Neurektomie

Neurektomie (lat für ‚Nervenschnitt‘) ist die chirurgische Durchtrennung eines peripheren Nervs (Denervierung). Im Gegensatz zur Neurotomie wird dabei ein Teilstücks des Nervs herausgeschnitten. Sie gilt als letzte Möglichkeit, um chronische Schmerzzustände zu beheben, wenn deren Ursache nicht abstellbar ist. Ein Nachteil dieser Methode ist es, dass dadurch auch trophische Funktionen des Nervs auf die Gewebe seines Versorgungsgebiets unterbunden werden. Zudem kann es durch neues Auswachsen der Axone zu einer Wiederherstellung der Innervation kommen. Darüber hinaus kommt es an der Durchtrennungstelle zur Bildung von Neuromen, die ihrerseits Schmerzen auslösen können.

Eine Neurektomie wird vor allem bei Pferden mit fortgeschrittener Podotrochlose durchgeführt. In der Gynäkologie gilt die Neurektomie des Plexus hypogastricus superior (präsakrale Neurektomie) als (umstrittene) Ultima Ratio bei nicht therapierbaren Unterleibsschmerzen oder Endometriose

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. In der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde wird gelegentlich eine Neurektomie des Nervus vestibularis superior zur Behandlung eines Drehschwindels durchgeführt. Die Neurektomie des Nervus musculocutaneus wird bei funktionslosem Arm und Kontraktur des Ellbogengelenks angewendet.

Johann Georg Heck

Johann Georg Heck (* 1795 in Straßburg; † 20

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. November 1857 in Leipzig) war ein deutscher Verlagskaufmann, Lithograf, Kartograf, Geograf und Autor. Bekannt geworden ist er durch sein Werk Bilder-Atlas zum Conversations-Lexikon. Ikonographische Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, das neben Meyer’s Universum zu den umfangreichsten deutschsprachigen Ansichtswerken des 19. Jahrhunderts zählt.

Heck kam als Sohn von Johann Georg Heck senior und seiner Frau Maria Salome Höger in Straßburg zur Welt. Nach seinem Ausscheiden als Leiter der lithographischen Abteilung des vom Verleger Bartholomä Herder gegründeten Freiburger Kunstinstituts im Jahr 1828, war er ab 1830 als Angestellter einer deutsch-französischen Buchhandlung in Paris tätig. 1833 wurde er Geschäftsführer der neu eröffneten Pariser Filiale des Verlags Herder & Cie, die bis zur Aufgabe 1840 bestand. Im November 1834 heiratete er Johanna Herder (1803–1887), die Tochter von Bartholomä Herder.

1830 erschien das Werk Atlas géographique, astronomique et historique servant à l’intelligence de l’histoire ancienne, du moyen âge et moderne et à la lecture des voyages les plus recens, 1838 publizierte er mit Léon Plée den Atlas des familles. La France géographique, industrielle et historique.

1844 begann er mit seinem zehnteiligen Werk Bilder-Atlas zum Conversations-Lexikon. Ikonographische Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, das zwischen 1849 und 1851 in der Leipziger Zweigstelle des Verlagshauses F. A. Brockhaus als Ergänzung zum Conversations-Lexicon oder enzyklopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände erschien. Die 500 Tafeln wurden im Stahlstich angefertigt, das Werk enthält insgesamt über 12000 Abbildungen. Im ersten Teil beschäftigte er sich mit Mathematik sowie Naturwissenschaften und publizierte u

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.a. die wissenschaftliche Erstbeschreibung zu den Dolchstichtauben (Gallicolumba), die er als Blutfleckige Tauben bezeichnete (Gallicolumba cruenta, heute Gallicolumba luzonica). Im zweiten Teil ging es um die Geographie, im dritten um Geschichte und Völkerkunde, im vierten um die Völkerkunde der Gegenwart, im fünften um das Kriegswesen, im sechsten um den Schiffsbau und das Seewesen mcm taschen sale, im siebten um die Geschichte der Baukunst, im achten um Religion und Cultus, im neunten um Schöne Künste und im zehnten um die Gewerbswissenschaft (Technologie). 1851 gab Spencer Fullerton Baird unter dem Titel Iconographic Encyclopedia of Science, Literature and Art eine englischsprachige Ausgabe in vier Bänden in den Vereinigten Staaten heraus.

Heck veröffentlichte auch weitere Landkarten, so 1851 eine Karte von London und seiner Umgebung, 1852 eine Karte der Schweiz.

Swissôtel The Stamford

Das Swissôtel The Stamford in der Innenstadt von Singapur ist mit einer Höhe von 226 Meter und 73 Stockwerken das höchste Hotel Südostasiens und das vierthöchste Hotel der Welt (Stand Ende 2008). Es ist das siebthöchste Gebäude in Singapur und befindet sich über der Cityhall MRT Metrostation im Raffles City Komplex. Das Hotel hat 1.263 Zimmer, mehr als alle anderen Hotels in Singapur.

Bei seiner Eröffnung 1986 trug es den Namen Westin Stamford und war das höchste Hotel der Welt. Im Jahr 2001 wurde es zusammen mit seinem Schwesterhotel Fairmont Singapur (früher Raffles The Plaza), welches sich im gleichen Komplex befindet, renoviert.

Seit einem Managementwechsel im Jahr 2001 werden die ursprünglich von Starwood Hotels and Resorts verwalteten Hotels heute von Raffles International betrieben. Seit 2006 wurde die Servicezone im Untergrund des Hotels zu einer Shoppingmall mit heute rund 50 zusätzlichen Shops in Raffles City verwandelt, auch bekannt als Raffles Marketplace.

Die Food and Beverage Outlets vom Swissôtel The Stamford und Fairmont Singapur werden beide vom selben Management betrieben. Im Equinox Complex zwischen dem 69. und 71. Stockwerk befinden sich diverse Bars und Restaurants.

Das Swissôtel The Stamford ist auch bekannt für seine Konferenzräumlichkeiten, in welchen zum Beispiel die 117. IOC Session im Jahr 2005 durchgeführt wurde. Spätestens seit dem ersten Großen Preis von Singapur im September 2008 gehört das Hotel auch zur ersten Wahl für Formel-1-Teams vor und während des Grandprix; das Hotel liegt direkt am Marina Bay Street Circuit.

Seit 1987 findet im Swissôtel alljährlich der Vertical Marathon statt. Dabei gilt es, die 1.336 Treppenstufen bis in das 73. Stockwerk innerhalb kürzester Zeit zu bezwingen. Der Rekord aus dem Jahr 2008 liegt bei 6 Minuten 52 Sekunden

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Lobby

Equinox Complex

Aussicht vom 70. Stock auf die Skyline

Koordinaten:

Bayreuther Festspiele

Die Bayreuther Festspiele oder Richard-Wagner-Festspiele sind ein Musiktheaterfestival, das den zehn letzten Opern Richard Wagners (1813–1883) gewidmet ist. Das Festival findet seit 1876 mit Unterbrechungen, seit 1951 alljährlich statt, im eigens dafür vom Komponisten gemeinsam mit dem Architekten Otto Brückwald (1841–1917) geschaffenen Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth. Die Festspiele dauern in der Regel vom 25. Juli bis 28. August. Leiterin ist Katharina Wagner.

Richard Wagner wünschte sich ein Theater, an dem er als Komponist, Textdichter, Dramaturg und Intendant seine Vorstellungen vom Gesamtkunstwerk verwirklichen konnte. Dieses sollte sich abseits der Metropolen – ohne Ablenkung und ohne die Kompromisse eines Repertoirebetriebs – voll und ganz der Darbietung seiner Werke widmen können. 1871 entschied er sich für Bayreuth als Standort. Zur Finanzierung der von ihm auf 300.000 Taler geschätzten Kosten für den Bau eines Festspielhauses und die erste Saison gründete er einen Patronatsverein, der unter der Leitung von Marie Gräfin von Schleinitz, einer Freundin von Wagners Frau Cosima Wagner, Anteilsscheine für jeweils 300 Taler ausgab. Der Käufer erhielt einen Sitzplatz für drei zyklische Aufführungen des „Ring“. Dies gilt als Erfindung des Fundraisings. Weitere Vereine gründeten sich in verschiedenen deutschen Städten. Jedoch konnten bis Frühjahr 1873 nur 340 Patronatsscheine abgegeben werden. Das Richtfest des Festspielhauses fand im Oktober 1873 statt, ohne dass die Finanzierung gesichert war. Anfang 1874 drohte die Einstellung des Baus wegen fehlender Finanzmittel, woraufhin König Ludwig II. von Bayern aus freundschaftlicher Verbundenheit mit Wagner ein Darlehen über 100.000 Taler aus seinem Privatvermögen zur Verfügung stellte.

Die Inszenierungen hielten sich bis zum Zweiten Weltkrieg weitgehend an die Regieanweisungen im Originaltext und prägten eine Aufführungspraxis, die auch auf andere Opernhäuser stilbildend wirkte.

Die Auswertung der Archive ergab, dass, wie auch in anderen Opernhäusern Juden im laufenden Theaterbetrieb diskriminiert wurden. „Aber der erbittert judenfeindliche ideologische Rahmen, den Wagner selbst, seine Frau Cosima oder ihr Schwiegersohn Houston Stewart Chamberlain lieferten, den gab es woanders nicht. Dieses klare jüdische Feindbild gab es nur in Bayreuth,“ fasste Hannes Heer 2012 seine Forschung zusammen. Dennoch traten viele bedeutende jüdische Künstler regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen auf, etwa der Münchner Hofkapellmeister Hermann Levi als Dirigent der Parsifal-Uraufführung 1882, an dem sowohl Wagner wie König Ludwig II. gegen Anfeindungen von anderer Seite bestanden, oder der österreichisch-amerikanische Bassbariton Friedrich Schorr. Schorr war von 1925 bis 1931 als Wotan, Hans Sachs und Fliegender Holländer engagiert. Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verband Richard Wagner zudem mit dem deutsch-jüdischen Opernimpresario Angelo Neumann, der Wagners „Ring“-Inszenierung von 1876 in den Originalkulissen der Bayreuther Festspiele auf Theatertourneen durch ganz Europa bekannt machte.

Die ersten Festspiele begannen am 13. August 1876; sie boten die Uraufführung des kompletten Rings des Nibelungen an drei Tagen und einem Vorabend. Zu den Gästen gehörten Franz Liszt, Anton Bruckner, Karl Klindworth, Camille Saint-Saëns, Peter Tschaikowski, Edvard Grieg, Lew Tolstoi, Paul Lindau, Friedrich Nietzsche und Gottfried Semper, ferner Kaiser Wilhelm I., Kaiser Pedro II. von Brasilien und König Karl von Württemberg. König Ludwig II. hatte vom 6. bis zum 9. August die Generalproben besucht und kam zum dritten und letzten Aufführungszyklus nochmals nach Bayreuth, wobei er sich allen öffentlichen Huldigungen entzog

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Der künstlerische Erfolg der Aufführungen wurde durch einige bühnentechnische Pannen beeinträchtigt. Wegen des finanziellen Misserfolgs – es verblieben Schulden in Höhe von 148.000 Mark – konnten die nächsten Festspiele erst 1882 (mit der Uraufführung von Parsifal) durchgeführt werden. Wagner beabsichtigte, wie er in einem Brief an Ludwig II. schrieb, nach und nach alle seine Werke im Festspielhaus „in der Weise aufzuführen, dass diese Aufführungen als Muster der Korrektheit meiner nächsten Nachwelt überliefert werden können“. Wenige Monate darauf starb Wagner. Bis kurz vor seinem Tod trug er sich mit dem Gedanken, Tannhäuser und den Fliegenden Holländer umzuarbeiten, um sie „bayreuthwürdig“ zu machen. Eine Aufführung seiner Frühwerke (Das Liebesverbot, Die Feen, Rienzi) untersagte er zwar nicht, bekundete aber auch kein Interesse daran. Bis heute ist es in Bayreuth üblich, nur die zehn Hauptwerke von Holländer bis Parsifal zu spielen.

Wagner hatte keinen Nachfolger für die Leitung der Festspiele bestimmt. Nach seinem überraschenden Tod wurden sie von seiner Witwe Cosima fortgeführt und fanden zunächst unregelmäßig statt. Immer wieder musste aus wirtschaftlichen Gründen – der Festspielbetrieb war ein reines Privatunternehmen der Familie Wagner – ein Jahr pausiert werden, um finanzielle Engpässe zu überwinden. Auch war die Publikumsnachfrage nicht immer ausreichend, teilweise wurde vor nur mäßig gefülltem Haus gespielt. Nach Wagners Tod 1883 hatte Adolf von Groß, ein Freund der Familie Wagner, die Finanzverwaltung übernommen und eine „strikte Ausgabendisziplin“ eingeführt. So konnten die Festspiele allmählich finanziell gesichert werden. Die Kredite aus dem Privatvermögen des bayerischen Königshauses wurden von der Familie Wagner noch bis 1906 zurückgezahlt.

Die Festspiele selbst entwickelten sich im Wechsel zwischen künstlerischer Stagnation und Innovation. Cosima Wagner, die ab 1886 selbst Regie führte, hatte eine strenge Vorstellung von Werktreue. 1908 übergab sie auf dringenden Rat ihrer Ärzte die Leitung der Festspiele ihrem Sohn Siegfried Wagner, der schrittweise eine Modernisierung der Aufführungen ermöglichte. Der Erste Weltkrieg erzwang 1914 einen Abbruch der laufenden Saison; die Rückerstattung gelöster Karten verursachte ein hohes Defizit, so dass erst 1924 wieder Festspiele durchgeführt werden konnten. 1921 nahm eine neue Deutsche Festspiel-Stiftung mehr als 5 Millionen Mark aus dem Verkauf von Patronatsscheinen ein. Die Inflation der Jahre 1921/22 entwertete dieses Vermögen jedoch, so dass erst nach zehnjähriger Pause, am 22. Juli 1924, die Festspiele unter Leitung von Siegfried Wagner wieder eröffnet werden konnten. Die Meistersinger-Premiere geriet zu einer unverhohlen nationalistischen Veranstaltung; unter den Gästen waren Erich Ludendorff und Heinrich Claß. Der Schlussapplaus nach dem 3. Akt mündete in das vom Publikum stehend gesungene Deutschlandlied. Die Festspielleitung sah sich dadurch zu einem Aufruf genötigt, dass solche Bekundungen zu unterbleiben haben.

In seinem Testament von 1929 legte Siegfried Wagner fest, dass die Festspiele dauerhaft in der Verantwortung der Familie Wagner liegen sollen und nur Werke Richard Wagners in Bayreuth aufgeführt werden dürfen. Würden diese Auflagen nicht erfüllt, fällt das Festspielhaus an die Stadt Bayreuth, die ihrerseits an diese Auflagen gebunden wäre. Ob die Verfügung bezüglich des Ausschlusses anderer Werke noch bindend ist, wurde wiederholt diskutiert.

Problematisch waren auch die Festspiele zu Anfang der 1930er-Jahre: 1930 starb Siegfried Wagner erst 61-jährig an einem während der Probenzeit erlittenen Herzinfarkt, die Festspiele wurden von seiner Witwe Winifred Wagner übernommen. Auch zwischen dem neuen Dirigenten Arturo Toscanini und den beiden anderen Dirigenten der Jahre 1930 und 1931 Karl Muck und Wilhelm Furtwängler kam es immer wieder zu Spannungen und Eifersüchteleien. Toscanini widerrief kurz vor Beginn der Proben für die Festspiele des Jahres 1933 seine Zusage, da nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland eine ausländer- und vor allem judenfeindliche Stimmung herrschte.

Die Nähe von Winifred Wagner zu Reichskanzler Adolf Hitler stellte sicher, dass die Festspiele ab 1933 staatlich finanziert und aller Sorgen enthoben waren. Dies trug wesentlich dazu bei, dass im Jahr 1945 „Wagner an der Kulturbörse unter Null gehandelt“ wurde (Zitat Hans Mayer). Thomas Mann bezeichnete Bayreuth als Hitlers Hoftheater. Hitler hatte Bayreuth zuletzt 1940 besucht.

Ab diesem Zeitpunkt wurden auf Anordnung Hitlers sogenannte Kriegsfestspiele durchgeführt. Die NS-Organisation Kraft durch Freude mit ihrer Abteilung Urlaub und Reisen übernahm den Kartenverkauf. Leiter dieser Abteilung war Bodo Lafferentz, der 1943 durch Heirat mit Verena Wagner Winifreds Schwiegersohn wurde. Lafferentz übernahm die Zuteilung der Karten, die vor allem verwundete Soldaten mit ihrem Pflegepersonal sowie Rüstungsarbeiter erhielten. Ab 1941 wurden die Festspiele immer mehr durch den Krieg beeinflusst. Da in der ersten Festspielwoche 1941 bereits ab ca. 21 Uhr totale Verdunkelung angeordnet war, begannen die Aufführungen schon kurz nach Mittag. 1944 standen nur noch die Meistersinger von Nürnberg auf dem Programm. Die letzte der zwölf Aufführungen des Jahres fand am 9. August statt. Es war die vorletzte Opernaufführung im Dritten Reich, die letzte war die öffentliche Generalprobe der Die Liebe der Danae von Richard Strauss im Salzburger Festspielhaus am 16. August 1944.

Im Rahmen der Entnazifizierung konzentrierte sich das Verfahren vor der Spruchkammer Bayreuth auf die Person Winifred Wagners, statt die Verstrickungen des gesamten Festspielbetriebs zu untersuchen. Winifred wurde In der Berufungsinstanz als Mitläuferin eingestuft und nachdem sie rechtsverbindlich zugunsten ihrer Söhne Wieland und Wolfgang Wagner auf die Leitung der Festspiele verzichtet hatte, nur mit geringen Auflagen belegt, die für sie keine größeren und für die Neugründung der Festspiele durch ihre beiden Söhne Wieland und Wolfgang keinerlei Einschränkungen darstellten. So war der Weg frei für die Wiederaufnahme der Festspiele.

1949 wurde die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth gegründet, die sich zum Ziel setzte, Geldspenden zur Durchführung der Festspiele einzuwerben. Bereits an Pfingsten 1950 standen 400.000 DM bereit. Bis heute hat die „Gesellschaft der Freunde“ Spenden-Zuwendungen in Höhe von 60 Millionen Euro zugunsten der Bayreuther Festspiele geleistet.

Bei diesem Neuanfang lag die gemeinsame künstlerische und organisatorische Leitung den Enkeln des Festspielgründers, Wieland und Wolfgang Wagner. Ihnen gelang es, jährliche Festspiele – mit meist einer Neuinszenierung pro Saison – zu etablieren. Die ersten Nachkriegsfestspiele begannen am 30. Juli 1951 mit einer viel beachteten Inszenierung des Parsifal durch Wieland Wagner.

Auf dem Spielplan steht seither traditionell eine wechselnde Auswahl aus den Hauptwerken Richard Wagners: Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Der Ring des Nibelungen (mit den vier Teilen Das Rheingold, Die Walküre, Siegfried, Götterdämmerung), Tristan und Isolde, Die Meistersinger von Nürnberg und Parsifal.

Gelegentlich wurde auch Beethovens 9. Sinfonie im Festspielhaus aufgeführt. Richard Wagner selbst hatte dieses Werk am 22. Mai 1872 im Markgräflichen Opernhaus dirigiert, aus Anlass der Grundsteinlegung für das Festspielhaus. Im Rahmen der Festspiele erklang die 9. Sinfonie unter Leitung von Richard Strauss (1933), Wilhelm Furtwängler (1951, 1954), Paul Hindemith (1953), Karl Böhm (1963) und Christian Thielemann (2001). Zum 100. Todestag von Richard Wagners Schwiegervater Franz Liszt wurde 1986 dessen Faust-Sinfonie aufgeführt.

Verschiedentlich gingen neue Impulse für Oper und Musiktheater von Bayreuth aus, so ab 1951 durch die Inszenierungen von Wieland Wagner, der mit seiner radikalen „Entrümpelung“ der Bühne einen ästhetischen Neuanfang wagte, der stilbildend bis in die 1970er-Jahre wirkte. 1976 geschah durch die Ring-Inszenierung von Patrice Chéreau zum 100-jährigen Jubiläum der Festspiele (Jahrhundert-Ring) erneut eine umfassende stilistische Veränderung und Erneuerung, die zunächst auch heftige Verstörung und Proteste hervorrief, später aber als richtungweisend und künstlerisch überragend anerkannt wurde.

Musikalisch gelten die Festspielaufführungen – insbesondere bezogen auf Chor und Orchester – als weltweit außerordentlich, was auch mit der architektonischen und akustischen Besonderheit des Gebäudes (s. a. mystischer Abgrund) zu tun hat. Die Solisten werden für die jeweilige Saison eingeladen, wobei in den Anfangsjahren die Ehre der Einladung und die darauf folgenden Aufträge kompensierten, dass sie in der Regel weit unterhalb ihrer Normalverdienste bezahlt wurden. Astrid Varnay wird zitiert mit den Worten: „In Bayreuth wird gearbeitet, das Geld verdienen wir woanders.“ Dieser Grundsatz geht auf Richard Wagner selbst zurück, der erklärte: „Die Sänger und Musiker erhalten von mir nur Entschädigungen, keine Bezahlung. Wer nicht aus Ehre und Enthusiasmus zu mir kommt, den lasse ich wo er ist.“ Dieser Grundsatz wurde in den folgenden Jahrzehnten aufgeweicht, so dass „kein Künstler alleine Neubayreuth zuliebe auf eine gerechte Entlohnung verzichtet“ (Michael Karbaum). Machten Anfang der 1950er Jahre die Personalkosten noch knapp unter 50 % des Gesamtetats aus, wurden in den 1970er Jahren 78–80 % für Gehälter und Gagen ausgegeben, was den Maßstäben anderer großer Bühnen oder Festspiele entspricht.

Jährlich finden 30 Aufführungen statt. Die Vorstellungen beginnen, wie zur Zeit Richard Wagners, bereits am Nachmittag, zwischen den Aufzügen gibt es einstündige Pausen, die wegen der Länge von Wagners Werken durchaus angemessen sind und inzwischen auch an anderen Theatern für Wagner-Aufführungen eingeführt wurden.

Über Jahrzehnte waren die 30 Vorstellungen lange im Voraus ausverkauft. Sie können von ca. 58.000 Zuschauern gesehen werden. Dieser Zahl gegenüber stand in manchen Jahren eine Nachfrage von bis zu 500.000 Kartenbestellungen, so dass mit Wartezeiten von zehn und mehr Jahren gerechnet werden musste. In Folge entwickelte sich ein Schwarzmarkt mit Festspieltickets, dem wiederum durch personalisierte Eintrittskarten und Kontrollen begegnet werden sollte. Für die Meistersinger des Jahres 1996 ist der Zorn Wolfgang Wagners über einen Kartenverkauf zum Zehnfachen des Normalpreises überliefert. Diese intransparente Entwicklung war das Resultat der Kartenvergabepraxis der Wagner-Familie, zumindest bis zum Ende der Ära Wolfgang Wagner: Niemand wusste, wie viel reguläre Karten in den freien Verkauf gingen und wie viele Günstlinge, Sponsoren und Freundeskreise auf der Zuteilungsliste der Festspielleitung standen. Unklar war damit auch, wer wirklich die Aufführungen besuchte oder zugeteilten Karten gewinnbringend weiterverkaufte.

2011 wurde bekannt, dass nur rund 40 % der Karten in den freien Verkauf kamen, die Mehrheit war in Form von Kontingenten besonderen Zielgruppen zum Kauf angeboten worden. Der größte Empfänger war mit 14.000 Karten jährlich die Mäzenatenvereinigung Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, von der die Festspiele jedes Jahr mit Spenden in Höhe von bis zu 3 Millionen unterstützt wurden. Weitere Kontingente von Kauf-Karten wurden Firmensponsoren, der Stadt Bayreuths, dem Bezirk Oberfranken und der Bayerischen Staatskanzlei zur Verfügung gestellt. Wagner-Freundeskreise und Musikerorganisationen wurden genauso berücksichtigt wie Journalisten (1000 kostenlose Presse-Tickets zuzüglich eines gesonderten Kontingents für den Bayerischen Rundfunk). Reiseveranstalter erhielten ebenfalls Kartenzuteilungen, die sie zu Paketen mit Unterkunft und Gastronomie bündelten. Der Bundesrechnungshof kam 2011 zum Ergebnis, dass die Vergabe dieser Kontingente „mit den Förderzielen des Bundes unvereinbar“ sei.

Als Reaktion auf die Kritik beendeten die Festspiele 2012 zunächst die Tradition, ursprünglich zwei, ab 2010 eine Vorstellung exklusiv für Mitglieder des DGB Bayern vergünstigt anzubieten, um dessen Verdienste für die Neubegründung der Festspiele nach dem Zweiten Weltkrieg zu würdigen. Die Karten für diese Vorstellungen waren laut Medienberichten in der Vergangenheit in besonders hohem Maß auf dem Schwarzmarkt angeboten worden, so dass die eigentliche Zielgruppe nur bedingt erreicht wurde. 2012 wurde die Kartenvergabe vollkommen neu geregelt: Ab 2012 kamen ca. 65 % der Karten in den freien Verkauf, weshalb der Richard-Wagner-Verband wie alle 138 Wagner-Verbände keine Kontingente mehr erhielten. Auch Reisebüros bekamen keine Tickets mehr. Weiterhin bevorzugt behandelt wird die Mäzenatenvereinigung Gesellschaft der Freunde von Bayreuth. Folge dieser Veränderungen war jedoch, dass inzwischen die Nachfrage nach Karten für die Bayreuther Festspiele stark zurückgegangen ist. 2016 waren selbst am Tag vor der Premiere noch nicht alle Vorstellungen ausverkauft. Leere Plätze bei einigen Vorstellungen waren bereits in den Jahren vorher verschiedentlich aufgefallen.

Der reguläre Eintrittskartenpreis liegt im Jahr 2016 zwischen 30 und 320 Euro (Plätze mit Sichteinschränkung für 25 und 10 Euro). Im Verhältnis zur allgemein hohen künstlerischen Qualität gelten die Preise, auch verglichen mit anderen Festivals, als äußerst maßvoll. Lange Zeit galt die Mitgliedschaft bei den Freunden von Bayreuth, mit weiteren Kosten (hoher Mitgliedsbeitrag und erwünschte Spenden) verbunden war als sichere Möglichkeit, um überhaupt regelmäßigen Zugang zu Eintrittskarten zu bekommen. Auf dem Schwarzmarkt wurden Aufschläge von bis zu 700 Prozent auf den regulären Eintrittspreis bezahlt.

Inzwischen werden für einen Teil der Vorstellungen Eintrittskarten auch online verkauft, in der Saison 2013 zunächst für eine Vorstellung, die in wenigen Minuten ausverkauft war. Seit Jahrgang 2014 werden Kartenkontingente online verkauft. Sie waren zunächst nach kürzester Zeit vergriffen.

Der Richard-Wagner-Verband vergibt jährlich Stipendien, vornehmlich um Studierenden einen unentgeltlichen Besuch der Aufführungen zu ermöglichen. Auch damit wird versucht, der Idealvorstellung Richard Wagners, jedem ernsthaft Interessierten ungeachtet seiner finanziellen Möglichkeiten den Besuch der Festspiele zu ermöglichen, gerecht zu werden.

Träger des Bayreuther Festspielhauses ist seit 1973 die Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth. Stiftungsmitglieder sind die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth, die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, die Bayerische Landesstiftung, die Oberfrankenstiftung, der Bezirk Oberfranken und Mitglieder der Familie Wagner. Geschäftsführer des Stiftungsrates ist der Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth (derzeit Brigitte Merk-Erbe). Die Festspiele werden seit 1986 von der Bayreuther Festspiele GmbH durchgeführt

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Der Etat der Festspiele beträgt 16 Millionen Euro pro Jahr (Stand: 2012). Der Bund, das Land Bayern und die Stadt Bayreuth bezuschussen den Festspielbetrieb jährlich mit sieben Millionen Euro, der Anteil der Stadt wurde 2016 von 1 Million auf 1,11 Millionen Euro heraufgesetzt.

Künstlerischer Leiter der Festspiele war seit der Wiedereröffnung 1951 und bis zu seinem Rücktritt am 31. August 2008 Wolfgang Wagner (bis 1966 gemeinsam mit seinem Bruder Wieland). Durch die Diskussion über seine möglichen Nachfolger (Nike Wagner, Eva Wagner-Pasquier und Wieland Lafferentz oder Gudrun Wagner und Katharina Wagner) ist seine Person in den 1990er- und 2000er-Jahren häufig in den Medien aufgetaucht. 2001 fiel die Entscheidung entgegen dem Willen Wolfgang Wagners zugunsten von Eva Wagner-Pasquier aus, die jedoch kurze Zeit nach der Wahl auf das Amt verzichtete, da sich Wolfgang Wagner auf seinen Vertrag auf Lebenszeit berief und seinen Posten nicht freiwillig aufgeben wollte. Nach dem plötzlichen Tod von Gudrun Wagner im November 2007, Wolfgang Wagners Ehefrau und persönlicher Mitarbeiterin, war angesichts des hohen Alters des Festspielleiters die Nachfolgefrage wieder aktuell. Im April 2008 hat Wolfgang Wagner selbst eine Nachfolgelösung, bestehend aus seinen beiden Töchtern (die Halbschwestern Eva und Katharina), ins Gespräch gebracht und seinen Rücktritt angekündigt, falls der Stiftungsrat sich für die beiden als gemeinsames Leitungsteam der Bayreuther Festspiele aussprechen würde.

Nachdem sowohl Katharina Wagner als auch Eva Wagner-Pasquier ihre Bereitschaft zur Kooperation signalisiert hatten, erklärte Wagner in einem Brief an den Stiftungsrat, zum 31. August 2008 sein Amt als Festspielleiter niederzulegen. Eine Woche vor Ablauf der Bewerbungsfrist und dem Zusammentreten des Stiftungsrates zur Neubesetzung am 1. September 2008 bewarb sich auch Nike Wagner, die Leitung der Festspiele gemeinsam mit den renommierten Kulturmanager Gerard Mortier zu übernehmen. Der Stiftungsrat wählte in dieser Sitzung die beiden Töchter Wolfgang Wagners, Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier, zu neuen Leiterinnen der Bayreuther Festspiele.

Nach dem Ende ihres Vertrags von 2008 ist Eva Wagner-Pasquier aus der Leitung ausgeschieden, seitdem führt Katharina Wagner die Festspiele allein. Ihr zur Seite stand bis Ende 2015 Heinz-Dieter Sense als Geschäftsführer der Festspiele GmbH, seit 2016 Holger von Berg in gleicher Funktion. Am 29. Juni 2015 wurde bekannt, dass Christian Thielemann bereits am 15. März 2015 und mit Wirkung bis zum Jahre 2020 zum Musikdirektor der Bayreuther Festspiele berufen wurde, eine Position, die es bislang noch nicht gab. Bereits seit 2010 war Thielemann musikalischer Berater der Festspielleitung und soll in dieser neuen Position seine Erfahrungen weitergeben und sich grundsätzlich mit allen musikalischen Belangen des Hauses befassen. Bei einer Pressekonferenz der Festspiele am 25. Juli 2015 wurde bekannt, dass hierbei Thielemanns Aufgaben seien, das Klangbild der Bayreuther Festspiele mit zu prägen, die Orchesterbesetzung auszuwählen und einen Stamm von Assistenten aufzubauen. Zudem wird er in dieser Funktion die Künstlerische Geschäftsleitung beraten und international Solisten besorgen. Thielemann ist als Musikdirektor der erste nicht Blutsverwandte von Richard Wagner, der bei den Bayreuther Festspielen eine Leitungsfunktion übernommen hat.

Farbig markiert sind die Wirkungszeiten der jeweiligen Festspielleiter, bezogen auf das Jahr der Premiere.

Für das Jahr 2016 war Jonathan Meese für ein Gesamtkonzept (Regie, Bühnenbild, Kostüme) des Parsifals engagiert, er wurde von seinem Vertrag am 14. November 2014 von der Festspielleitung entbunden. Als offizielle Begründung wurde ein unschlüssiges Finanzkonzept angegeben. Am 30. Juni 2016, 25 Tage vor der Festspieleröffnung, bat Andris Nelsons um eine Vertragsauflösung für sein Parsifaldirigat für die Saison 2016. Am 5. Juli wurde bekannt gegeben, dass Hartmut Haenchen das Parsifaldirigat für die Saison 2016 übernahm.

Als „Blaue Mädchen“ wurden die Türsteherinnen des Festspielhauses in Bayreuth bezeichnet. Der Name entstand aus der bis 2008 traditionell blauen Farbe ihrer Uniform. Seit dem Festspielsommer 2009 sind sie jedoch einheitlich grau gekleidet.

In früher Zeit waren es vorzugsweise unverheiratete junge Damen aus der näheren Umgebung von Bayreuth, heute dominieren Studentinnen der theater- und operbezogenen Studiengänge aus Bayreuth, Deutschland, Europa und der Welt. Sie haben die Möglichkeit, sich in ihrem Dienst annähernd alle 30 Aufführungen einer Festspielsaison der Richard-Wagner-Festspiele anzuschauen und anzuhören. Ab der Saison 2015 sind auch erstmals männliche „Blaue Mädchen“ im Einsatz.

Von 1952 bis 1987 nahm Siegfried Lauterwasser als Bühnenfotograf die Inszenierungen der Bayreuther Festspiele auf.

Am 18. August 1931 übertrug die Deutsche Stunde in Bayern erstmals eine Aufführung live aus dem Festspielhaus: Tristan und Isolde, dirigiert von Wilhelm Furtwängler. Angeschlossen waren über 200 europäische, amerikanische und afrikanische Sender; es war die „erste Weltsendung in der Geschichte des Rundfunks“.

Von einigen Bayreuther Inszenierungen gibt es Filmaufzeichnungen, u. a.:

2008 fand als Live-Übertragung aus dem Festspielhaus das erste Public Viewing einer Aufführung der Bayreuther Festspiele statt. Bei den Bayreuther Festspielen 2010 war das erste Public Viewing für Kinder am Vormittag mit der Filmaufführung der Kinderoper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg sowie dem interaktiven Wagner-Erlebnisparcours und Rahmenprogramm für Kinder im Anschluss. Die Aufführungen konnten auch als Livestream im Internet verfolgt werden.

Nachdem sich der Sponsor Siemens zurückzog, gab es 2012 kein Public Viewing auf dem Volksfestplatz. Stattdessen wurde am 11. August eine Vorstellung des Parsifal live in über hundert Kinos gezeigt. Das Pausenprogramm mit Einblicken hinter die Kulissen und Interviews wurde moderiert von Katharina Wagner, Klaus Florian Vogt und Axel Brüggemann. 2013 wurde in ähnlicher Weise eine Aufführung des Fliegenden Holländers, 2014 eine des Tannhäusers und 2015 eine des Tristans in der Inszenierung von Katharina Wagner im Kino übertragen. Für 2016 ist eine Übertragung der neuen Parsifal-Produktion geplant.

Seit Wiederaufnahme der Festspiele nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1951 gibt es an den Aufführungstagen jeweils Einführungsvorträge zu den an den gleichen Tagen stattfindenden Vorstellungen. Als Referenten dieser von Wieland Wagner vorgeschlagenen Veranstaltungsreihe wirkten zunächst Erich Rappl und ab 1998 Stefan Mickisch. Seit einigen Jahren finden zwei Einführungsvorträge zu jeder Vorstellung statt, Referenten sind bzw. waren Stefan Mickisch und Detlev Eisinger (in dieser Funktion von 2002 bis einschl. 2008). Oft werden mehr als 10.000 Zuhörer pro Saison gezählt. An einzelnen Tagen werden auch Vorträge in englischer und französischer Sprache angeboten. Ab dem Jahr 2009 wird einer der Einführungsvorträge im Haus Wahnfried vom Leiter des Museums gehalten. Zusätzlich gibt es inszenierungsbezogene Einführungsvorträge im Festspielhaus, die aber für Personen reserviert sind, die eine Eintrittskarte für die jeweilige Aufführung besitzen. Seit 2013 werde auch allgemein zugängliche Einführungsvorträge jeweils zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn in der Walhall-Lounge direkt auf dem Festspielgelände angeboten.

2009 wurde auf der Probebühne IV des Festspielhauses eine etwa einstündige, für Kinder von sechs bis zehn Jahren konzipierte Bearbeitung des Fliegenden Holländers gespielt (Textfassung: Alexander Busche; Einrichtung für 19 Musiker / musikalische Leitung: Christoph Ulrich Meier; Regie: Alvaro Schoeck, Bühnenbild: Merle Vierck; Kooperationspartner: Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin).

2010 wurde eine Tannhäuser-Bearbeitung gespielt, 2011 ein Ring für Kinder, 2012 eine kindgerechte Fassung der Meistersinger von Nürnberg (Regie: Eva-Maria Weiss; musikalische Leitung: Hartmut Keil), 2013 (Regie: Michael Höppner; musikalische Leitung: Boris Schäfer) eine von Tristan und Isolde, 2014 ein Lohengrin (Regie: Maria-Magdalena Kwaschik; musikalische Leitung: Boris Schäfer) und 2015 Parsifal in einer Fassung von Katharina Wagner (Regie: Tristan Braun; musikalische Leitung: Boris Schäfer). Für 2016 ist eine Holländer-Produktion geplant. Die 10 Aufführungen finden in den ersten zwei Festspielwochen statt (25. Juli – 10. August) und werden seit 2009 auf der Probebühne IV gezeigt. Das Kinderfestspielorchester ist das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder). Eine Besonderheit ist die Mitwirkung von Kindern in der Produktion durch Kostümwettbewerbe oder als Statisten auf der Bühne.

Koordinaten:

Liste der größten Unternehmen in Schweden

Die Liste der größten Unternehmen in Schweden enthält die vom Forbes Magazine in der Liste Forbes Global 2000 veröffentlichten größten börsennotierten Unternehmen in Schweden

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. Das oft als eines der größten Unternehmen Schwedens bezeichnete IKEA (Umsatz 2011 EUR 24,7 Mrd.) hat seinen Hauptsitz in Leiden, Niederlande.

Die Rangfolge der jährlich erscheinenden Liste der 2000 größten börsennotierten Unternehmen der Welt errechnet sich aus einer Kombination von Umsatz, Nettogewinn, Aktiva und Marktwert. Dabei wurden die Platzierungen der Unternehmen in den gleich gewichteten Kategorien zu einem Rang zusammengezählt. In der Tabelle aufgeführt sind auch der Hauptsitz, die Mitarbeiterzahl und die Branche. Die Zahlen sind in Milliarden US-Dollar angegeben und beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2011, für den Marktwert auf den Börsenkurs im April 2012.

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Alster (Schiff, 1928)

Die Alster

Empire Endurance

Die Alster des Norddeutschen Lloyd (NDL) war der neunte seiner überwiegend nach Flüssen benannten Schnellfrachter für den Ostasien- und Australdienst, die sich in Details unterschieden.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs befand sich das Schiff in der Heimat. 1940 wurde die Alster als Transporter für das Unternehmen Weserübung eingesetzt. Sie gehörte zur „Ausfuhrstaffel“ und sollte schwere Ausrüstungsteile und Versorgungsgüter den für die Eroberung von Narvik eingesetzten Truppen bringen und den Hafen möglichst früh nach der Besetzung erreichen. Das allein fahrende Schiff wurde am 10. April 1940 vom britischen Zerstörer Icarus nördlich von Bodø aufgebracht. Der Versuch der Selbstversenkung misslang.

Als britische Prise Empire Endurance wurde die ehemalige Alster am 20. April 1941 im Nordatlantik durch das deutsche U-Boot U 73 auf Koordinaten: versenkt. Es gab 65 Tote und 29 Überlebende.

Die Alster wurde 1928 von der zur Deschimag gehörenden Vulkanwerft in Hamburg unter der Baunummer 211 gefertigt. Sie lief am 5. Januar 1928 vom Stapel und wurde am 25. Februar 1928 abgeliefert. Zuvor hatte die Werft schon das Schwesterschiff Oder unter der Baunummer 210 gebaut. Die ersten vier Schiffe des neuen Schnellfrachtertyps des NDL hatte der Bremer Vulkan mit Franken

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, Schwaben (Zweimaster), Aller und Main (Viermaster) zwischen April 1926 und August 1927 geliefert. Drei weitere Aufträge hatte die Deschimag mit der Lahn an ihr Werk Tecklenborg sowie mit Mosel und Neckar an das Stammwerk Weser verteilt, die etwas länger waren und mit einer Abdampfturbine geliefert wurden. Von den sechs folgenden Neubauten der Serie baute der Hamburger Deschimag-Betrieb noch unter den Baunummern 213/214 die Schwesterschiffe Isar und Donau, die als einzige der Serie einen Maierform-Löffelbug erhielten.

Die Alster war 155,42 m lang und 19,39 m breit. Vermessen war das Schiff mit 8514 BRT und 5328 NRT bei einer Tragfähigkeit von 12000 tdw. Wie die vorangegangenen Schiffe der Serie hatte sie vier Masten, einen Schornstein, ein rundes Heck und einen leicht geneigten Bug. Der Antrieb erfolgte über eine Dreifach-Expansionsmaschine und eine angeschlossene Abdampfturbine. Insgesamt standen 6500 PSi zur Verfügung, die der Alster eine Dienstgeschwindigkeit von 14 Knoten ermöglichten.

Die Alster wurde in der zweiten Hälfte 1928 dem Australdienst des NDL zugewiesenen, wo die neuen Mosel, Lahn, Neckar und Alster zwischen Juni und September erstmals eingesetzt wurden, nachdem die Schnellfrachter Main und Aller schon vorher eingesetzt worden waren.

Die Alster blieb bis 1939 im Dienst nach Australien. Sie und ihre Schwesterschiffe liefen in der Regel durch das Mittelmeer auf der Aus- wie Rückreise. Am 28. Mai 1933 verließ die Alster Brisbane mit der Rekordladung (nach 1918) von 19473 Ballen Wolle, um in Melbourne noch weitere Ballen vor der Abreise nach Europa zu übernehmen. Dort sollten Bordeaux, Antwerpen, niederländische Häfen, Bremen, Hamburg und Gdingen angelaufen werden. Die Übernahme erfolgte im Wettbewerb mit dem französischen Motorschiff Eridan (9927 BRT). Neben dieser Saisonlast und Weizen wurden hauptsächlich Erze von Australien nach Europa transportiert. Im Sommer 1936 setzt der NDL die Alster ein, um das 50-jährige Jubiläum seiner Australienfahrten zu feiern, die im Juli 1886 mit dem Postdampfer Salier begannen. 1936 war die Alster als größtes Schiff neben den Schnellfrachtern Aller (7627 BRT) und Main (7624 BRT), der Mosel (8428 BRT) sowie der zum Frachter umgebauten älteren Köln (7881 BRT) eingesetzt. Dazu kamen noch die kleineren Erlangen und Goslar (beide 6040 BRT) im Australien- und Neuseeland-Dienst. Auch das neugebaute Motorschiff Cairo (3183 BRT, sp. Memel) war 1935 nach Australien eingesetzt worden.
Die vorrangig nach Australien eingesetzte Alster lief zumindest Im Herbst 1938 auch im „Westküstendienst“ von Bremen nach Chile.

Als die Alster im Sommer 1939 zum letzten Mal von Antwerpen in Australien eintraf, lud sie für die Rückfahrt vor allem Bleikonzentrat. Auf dem Schiff kam eine junge Frau nach Australien, deren Geschichte in der australischen Presse ein breites Echo fand. Sie berichtete, das ihr Verlobter als Jude mehrfach zwischen Deutschland und Polen hin- und her abgeschoben worden war. Am 18. August 1939 traf die Alster wieder in Hamburg ein. Ihre fast umgehend begonnene erneut Ausreise wurde in Bremen wegen der Kriegsgefahr abgebrochen.

Im September 1939 machte das Schiff eine Fahrt zum Erztransport auf der Ostsee nach Luleå und beladen zurück nach Hamburg. Im Dezember kam die Alster bei der Übersiedlung von Baltendeutschen aus Lettland zum Einsatz und brachte 1250 Übersiedler vor Weihnachten von Riga nach Danzig.

Am 18. März 1940 wurde die Alster als Transporter für die Operation Weserübung, die deutsche Besetzungs Norwegens, herangezogen. Sie wurde der „Ausfuhrstaffel“ zugeteilt, die das schwere Gerät der ersten Landungseinheiten transportieren sollten.

In den ersten Stunden des 3. April verließ die Alster mit den beiden anderen für Narvik vorgesehenen Transportern Bärenfels und Rauenfels sowie dem Tanker Kattegat Brunsbüttel, um bis zum 9. April Narvik zu erreichen. Dort sollte auch noch das als Tanker eingesetzte Walfang-Mutterschiff Jan Wellem aus der sogenannten Basis Nord bei Murmansk eintreffen, die schließlich als einziger deutscher Versorger das Ziel schon vor der eigentlichen Invasion erreichte.

Bei Erreichen der norwegischen Küste gingen Alster und die Kattegat in die norwegischen Hoheitsgewässer und gaben gegenüber dem dortigen Küstenschutz vor, auf dem Weg nach Murmansk zu sein. Begleitet vom norwegischen Torpedoboot Trygg und mit Unterstützung norwegischer Lotsen liefen beide Schiffe bis Kopervik nahe Karmøy südlich von Stavanger, wo sie am 5. April eintrafen. Dort standen keine Lotsen mehr zur Verfügung. Die Alster setzte ihre Reise noch am gleichen Tag fort, während die Kattegat erst am folgenden Tag Kopervik verließ. In Kopervik wurden Alster und Kattegat vom Torpedoboot Stegg überprüft, ohne das die Norweger etwas Beanstandungswürdiges fanden. Am 8. April erreichte die Alster den Vestfjord, wo sie auf das norwegische Wachboot Syrian stieß, das sie vor einem im Rahmen der Operation Wilfred gerade gelegten britischen Minenfeld warnte. Die Alster lief weiter nach Bodø, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Als am 10. April der Krieg zwischen Deutschland und Norwegen begann, wurde die Syrian in Marsch gesetzt, um die Alster an der Weiterreise zu hindern. Als sie den deutschen Frachter wieder entdeckte, entschied sich der Kommandant des kleinen Wachboots, die Alster nicht zu entern, da er vermutete, sie sei bewaffnet und habe Truppen an Bord. Als die Alster versuchte, der Syrian zu entkommen, funkte das Wachboot dies an die britischen Kriegsschiffe in der Nähe. Der zur Suche nach der Alster eingesetzte Leichte Kreuzer Penelope lief dabei nahe Bodø auf und erlitt schwere Schäden. Noch am 10. April brachte aber der britische Zerstörer Icarus die Alster im Vestfjord nördlich von Bodø auf. Die deutsche Besatzung versuchte vergeblich, ihr Schiff zu versenken, da nur einer der vorbereiteten Sprengsätze zur Explosion gebracht werden konnte.

Nach der Kaperung der Alster war kein deutscher Transporter mehr auf dem Weg nach Narvik, da die Rauenfels am Tag zuvor kurz vor Narvik auf die ablaufenden britischen Zerstörer gestoßen war, die sie versenkten. Die verspätete Bärenfels war in Bergen verblieben und wurde dort entladen. Den deutschen Besetzern unter General Eduard Dietl blieben daher nur die Vorräte aus der rechtzeitig eingetroffenen Jan Wellem und eroberte Vorräte aus dem Lager Elvegårdsmoen der Norwegischen Armee

Die Alster wurde zu der provisorischen britischen Basis am Skjelfjord auf den Lofoten gebracht, wo eine Prisenbesatzung der Penelope die Verantwortung für das Schiff übernahm. Der deutsche Frachter wurde dort, mit zusätzlichen Kränen ausgestattet, als Basis für Reparaturen an beschädigten Einheiten der Royal Navy genutzt, wie dem Zerstörer HMS Eskimo, der seinen Bug vor Narvik verloren hatte. Dazu diente die Alster als Wohnschiff.

Am 24. April verließ die Alster Skjelfjord und verlegte nach Tromsø, wo sie eine britische Besatzung erhielt. Die 80 Mann der Alster, darunter acht Offiziere, wurde mit verschiedenen Schiffen nach Großbritannien gebracht und kamen schließlich in Kriegsgefangenenlager in Kanada. Die Ladung des Schiffes wurde in Tromsø weitgehend den norwegischen Truppen übergeben. Sie bestand u

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.a, aus 88 Lastwagen, Flak-Geschützen, Flugzeug-Ersatzteilen, Munition, Fernmeldeausrüstung, Koks und Heu. Die mobile Funkstation diente zur Unterstützung eines lokalen Radiosenders und erhebliche Mengen an Feldtelefonen ersetzten bei den norwegischen Truppen alte und verbrauchte Ausrüstung. Einweisung in die deutschen Geräte gaben schwedische Freiwillige.

Die Alster kam ins Dock in Tromsø. Die letzten deutschen Gefangenen kamen von Bord und die britische Prisenbesatzung wurde durch eine zivile norwegische Besatzung ersetzt. Am 17. Mai lief die Alster in Begleitung des U-Boot-Jägers HMS Ullswater vom Walfängertyp nach Kirkenes in Finnmark aus, um dort eine Ladung Eisenerz zu übernehmen. Ab dem 19. übernahm die Alster etwa 10.000 t Erz und lief dann mit der Ullswater und einem norwegischen Wachboot nach Harstad, wo sie am 26. Mai eintraf. Während ihres Aufenthalts wurde die neue britische Basis mehrfach durch die Luftwaffe angegriffen.

Am 27. Mai verließ die Alster in einem Geleitzug von fünf Schiffen, darunter die schwer beschädigte Eskimo, Harstad nach Großbritannien. Neben der Erzladung hatte sie noch 209 britische Soldaten, 46 norwegische Soldaten und 72 deutsche Kriegsgefangene an Bord. An Deck transportierte sie den „B“-Geschützturm der Eskimo, der im Rahmen der Notreparatur des Zerstörer abgenommen worden war. Als die Alster am 31. Mai in Scapa Flow eintraf, gab sie die Masse ihrer Passagiere ab und lief dann mit einem norwegischen Schiff und den Zerstörern HMS Ashanti und Bedouin weiter nach Rosyth.

Die Alster wurde dann an das britische Transportministerium abgegeben und in Empire Endurance umbenannt. Als Heimathafen wurde Middlesbrough angegeben und die Booth Steamship Co Ltd. bereederte das Schiff. Nach einigen Fahrten im Küstenbereich schloss sich die Empire Endurance dem Geleitzug OA 202 am 21. August zu ihrer ersten Transatlantikreise an. Nach Auflösung des Geleitzuges schon am 25. lief sie nach Montreal, wo sie am 3. September 1940 eintraf. Die Rückreise begann am 12. September und sie schloss sich dem Konvoi HX 74 an, den sie am 2. Oktober verließ, um in den Clyde zum Löschen ihrer Ladung einzulaufen.
Die zweite Ausreise der Empire Endurance erfolgte am 25. Oktober im Konvoi OB 234. Ihr Ziel war erneut Montreal, wo sie am 6. November eintraf, um dann ab dem 18. November zum Clyde bis zum 27. November zurückzukehren.
Die dritte Ausreise führte vom 5. bis 17. Januar 1941 im Konvoi OB 270 nach Saint John (New Brunswick). Die Rückreise der Empire Endurance erfolgte vom 3. bis 21. Februar 1941.

Ab dem 23. Februar lief die Empire Endurance mehrere Häfen in Wales und im Südwesten Englands zur Ladungsübernahme und zu Instandsetzungen an. Am 19. März verließ sie Milford Haven, um über Kapstadt nach Alexandria zu gehen. An Bord waren eine Besatzung von 90 Personen und fünf Passagiere. Als Decksladung waren zwei Küstenschutzboote vom Typ Fairmile „B“, ML-1003 und ML-1037, an Bord. In der Nacht zum 20. April wurde die alleinfahrende Empire Endurance südwestlich von Rockall nach einem nicht erkannten Fehlschuss mittschiffs von einem Torpedo des deutschen U-Boots U 73 getroffen. Nach einem zweiten Torpedotreffer zerbrach Empire Endurance und sank mit 65 Mann der Besatzung und einem Passagier. Am 21. April konnte die HMCS Trillium (K172), eine kanadische Korvette der Flower-Klasse, 20 Besatzungsmitglieder und vier Passagiere aufnehmen. Am 9. Mai rettete das britische Motorschiff Highland Brigade noch fünf weitere Besatzungsmitglieder. Die Toten der Empire Endurance werden auf dem Tower Hill Memorial in London geehrt

Synagoge Idstein

Die ehemalige Synagoge in der Taunusstadt Idstein in Hessen in der Felix-Lahnstein-Straße 1 ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus. Das Gebäude beherbergt heute eine Gaststätte und mehrere Wohnungen. Es unterscheidet sich als traufständiger, verputzter Fachwerkbau mit überbautem Hoftor nicht von den benachbarten Ackerbürgerhäusern.

1789 beantragte die örtliche jüdische Gemeinde bei den Behörden den Erwerb eines Hauses zum Umbau in eine Synagoge. Der Antrag wurde mit dem Verweis abgelehnt, man wolle zu „der seit einiger Zeit ohnehin sich begebenden Vermehrung“ der Juden nicht beitragen.

1793 erhielt die Gemeinde die Genehmigung zum Bau der Synagoge. Diese wurde dann auch als Judenschule bekannt, was mit der üblichen Unterrichtung der jüdischen Kinder zusammenhängt.

Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut und renoviert, unter anderem umfangreich in den Jahren 1875 (mit teilweisem Neubau) und 1935. Der im Obergeschoss befindliche Betraum hatte 40 Plätze für Männer, 18 für Frauen. Das Frauenabteil befand sich etwas erhöht gegenüber dem Männerabteil. Im Haus soll sich eine Mikwe befunden haben. Das Gebäude diente außerdem als Lehrerwohnung.

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge verwüstet, das Inventar und Mobiliar zerstört

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. Im Dezember 1938 ging das Gebäude in nichtjüdischen Besitz über. Der Käufer betrieb im Hof eine Schrotmühle und ließ die Synagoge zum Wohnhaus umbauen

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.

Seit 1945 wurde das Gebäude als Mehrfamilienwohnhaus benutzt. Eine Gedenktafel an einem Nachbargebäude erinnert an Felix Lahnstein – den letzten jüdischen Gemeindevorsteher – und die ehemalige Synagoge. Die Felix-Lahnstein-Straße trägt diesen Namen seit 1945

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. Bis 1934 trug sie den Namen Judengasse, von 1934 bis 1945 den Namen Hintere Borngasse. Versuche der Stadt Idstein, das sanierungsbedürftige Haus zu kaufen, scheiterten bisher.

Koordinaten:

Johannes Schneider (Pfarrer)

Johannes Schneider (* 11. Januar 1824 in Dittmannsdorf, Landkreis Neustadt O.S.; † 7. Dezember 1876 in Breslau) war ein deutscher römisch-katholischer Pfarrer in Breslau. Er war bewegt von der sozialen Frage seiner Zeit und karitativ engagiert, vor allem durch Gründung der Kongregation der Marienschwestern von der Unbefleckten Empfängnis. 2001 wurde das Seligsprechungsverfahren für ihn eröffnet.

Schneider entstammte einer Landarbeiterfamilie. Durch Vermittlung des Ortspfarrers konnte er das Jesuiten-Gymnasium in Neiße besuchen. Nach dem Abitur im Jahr 1845 begann er das Theologiestudium an der Universität Breslau. Schul- und Studienjahre waren von kargsten Lebensumständen geprägt. 1848 wurde er ins Priesterseminar des Bistums Breslau aufgenommen und empfing am 1. Juli 1849 im Breslauer Dom die Priesterweihe.

Durch seine Herkunft kannte er die Armut der Landarbeiter; als Kaplan in Wansen lernte er die Nöte der neuen Fabrikarbeiterklasse kennen. 1851–1854 war er Kaplan an der Sandkirche im Zentrum von Breslau, danach Kurat und ab 1869 Pfarrer an St. Matthias.

1854 wurde der neue Breslauer Fürstbischof Heinrich Förster auf die Probleme der Landmädchen aufmerksam gemacht, die mit kaum 15 Jahren in die Stadt geschickt wurden, um als Dienstboten ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und dabei oft ins soziale Elend und in die Prostitution gerieten. Er beauftragte Johannes Schneider, der dafür vom Priesterkonvent einstimmig gewählt worden war, mit der Gründung eines Hilfsvereins. Der Verein zur sittlichen Hebung weiblicher Dienstboten wurde im Oktober desselben Jahres formell etabliert und von Schneider im Blick auf die bevorstehende Verkündung des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis Mariens am 8. Dezember 1854 St. Marienverein genannt und unter dieses besondere Patrozinium gestellt. Mitglieder konnten sowohl Dienstmädchen wie hilfswillige „Herrschaften“ werden. Der Verein bot vorübergehende Unterkunft, Stellenvermittlung, fachliche und religiöse Bildung, Krankenpflege und Gemeinschaft.

Der Verein wuchs schnell und konnte nach einer provisorischen Wohnung 1857 ein eigenes Haus erwerben. 1862 erhielt er die staatliche Anerkennung als juristische Person und war 1870 schuldenfrei. Die Organisation galt als vorbildlich, und Schneider wurde für ähnliche Gründungen in anderen Städten als Berater herangezogen.

Von Anfang an hatte Schneider die Absicht, als Kern des Vereins eine neue Ordensgemeinschaft zu gründen, wie es fast zeitgleich mit den Elisabethschwestern und den Hedwigschwestern gelungen war. Der Anfang dafür konnte 1863 mit vier Schwestern gemacht werden, die sich durch private Gelübde zu Besitzlosigkeit

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, hingebender Arbeit und zum gemeinschaftlichen Gebet verpflichteten und eine Ordenstracht erhielten. Zur ersten Oberin wählte die Gemeinschaft 1864 Mathilde Scholz.

Schneider wartete bis 1867 mit der Bitte an den Fürstbischof um Anerkennung der neuen Gemeinschaft als Kongregation. Dieser leitete die Anfrage 1868 nach Rom weiter, wo sie jedoch verloren ging. Dadurch blieb die kirchenrechtliche Stellung der Schwestern unklar und es kam zu Irritationen zwischen Schneider und dem Ordinariat. Aus demselben Grund entging Schneiders Gründung aber auch der Schließung im Bismarckschen Kulturkampf

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Johannes Schneider starb im 53. Lebensjahr infolge einer langjährigen Magenkrankheit und wohl auch an Überarbeitung. Das Requiem am 11. Dezember 1876 zelebrierte Robert Spiske. Er wurde auf dem Friedhof Breslau-Oswitz beigesetzt. Seine Gemeinschaft wuchs, erlangte die volle kirchliche Anerkennung und hielt die Erinnerung an ihren Gründer wach. Sein Sterbekreuz und einige Reliquien wurden anlässlich einer Umbettung auf den Laurentiusfriedhof 1944 geborgen. 1969 wurden seine sterblichen Überreste in die Sandkirche überführt. Dokumente seines heiligmäßigen Lebens wurden gesammelt. Am 16. Mai 2001 wurde ihm in Breslau, als offizieller Beginn des Seligsprechungsverfahrens, der Titel Diener Gottes verliehen.

Weimaraner

Deutschland

Rüden: 59–70 cm
Hündinnen: 57–65 cm

Rüden: 30–40 kg
Hündinnen: 25–35 kg

, ,

Der Weimaraner ist eine von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse (FCI-Gruppe 7, Sektion 1.1, Standard Nr. 99).

Über die Entstehung des Weimaraner Vorstehhundes gibt es zahlreiche Theorien. Fest steht nur, dass der Weimaraner Anfang des 19. Jahrhunderts am Hof zu Weimar von Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828) gehalten wurde. Ab etwa 1890 wird die Rasse planmäßig gezüchtet (zunächst fast ausschließlich in Thüringen) und zuchtbuchmäßig erfasst. 1897 wurde der Verein zur Reinzucht des silbergrauen Weimaraner-Vorstehhundes gegründet, aus dem der heutige deutsche Rasseclub hervorging.

Der Weimaraner ist ein auffälliger, bis 70 cm großer und 40 kg schwerer Hund, der heute noch hauptsächlich jagdlich, seltener als reiner Begleithund geführt wird. Charakteristisch ist das silber-, reh- oder mausgraue Fell und die hell bis dunkel bernsteinfarbenen Augen, die im Welpenalter himmelblau sind. Die Ohren sind breit und ziemlich lang, etwa den Mundwinkel erreichend, hoch und schmal angesetzt, unten spitz abgerundet. Gezüchtet wird er in zwei Schlägen mit unterschiedlicher Fellstruktur:

Das Merkmal der Langhaarigkeit wird rezessiv vererbt, es gibt also kurzhaarige Weimaraner, die Langhaarigkeit vererben. Langhaarweimaraner waren in der Zucht lange Zeit unerwünscht und wurden als Welpen getötet. Erst 1936 wurde „Illo vom Hipkendahl Nr. 1468“ in das Zuchtbuch aufgenommen. 1935 schon wurde z.B. bei „Tell Stranzendorf“ (Eigentümer der spätere Präsident österreichischen Weimaraner Vereins R. Pattay) bzw. „Traute“ (des Küstenfischers und Jägers Johann Linneberg aus Neuharlingersiel, also in ganz anderen Regionen) die besondere Jagdeignung festgestellt.

Der Weimaraner wird auch von anderen Zuchtverbänden anerkannt, darunter American Kennel Club und britischer The Kennel Club. Deren Standards weichen von dem der FCI ab. So beschreibt beispielsweise der KC die Augenfarbe als bernstein- oder blau-graufarben, der AKC sie als hell bernsteinfarben, grau oder blaugrau.

Der Weimaraner ist ein vielseitiger, anhänglicher Jagdhund mit ausdauernder, nicht allzu temperamentvoller Suche. Geschätzt werden seine hervorragende Nase sowie seine Wild- und Raubzeugschärfe. Der Hund ist besonders geeignet für die Arbeit nach dem Schuss (Schweißhund, Verlorenbringen usw.). Es gibt Weimaraner, die als Therapiehunde eingesetzt werden.

Weil Deutschland das Ursprungsland der Weimaraner ist, entwickelt der Zuchtverband im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) auch den Rassestandard, der von der FCI veröffentlicht wird. Daher werden von Sport- und Zuchtvereinen

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, die zur FCI gehören, für in Deutschland geworfene Welpen ausschließlich die von ihm ausgestellten Ahnentafeln anerkannt.

In der Zuchtperiode 2008 sind im VDH insgesamt 567 Welpen registriert worden. Hunde, die zur Zucht zugelassen werden sollen, müssen – neben den vorbezeichneten Papieren – zahlreiche Auflagen erfüllen: Hierzu gehört neben dem rein Äußeren auch der Nachweis entsprechender Jagdprüfungen, ein Wesenstest und eine Untersuchung auf Hüftgelenksdysplasie. Darüber hinaus wird kontrolliert, dass keine Verpaarungen von zu nahen Verwandten vorgenommen werden, damit das Risiko von Inzuchtdepression möglichst verringert wird.

Die im deutschen Weimaraner Klub gezüchteten Hunde werden von den meisten Züchtern nur an Jäger abgegeben. Da es sich beim Weimaraner um einen Jagdgebrauchshund handelt, erfolgt die Zuchtselektion in diesem Verein nicht nur nach Schönheit, sondern auch nach Leistung, Wesen und Gesundheit. In Ländern, in denen die Eignung als Jagdhund keine Zuchtvoraussetzung ist, wird auf das Exterieur, also auf ein dem Rassestandard möglichst nahekommendes äußeres Erscheinungsbild, hin gezüchtet.

Es gibt seit einigen Jahren zunehmende Tendenzen, den Weimaraner außerhalb des Weimaraner-Klubs zu züchten. Ursache dafür ist die nach wie vor rigide Abgabepraxis der in diesem Club organisierten Züchter, während die Entwicklung des Weimaraners zum Modehund die Nachfrage nach Welpen bei nicht an der Jagd interessierten Käufern ansteigen lässt. Die entstandene „Parallelzucht“ unterliegt nicht der Kontrolle eines Dachverbandes.

Girabola 1982

Der Girabola 1982 war die vierte Saison des Girabola, der höchsten Spielklasse im Fußball in Angola

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. Es nahmen 14 Mannschaften teil, die je zwei Mal gegeneinander antraten.

Der Atlético Petróleos Luanda aus der Hauptstadt Luanda gewann erstmals die Meisterschaft. Primeiro de Maio aus Benguela wurde angolanischer Pokalsieger. Zu einem Zusammentreffen der zwei in einem Supercup kam es nicht, der angolanische Supercup wurde erstmals 1985 ausgespielt.

Vor allem bedingt durch die Wirren und Zerstörungen des angolanischen Bürgerkriegs (1975–2002) sind nur einige Eckdaten der Saison verzeichnet. So hat der Meister Petro Luanda den Pokalsieger Primeiro de Maio im Ligabetrieb 6:2 im Hinspiel zuhause geschlagen, während sie sich im Rückspiel 1:1 trennten. Das einzige weitere vermerkte Einzelergebnis ist der 3:0-Heimsieg von Petro Luanda gegen den GD Sagrada Esperança aus Dundo.

Petro Luanda war am Ende angolanischer Meister und nahm daher an der Vorrunde des African Cup of Champions Clubs 1983 teil.

1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016