Dalmatowo

Dalmatowo (russisch Далматово) ist eine Stadt in der Oblast Kurgan (Russland) mit 13.911 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).

Die Stadt liegt östlich des Ural, im Südwesten des Westsibirischen Tieflandes, etwa 190 km nordwestlich der Oblasthauptstadt Kurgan, am linken Ufer des Flusses Isset nahe der Einmündung der Tetscha. Das Klima ist kontinental.
Die Stadt Dalmatowo ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.
Dalmatowo liegt an der 1933 durchgehend eröffneten Eisenbahnstrecke Jekaterinburg (damals Swerdlowsk) – Kurgan.
Dalmatowo entstand 1651 als „Vorstadt“ bzw. Handelssiedlung (Sloboda) beim 1644 gegründeten Dalmat-Mariä-Entschlafens-Männerkloster (Далматовский Успенский мужской монастырь/ Dalmatowski Uspenski muschskoi monastyr; benannt nach seinem Gründer Mönch Dalmat). Später wurde das Dorf Dalmatowskoje (Далматовское) genannt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Ort zu einem der ersten Zentren der russischen Orthodoxie und Kultur jenseits des Ural. Im 18. Jahrhundert war Dalmatowskoje auch Verbannungsort für Altorthodoxe.
1781 erhielt der Ort unter dem Namen Dalmatow erstmals Stadtrecht, verlor es jedoch 1797 wieder (bis ins frühe 20. Jahrhundert wurden beide Versionen des Ortsnamens, Dalmatow und Dalmatowo, parallel verwendet). Im 19. Jahrhundert war er als regionales Zentrum des Gemüseanbaus (Gurken) und des Sammelns und Verkaufs von wildem Hopfen bekannt.
Im Oktober 1913 wurde eine Zweigstrecke der Transsibirischen Eisenbahn von Bogdanowitsch über Kamensk-Uralski (Station Sinarskaja, das damalige Kamensk bzw. Kamenski Sawod) nach Schadrinsk durch den Ort geführt. Diese Strecke wurde später zur direkten Transsib-Querverbindung Jekaterinburg – Kurgan ausgebaut, die 1933 eröffnet wurde.
1947 erhielt der Ort erneut Stadtrecht.
Anmerkung: Volkszählungsdaten
In Dalmatowo gibt es ein nach dem in der Nähe geborenen und hier verstorbenen Heimatforscher Alexander Syrjanow (1830–1884) benanntes Geschichtsmuseum.
Das in der sowjetischen Zeit geschlossene und stark in Mitleidenschaft gezogene Mariä-Entschlafens-(Uspenski-)Kloster ist wieder in Betrieb. Verschiedene Bauten vom Beginn des 18. Jahrhunderts, u. a. die Klostermauer, sind erhalten und werden restauriert.
In Dalmatowo sind Betriebe des Maschinenbaus, der Leicht- (Teppiche, Möbel) und Lebensmittelindustrie ansässig. In der Umgebung werden Getreideanbau und Viehzucht betrieben.
Verwaltungszentrum: Kurgan
DalmatowoR | KataiskR | KurganS | KurtamyschR | MakuschinoR | PetuchowoR | SchadrinskS/R | SchtschutschjeR | SchumichaR
JurgamyschR | KargapoljeR | Krasny Oktjabr | SchatrowoR | WargaschiR | ZelinnojeR
Almenewo | Beloserskoje | Gljadjanskoje | Ketowo | Lebjaschje | Mischkino | Mokroussowo | Polowinnoje | Safakulewo | Swerinogolowskoje | Tschastooserje
Liste der Städte in der Oblast Kurgan | Verwaltungsgliederung der Oblast Kurgan
Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons

Sietas Typ 67

Die Nautic einlaufend Valletta, 1973
Germanischer Lloyd
Widukind
Der Typ 67 ist ein Container-Feederschiffstyp der Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde.

Die Baureihe wurde in den Jahren 1970 bis 1972 von verschiedenen Reedereien geordert und in 14 Einheiten gebaut. Eingesetzt wurden die Schiffe anfangs vorwiegend auf europäischen Containerzubringerdiensten, wo sie bald zu einem Standardschiffstyp wurden und in der Holzfahrt, heute findet man die Schiffe weltweit in der Küstenfahrt.
Der einzelne weitestgehend kastenförmige Laderaum (box-shaped) mit einem Getreide-Rauminhalt von 4.648 m³ hat eine Lukengröße von 51,00 Meter mal 10,20 Meter und ist für den Transport von Containern und den Transport von Gefahrgutcontainern ausgerüstet. Auf die serienmäßige Ausrüstung mit Cellguides wurde verzichtet. Durch die Form des Laderaums ist der Schiffstyp auch in der Zellulose- oder Paketholzfahrt einsetzbar. Darüber hinaus ist die Tankdecke für die Stauung von Schwergut verstärkt. Es wurden schwergutverstärkte hydraulisch betätigte Faltlukendeckel verwendet. Einzelne Schiffe, wie die beiden zuletzt gebauten Scol-Einheiten erhielten zwei verfahrbare Drehkräne der Hersteller NMF, bzw. Hägglunds.
Angetrieben werden die Schiffe der Baureihe von Viertakt-Dieselmotoren verschiedener Hersteller, die bei einigen Schiffen mit einem Wendegetriebe auf einen Festpropeller, bei der Mehrzahl der Schiffe jedoch auf einen Verstellpropeller wirkt. Ein Teil der Schiffe verfügt über ein Bugstrahlruder zur Unterstützung der An- und Ablegemanöver.
Die eisverstärkten Rümpfe wurden in Sektionsbauweise zusammengefügt.

Liste der Stolpersteine in Hamburg

In der Liste der Stolpersteine in Hamburg werden die durch den Künstler Gunter Demnig gefertigten und verlegten Stolpersteine zu den Hamburger Opfern des Nationalsozialismus erfasst. Die 4988 (Stand: Januar 2016) meist in die Gehwege eingelassenen Stolpersteine erinnern an Mitmenschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus in „Schutzhaft“ genommen, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden. Es handelt sich dabei um Opfer des Holocaust, Opfer des Porajmos (Sinti und Roma), Widerstandskämpfer, Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und Zwangsarbeiter.
Die Liste der Stolpersteine in Hamburg musste wegen ihrer Größe auf die einzelnen Stadtteile aufgespalten werden:
Deutschland: Baden-Württemberg • Bayern • Berlin • Brandenburg • Bremen • Hamburg • Hessen • Mecklenburg-Vorpommern • Niedersachsen • Nordrhein-Westfalen • Rheinland-Pfalz • Saarland • Sachsen • Sachsen-Anhalt • Schleswig-Holstein • Thüringen
In weiteren Ländern: Belgien • Frankreich • Griechenland • Italien • Kroatien • Luxemburg • Niederlande • Norwegen • Österreich • Polen • Rumänien • Russland • Schweiz • Slowakei • Slowenien • Spanien • Tschechien • Ukraine • Ungarn

Dorfkirche Liebstedt

Die evangelische Dorfkirche Liebstedt steht im Ortsteil Liebstedt der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße im Landkreis Weimarer Land in Thüringen.

Wenn der erste evangelische Pfarrer 1543 eingeführt worden ist, dann ist davon auszugehen, dass es um diese Zeit auch das Gotteshaus gegeben haben muss. Man nennt sogar einen nicht urkundlich nachgewiesen sehr frühen Zeitpunkt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche oft stark zerstört. Sicherlich führten die Sicherungsarbeiten nicht zu den gewünschten Erfolgen, so dass die Kirche 1742 wegen Baufälligkeit abgerissen worden musste. Es wurden wieder 26 Jahre benötigt, um den Bau ohne Kirchturm zu vollenden. Erst nach fast 200 Jahren, nämlich 1938, wurde der Turm gebaut.
1887 wurde das neue Geläut aus der Glockengießerei Ulrich aus Apolda gefertigt. Die zwei großen Glocken wurden für Kriegszwecke im Februar 1941 abgeholt.
Der Innenraum der Kirche ist schlicht und kirchlich würdevoll ausgestattet: Sie besitzt 400 Sitzplätze.
51.04642111.410627Koordinaten: 51° 2′ 47″ N, 11° 24′ 38″ O

Farbladung

In der Teilchenphysik ist die Farbladung eine Bezeichnung für jene physikalische Eigenschaft der Elementarteilchen Quarks und Gluonen, die charakteristisch für die Starke Wechselwirkung ist. Zu dieser starken Kraft (Farbkraft) gibt es drei verschiedene Ladungen, die sich zusammen zur Ladung Null addieren. In Analogie zur additiven Farbmischung nennt man sie rot, grün und blau, die Farbladungen der zugehörigen Antiteilchen antirot, antigrün und antiblau.
Zu beachten ist, dass die Farben der Farbladung nichts mit den optischen Farben von Objekten zu tun haben; die Bezeichnung „Farbe“ sowie die Verwendung der Farbnamen für die Ladungen sind stattdessen nur als reine Analogien zu verstehen, um die Kombination dreier qualitativ verschiedener Werte zu einem neutralen auszudrücken. Das Konzept wurde 1964 von Oscar Wallace Greenberg, Moo-Young Han (* 1934) und Yoichiro Nambu (* 1921) vorgeschlagen.
Das Phänomen des Confinements (engl. Einsperrung, Einschließung) besagt, dass Teilchen mit Farbladung nie einzeln auftreten können, sondern stets in insgesamt weißen (farbneutralen) Teilchen gebunden sein müssen.
Ein weißes Teilchen kann dabei gebildet werden:
Alle drei Möglichkeiten treten tatsächlich auf. Im Falle eines Pentaquark sind auch Kombinationen der drei Fälle möglich.
Grund für das Confinement ist, dass – anders als beim elektromagnetischen Feld – nicht nur die Quarks als auf die starke Kraft reagierende Elementarteilchen, sondern auch die Gluonen als erzeugende Feldquanten der starken Wechselwirkung eine Farbladung tragen und sich gegenseitig anziehen, während die Feldquanten der elektromagnetischen Wechselwirkung, die Photonen, ungeladen sind. Dadurch wird die Energie, die man bräuchte, um Teilchen mit Farbladung voneinander zu trennen, so groß, dass sie zur Erzeugung von Teilchen-Antiteilchen-Paaren ausreichen würde. Diese würden die Einzelteile insgesamt wieder zu farbneutralen Objekten ergänzen. Aus diesem Grund wird man einzelne Quarks oder Gluonen nie direkt beobachten können.
Das Confinement ist auch der Grund, warum die starke Kraft so kurzreichweitig ist, obwohl die Gluonen wie die Photonen masselos sind.

ÖBB 5147

GySEV 5147 oder 1446/2446
5147 511, 512 sowie 1446/2446 513-517
Die Reihe 5147 ist eine Dieseltriebwagenreihe der ÖBB sowie der Raaberbahn (GySEV).
Die Triebwagen der Reihe 5147 entsprechen technisch den Triebwagen der Reihe 5047, allerdings verfügt jede Einheit nur über einen Führerstand. Am anderen Ende des Fahrzeugs befindet sich ein Fahrgastübergang, an den ein weiterer Triebwagen fix gekuppelt ist. Daher spricht man von einem Doppeltriebwagen, auch wenn jedes Fahrzeug eine eigene Nummer besitzt.
Fünf solcher Doppeleinheiten wurden ab 1992 an die ÖBB geliefert, eine weitere an die GySEV. Die ÖBB-Fahrzeuge kamen auf den Strecken rund um Wiener Neustadt, hauptsächlich auf der Leobersdorfer Bahn sowie auf der Mattersburger Bahn, und auf der Marchegger Ostbahn zum Einsatz. Vereinzelt kamen sie sogar bis Sigmundsherberg oder nach Marchegg. Mitte 2012 wurden alle fünf ÖBB-Doppeleinheiten an die GySEV verkauft und bekamen folgende Nummern:
5147-Doppeleinheit am Gerichtsberg
5147 511/512 der Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn in der Haltestelle Lukácsháza alsó
kkStB · BBÖ · ÖBB
Österreichische Privatbahngesellschaften: NÖSchBB · ROeEE · StLB · WLB

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rabensburg

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rabensburg enthält die 10 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Rabensburg.

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes. Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:
Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.
Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.
Altlichtenwarth | Asparn an der Zaya | Bernhardsthal | Bockfließ | Drasenhofen | Falkenstein | Fallbach | Gaubitsch | Gaweinstal | Gnadendorf | Großebersdorf | Großengersdorf | Großharras | Großkrut | Hausbrunn | Herrnbaumgarten | Hochleithen | Kreuttal | Kreuzstetten | Laa an der Thaya | Ladendorf | Mistelbach | Neudorf bei Staatz | Niederleis | Ottenthal | Pillichsdorf | Poysdorf | Rabensburg | Schrattenberg | Staatz | Stronsdorf | Ulrichskirchen-Schleinbach | Unterstinkenbrunn | Wildendürnbach | Wilfersdorf | Wolkersdorf im Weinviertel

Impigno

Impigno ist eine Weißweinsorte, die in der italienischen Weinbau-Region Apulien kultiviert wird. Der Name Impigno bedeutet übersetzt Faulpelz und war um 1900 ein gebräuchlicher Spottname für Bauern. Es heißt jedoch, dass die Rebsorte diesen Namen erhielt, da ein Bauer namens Impigno aus Ostuni diese Sorte in die Appellation Martina Franca einführte. Erstmals beschrieben wurde sie durch die Ampelographen Gaudio und Giusto.
Die Rebsorte wächst vorrangig in den Hügellagen nördlich von Brindisi. Hauptanbauflächen findet man bei Ostuni. Dort findet der Weißwein Eingang in den DOC-Wein Ostuni Bianco. Der Wein der spätreifenden Sorte wird zumeist mit anderen Sorten wie Francavidda aber auch Verdeca oder Bianco d’Alessano verschnitten.
Siehe auch den Artikel Weinbau in Italien sowie die Liste der Rebsorten.
In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:
Die Rebsorte reift ca. 30 Tage nach dem Gutedel und gehört damit zu den Rebsorten der mittleren dritten Reifungsperiode (siehe das Kapitel im Artikel Rebsorte). Sie gilt somit als spät reifend.
Impigno ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera).

Schmerynka

Schmerynka (ukrainisch Жмеринка; russisch Жмеринка/Schmerinka; polnisch Żmerynka) ist eine Stadt im Westen der Ukraine. Sie liegt in der Oblast Winnyzja und ist mit über 36.000 Einwohnern das Verwaltungszentrum des Rajons Schmerynka. Seit 1903 besitzt Schmerynka offizielles Stadtrecht, hat sich seitdem wegen der Lage an einem Eisenbahnknotenpunkt zu einem wichtigen Verkehrszentrum in der Region entwickelt und ist nach Winnyzja die zweitgrößte Stadt ihrer Oblast.
Die heutige Stadt entstand im 18. Jahrhundert und entwickelte sich rasant nach dem Bau von mehreren Eisenbahnstrecken im 19. Jahrhundert, die hier ihren Knotenpunkt hatten. 1903 wurde ihr das Stadtrecht verliehen. Sie lag damals im Russischen Reich im Gouvernement Podolien und kam in der Sowjetunion dann zur Ukrainischen SSR. Während des Zweiten Weltkriegs war der Ort durch Rumänien besetzt und unter dem Namen Șmerinca an Transnistrien angegliedert. Seit 1991 ist die Stadt ein Teil der heutigen Ukraine.

Seit dem Ende der Sowjetunion hat Schmerynka, wie viele Kleinstädte in der Ukraine, einen starken Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen. Im Vergleich zu 1989 ging die Bevölkerung bis 2009 um 12 % zurück.
Bar | Berschad | Chmilnyk | Hajssyn | Hniwan | Illinzi | Jampil | Kalyniwka | Kosjatyn | Ladyschyn | Lypowez | Mohyliw-Podilskyj | Nemyriw | Pohrebyschtsche | Scharhorod | Schmerynka | Tultschyn | Winnyzja
Siedlungen städtischen Typs Brajiliw | Brazlaw | Brodezke | Daschiw | Desna | Hluchiwzi | Kyrnassiwka | Kopajhorod | Kryschopil | Lityn | Murowani Kuryliwzi | Oratiw | Pischtschanka | Rudnyzja | Salisnytschne | Schpykiw | Stryschawka | Sutysky | Sytkiwzi | Teplyk | Tomaschpil | Trostjanez | Tscherniwzi | Tschetschelnyk | Turbiw | Tywriw | Wapnjarka | Wendytschany | Woronowyzja
Rajon Bar | Rajon Berschad | Rajon Chmilnyk | Chmilnyk | Rajon Hajssyn | Rajon Illinzi | Rajon Jampil | Rajon Kalyniwka | Rajon Kosjatyn | Kosjatyn | Rajon Kryschopil | Ladyschyn | Rajon Lityn | Rajon Lypowez | Rajon Mohyliw-Podilskyj | Mohyliw-Podilskyj | Rajon Murowani Kuryliwzi | Rajon Nemyriw | Rajon Oratiw | Rajon Pischtschanka | Rajon Pohrebyschtsche | Rajon Scharhorod | Rajon Schmerynka | Schmerynka | Rajon Teplyk | Rajon Tomaschpil | Rajon Trostjanez | Rajon Tscherniwzi | Rajon Tultschyn | Rajon Tschetschelnyk | Rajon Tywriw | Rajon Winnyzja | Winnyzja

Strecktau

Ein Strecktau ist auf einem Schiff ein gespanntes Tau oder ein Gurtband, an dem sich die Seeleute bei schwerer See an Oberdeck festhalten oder mit einem Karabinerhaken einhängen können.

Der Begriff Strecktau kommt daher, dass sie über eine relativ lange Strecke reichen, um Bewegungsfreiheit zu erhalten und daher stark vorgespannt (gestreckt) sein müssen. Bei Belastung durch das Gewicht eines Mannes in Querrichtung zum Seil würde das Tau sonst schnell nachgeben.
Das Tau ist bei Yachten beispielsweise am Bug befestigt und läuft an Deck frei bis zum Heck, wo sie ebenfalls fest verankert ist. Der Seemann trägt ein Sicherheitsgeschirr (Lifebelt) mit einer kurzen Verbindungsleine (der Sorgleine) und Karabinerhaken am Ende. Bei schwerem Wetter mit viel Wind und Seegang kann sich hier der Seemann einhängen, um Halt gegen starke Schiffsbewegung und überkommende Wellen zu finden und nicht über Bord gespült zu werden oder um bei der Arbeit an Deck beide Hände frei zu haben. Strecktaue sind entweder dauerhaft fest angebracht, oder werden nur bei zunehmendem Seegang eingesetzt. Sie werden in einem möglichst großen Abstand zur Reling ausgebracht, damit der angeseilte Seemann nicht über diese hinausfallen kann.
Auf großen Decksflächen können durch Wellen große Wassermassen einen reißenden Strom entstehen lassen („Seeschlag“) und nicht gesicherte Seeleute über Bord spülen. Auf großen Schiffen sind deshalb Strecktaue überall angebracht, wo an Deck bei schlechten Wetterbedingungen gearbeitet werden muss. Sie werden meist etwas oberhalb Mannshöhe befestigt, damit sie die Bewegungsfreiheit nicht einschränken.