingdienst Twitter zu einer großen Anzahl hämischer Erwiderungen.
Um Griechenland wirtschaftlich zu stützen, hat Fischer, gemeinsam mit seinem Kollegen Rüdiger Kruse, über die BILD die Idee eingebracht, deutschen Urlaubern bei einem Griechenlandurlaub bis zu 500 € zu erstatten.

Beyond – Die rätselhafte Entführung der Amy Noble

Beyond – Die rätselhafte Entführung der Amy Noble ist ein US-amerikanischer Thriller von Josef Rusnak aus dem Jahr 2012. Jon Voight ist in der Hauptrolle als ermittelnder Polizeiinspektor in einem Entführungsfall zu sehen. Das mit Mystery-Elementen gespickte Drehbuch verfasste Greg Gieras.

Die 5-jährige Amy Noble wird eines nachts aus ihrem Zuhause im verschneiten Alaska entführt. Detective Jon Koski, zufällig ein Freund der Familie, wird mit dem Fall betraut. Er ist auf Kindesentführungen spezialisiert. Auch der Fernsehmoderator Farley Connors hört von dem Fall und bietet Amys Eltern seine Mithilfe an. Farley betätigt sich seit geraumer Zeit als Medium und hat dank seiner paranormalen Fähigkeiten schon so manch vermisste Person im Auftrag der Angehörigen wieder gefunden. Mehrfach hat er Visionen, die auf Amys Versteck und deren Entführer hindeuten. Jon Koski kann sich nur zögerlich mit dem Gedanken anfreunden, einem Hellseher zu vertrauen bzw. seinen Hinweisen nachzugehen. Noch dazu wo er seine Begabung in einer Fernsehshow vermarktet.
Eine Lösegeldforderung geht per Brief bei Amys Eltern ein. Am Güterbahnhof der Stadt übergibt Amys Vater 2 Mio. Dollar und nimmt seine Tochter wohlbehalten in Empfang. Koski und Farley sind ihm gefolgt und spüren dort die Entführerin Manda Lee auf, die Tochter eines Schwerverbrechers, der im Gefängnis ums Leben kam.
Zum Schluss stellt sich heraus, dass Amys Onkel, ein Polizist in Geldnot, die Entführung eingefädelt hat und die vorbestrafte Manda Lee dafür anheuerte.
Der Mystery-Thriller wurde in Anchorage, der größten Stadt Alaskas gedreht.
„Stimmungsvoll gestalteter Thriller, der die im Grund konventionelle Handlung in paranormale Sphären erhebt.“