Hellgrauer Labkrautspanner

Hellgrauer Labkrautspanner (Epirrhoe molluginata)

Der Hellgraue Labkrautspanner (Epirrhoe molluginata), auch Graubrauner Labkraut-Blattspanner genannt, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Spanner (Geometridae).

Die Flügelspannweite der Falter beträgt 23 bis 27 Millimeter. Die Grundfarbe der Vorderflügel variiert von hellgrau bis zu graubraun. Die Vorderflügel zeigen mehrere dunkle Querbinden, wobei die Mittelbinde in ihrer Breite und Intensität unterschiedlich ausgeprägt und auch durch ein weißliches Feld geteilt sein kann. Nahe dem Saum verläuft eine deutliche weiße Wellenlinie, die sich auf den hellgrauen Hinterflügeln fortsetzt. Auf Vorder- und Hinterflügeln sind schwärzliche Diskalflecke erkennbar.

Erwachsene Raupen sind gelbgrau bis rotbraun gefärbt und zeigen eine dunkle Rückenlinie, die am vorderen und hinteren Ende besonders ausgeprägt ist. Im mittleren Bereich befinden sich v-förmige, weißliche, nach vorn gerichtete Rückenflecke.

Die Puppe hat eine hell gelbbraune Farbe.

Der Hellgraue Labkrautspanner ist überwiegend im südlichen Mitteleuropa bis zum Kaukasus zu finden. Er fehlt in Nordeuropa. Die Art bewohnt verschiedene Lebensräume mit Labkrautbestand, bevorzugt aber bergiges Gelände.

Die Hauptflugzeit der Falter sind die Monate Mai bis Juli

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. Sie besuchen künstliche Lichtquellen. Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Labkrautarten (Galium). Dazu zählen Wiesen-Labkraut (Galium mollugo) und Wald-Labkraut (Galium sylvaticum). Die Raupen verpuppen sich in einem leichten Gespinst an der Erde und überwintern als Puppe, die zuweilen zwei Winter überliegt.

Der Hellgrauer Labkrautspanner kommt in Deutschland in unterschiedlicher Anzahl vor, fehlt in einigen nördlichen und nordöstlichen Regionen, wird auf der Roten Liste gefährdeter Arten jedoch als nicht gefährdet geführt.

Fotbollsallsvenskan 2011

Die Fotbollsallsvenskan 2011 ist die 87. Spielzeit der höchsten schwedischen Fußballliga Allsvenskan. Gemäß dem Anfang Dezember 2010 veröffentlichten Rahmenterminplan wird die Spielzeit zwischen dem 3. April und 23. Oktober 2011 ausgetragen. Bereits vorzeitig sicherte sich Helsingborgs IF drei Spieltage vor Saisonende den schwedischen Meistertitel, als Supercup- und Pokalsieger 2011 dominierte der Klub die gesamte Spielzeit.

16 Mannschaften spielen in Hin- und Rückspiel an 30. Spieltagen um den Lennart-Johansson-Pokal für den schwedischen Meistertitel sowie um den Einzug in den Europapokal und gegen den Abstieg in die zweitklassige Superettan.

Der Tabellenführer nach dem letzten Spieltag ist schwedischer Landesmeister und nimmt an der Qualifikation zur UEFA Champions League 2012/13 teil. Die zwei dahinter platzierten Mannschaften ziehen neben dem Sieger des Landespokals in die Qualifikation zur UEFA Europa League 2012/13 ein. Die beiden Tabellenletzten steigen direkt in die Superettan ab, der Drittletzte tritt in einer aus Hin- und Rückspiel bestehenden Relegationsrunde gegen den Tabellendritten der zweiten Liga an.

Zu Beginn der Spielzeit fanden sich Vorjahresmeister Malmö FF und Helsingborgs IF, der Vizemeister sowie Pokalsieger, nach vier Erfolgen zum Auftakt wieder an der Tabellenspitze und waren ebenso wie AIK nach vier Spieltagen ungeschlagen, während zeitgleich am Tabellenende IFK Göteborg, Djurgårdens IF, Halmstads BK und Liganeuling Syrianska FC auf den ersten Saisonerfolg warteten. Nachdem der Helsingborgs IF an den folgenden Spieltag seine Spitzenposition trotz der ersten Saisonniederlage am achten Spieltag gegen AIK behauptet hatte, entwickelte sich bis zur Saisonhälfte eine

Bis zur Saisonhalbzeit am 15. Spieltag behauptete Helsingborgs IF mit einer Saisonniederlage die Tabellenspitze, gefolgt von Kalmar FF und IF Elfsborg mit jeweils drei Punkten Rückstand. Als Tabellenvierter überraschte der Gefle IF, der im Vorjahr erst in den Relegationsspielen die Klasse gehalten. Zu Mitte der Spielzeit hatten IFK Göteborg und Djurgårdens IF ihren anfänglichen Negativtrend abgewehrt und sich in den mittleren Tabellenbereich vorgeschoben. Den umgekehrten Weg nahmen Örebro SK und Aufsteiger IFK Norrköping: zu Saisonbeginn noch im oberen Tabellendrittel, rutschten die Klubs nach länger anhaltenden Serien siegloser Spiele in der Tabelle ab. Im hinteren Tabellendrittel kristallisierte sich mit IFK Norrköping, Syrianska FC, Trelleborgs FF und Mjällby AIF ein Quartett im Kampf um den Klassenerhalt heraus, während dahinter Halmstads BK mit einem Sieg und sieben Punkten aus 15 Spielen bereits acht Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz hatte.

Trotz eines Trainerwechsels verpasste Halmstads BK den Anschluss an die Konkurrenz. Bereits drei Spieltage vor Saisonende stand die Mannschaft nach einer 0:1-Heimniederlage durch ein Tor von Abgar Barsom im direkten Duell mit dem vor Spielbeginn ebenfalls auf einem Abstiegsplatz befindlichen Syrianska FC vorzeitig als erster Absteiger fest. Mit einer erneuten Negativserie war Djurgårdens IF abermals in die Nähe der Abstiegsränge, insbesondere da die anderen Konkurrenten punktemäßig den Anschluss an das hintere Mittelfeld geschafft hatten.

Keine 24 Stunden nachdem der erste Absteiger feststand, fiel auch die Entscheidung an der Ligaspitze. Kalmar FF hatte sich zwischenzeitlich aus dem Titelrennen verabschiedet und war im Spitzentrio durch AIK insbesondere aufgrund seines Stürmerduos Ibrahim Teteh Bangura und Mohamed Bangura – beide verließen den Verein jedoch im August während der Sommertransferperiode – ersetzt worden. Während AIK und IF Elfsborg in verschiedenen Spielen Punkte ließen, setzte sich Helsingborgs IF von der Konkurrenz ab. Zwar verlor der Klub das direkte Duell gegen IF Elfsborg am 26. Spieltag, so dass der Abstand sich auf sieben Punkte reduzierte. Am folgenden Spieltag verlor jedoch IF Elfsborg sein Auswärtsspiel bei Mjällby AIF, während der Verein aus Helsingborgs mit einem 3:1-Auswärtssieg bei GAIS den Vorsprung auf bei drei ausstehenden Spielen uneinholbare zehn Punkte erhöhte. Damit gewann die Mannschaft zum siebten Mal den schwedischen Meistertitel. Nachdem die Mannschaft vor Saisonbeginn bereits den Supercup gewonnen hatte, vervollständigte sie zwei Wochen nach Saisonschluss den nationalen Triplegewinn. Im Endspiel um den Landespokal schlug sie durch Tore von Álvaro Santos, May Mahlangu und Christoffer Andersson bei einem Gegentor von Erik Israelsson den Ligakonkurrenten Kalmar FF mit 3:1. Aufgrund des Meisterschaftsgewinns des Gegners ist Kalmar FF dennoch im Europapokal startberechtigt.

Hierunter sind die jeweiligen Tabellenführer je Spieltag abgebildet.

Mehrere durch Fanausschreitungen und den Einsatz von Pyrotechnik durch Ultràs erzwungene Spielabbrüche überschatteten die Spielzeit. Am fünften Spieltag erlebte die Liga dabei ihren ersten Aufreger: Das Spiel Syrianska FC gegen AIK wurde beim Stand von 1:0 für Syrianska in der ersten Halbzeit abgebrochen, nachdem ein Schiedsrichterassistent von einem Böller verletzt wurde. Das Spiel wurde letztlich mit einem 3:0-Erfolg für Syrianska FC gewertet, zudem wurde AIK zu einer Geldstrafe verurteilt. Auch der seinerzeitige Tabellenführer Helsingborgs IF war im Schonen-Derby gegen den Tabellenzweiten Malmö FF am zehnten Spieltag am 24. Mai von einem Spielabbruch betroffen. Direkt nach dem Führungstreffer von Helsingborgs IF durch ein Tor von Rachid Bouaouzan wurde der Torhüter des Klubs Pär Hansson zunächst mit Böllern beschossen, ehe er nach einem Platzsturm von einem Anhänger des Malmö FF attackiert wurde. Auch dieses Spiel wurde mit einem 3:0-Sieg gewertet, so dass Helsingborgs IF wieder an die Tabellenspitze rückte.

Am 30. Juli kam es im Malmöer Swedbank Stadion erneut zu einem Spielabbruch, als Malmö FF am 19. Spieltag Djurgårdens IF empfing. Erneut wurden Feuerwerkskörper gezündet, eine in Richtung des Spielfelds geschossene Rakete traf beinahe einen Fotografen. Da die Täter nicht eindeutig zuzuordnen waren, entschied der Disziplinarausschuss des Verbandes, dass die Partie zu wiederholen sei. Angesichts der Europapokalspiele von Malmö FF erzeugte diese Entscheidung Terminschwierigkeiten, da der Klub im Herbst zudem ein Nachholspiel gegen BK Häcken zu absolvieren hatte und alle Mannschaften – um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden – parallel die Saison beenden sollten. Dies führte letztlich dazu, dass die Mannschaft zwischen dem 13. und 17. Oktober drei Spiele auszutragen hatte – die Nachholspiele am 13. respektive 15., das reguläre Spiel gegen Syrianska FC im Rahmen des 29. Spieltages am 17. Oktober.

Da in Schweden innerhalb des Kalenderjahres gespielt wird, stellt die im November 2010 abgelaufenen Spielzeit die Qualifikation zu den jeweiligen Europapokalwettbewerben dar. Die Anzahl der Teilnehmer und die Runde des Einstiegs bestimmen sich dabei über die UEFA-Fünfjahreswertung, wobei als 28. der Wertung zum relevanten Stichtag der nationale Verband einen Klub als Teilnehmer für die UEFA Champions League und neben dem Pokalsieger zwei weitere Teilnehmer für die UEFA Europa League stellte. Zusätzlich erhielt der Verband ein Startrecht über die Fair-Play-Wertung der UEFA.

Als Meister der Spielzeit 2010 qualifizierte sich Malmö FF entsprechend der Wertung für die 2

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. Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2011/12. Dort setzte sich die Mannschaft gegen den Färöer Meister HB Tórshavn mit einem 2:0-Heimerfolg und einem 1:1-Unentschieden durch. Anschließend traf der Klub auf die Glasgow Rangers und entschied das Hinspiel im Ibrox Stadium durch ein Tor von Daniel Larsson mit einem 1:0-Sieg für sich. Nach einem hart umkämpften Rückspiel – zwei Spieler wurden Tätlichkeiten sowie einer nach wiederholtem Foulspiel des Feldes verwiesen – stieg der schwedische Meister Dank eines 1:1-Unentschiedens in die Play-Off-Runde auf. Dort traf er auf den kroatischen Vertreter Dinamo Zagreb. Nach einer 4:1-Auswärtsniederlage im Hinspiel nahezu chancenlos, brachten Tore von Wilton Figueiredo und Pontus Jansson zwar kurzzeitig erneut Spannung auf, der 2:0-Erfolg war jedoch letztlich zu wenig zum Erreichen der Gruppenphase der Champions League. Damit war die Mannschaft allerdings für die UEFA Europa League 2011/12 qualifiziert, wo sie – aus dem vierten Topf gezogen – in eine Gruppe mit AZ Alkmaar, Metalist Charkiw und dem FK Austria Wien gelost wurde.

Der Vorjahresvierte IF Elfsborg und Fair-Play-Wertungs-Dritter BK Häcken mussten bereits in der 1. Qualifikationsrunde der UEFA Europa League 2011/12 antreten, setzten sich aber gegen die jeweils Luxemburger Mannschaften CS Fola Esch respektive UN Käerjéng 97 mit teils deutlichen Siegen durch. In der 2. Qualifikationsrunde stieß Örebro SK hinzu, schied aber gegen den bosnischen Vertreter FK Sarajevo aus. Hierbei sorgte Kushtrim Lushtaku für Schlagzeilen, als ihm am 20. Juli die Anreise zum Auswärtsspiel aufgrund seiner kosovarischen Staatsbürgerschaft verwehrt wurde. Die beiden anderen Mannschaften waren hingegen weiters erfolgreich, IFE bezwang Sūduva Marijampolė aus Litauen und BK Häcken schaltete mit zwei Siegen den finnischen Klub FC Honka aus. Als amtierender Pokalsieger trat der Vizemeister Helsingborgs IF in der 3. Qualifikationsrunde in Erscheinung, trotz eines verlorenen Hinspiels gegen Bne Jehuda Tel Aviv erreichte die Mannschaft die Play-Off-Runde. Dort war sie jedoch alleiniger schwedischer Vertreter: Nachdem IF Elfsborg das Hinspiel gegen Aalesunds FK mit einer 0:4-Auswärtsniederlage beendet hatte, war ein 1:1-Unentschieden im Rückspiel zu wenig, BK Häcken konnte zwar das Rückspiel gegen Nacional Funchal mit 2:1 gewinnen, hatte das Hinspiel mit einer 0:3-Niederlage ähnlich hoch verloren. Der seinerzeitige Tabellenführer der Allsvenskan bekam es in den Play-Off-Spielen mit dem belgischen Klub Standard Lüttich zu tun. Dieser erwies sich als zu stark und stieg nach zwei Siegen in die Gruppenphase auf, so dass Malmö FF als Verlierer der Champions-League-Play-Offs als einziger schwedischer Vertreter die Hauptrunde eines Europapokals erreichte.

Bereits wenige Tage nach Abschluss der Vorsaison kam es im November 2010 zu einer Veränderung auf der Trainerbank in der Allsvenskan. Am 10. November trennte sich AIK vom erst im Juni des Jahres verpflichteten Schotten Alex Miller, unter dessen Leitung der Meister von 2009 den Klassenerhalt als Tabellenelfter geschafft hatte. Nach einmonatiger Suche und Diskussionen über einen geeigneten Nachfolger erkor der Klub Mitte Dezember den vormaligen Spieler und Assistenztrainer Andreas Alm zum neuen Trainer, der einen bis Ende 2013 gültigen Kontrakt unterzeichnete. Wenige Wochen später präsentierte auch der Ligakonkurrent Halmstads BK einen neuen Trainer, nachdem Lars Jacobsson entlassen worden war. Der Klub verpflichtete den Spanier Josep Clotet Ruiz, der vorher als Assistenztrainer mit dem Malmö FF den schwedischen Meistertitel gewonnen hatte. Auch beim Aufsteiger IFK Norrköping veränderte sich die Zuständigkeit, nachdem der auslaufende Vertrag von Göran Bergort nicht verlängert worden war. Am 1. Dezember präsentierte der Klub Jan Andersson als neuen Übungsleiter, der eine Managerrolle nach englischem Vorbild übernahm.

Den ersten Trainerwechsel in der laufenden Spielzeit vollzog der Stockholmer Verein Djurgårdens IF am 3. Mai des Jahres. Nachdem die Mannschaft sieglos nach sechs Spieltagen mit einem Punkt am Tabellenende stand, veränderte die Vereinsleitung einige Zuständigkeiten im sportlichen Bereich. In diesem Zusammenhang trennte sich der Klub von Lennart Wass und übergab die Verantwortung an Magnus Pehrsson, der ebenfalls eine Managerrolle nach englischem Vorbild einnahm. Am Ende des Monats übernahm Rikard Norling das Traineramt beim amtierenden Meister Malmö FF, nachdem der dänische Meister FC Kopenhagen den bisherigen Trainer Roland Nilsson als Nachfolger des nach Deutschland abgewanderten Ståle Solbakken verpflichtet hatte. Am 5. Juli folgte der als Tabellenletzter ebenfalls in eine sportliche Misere geratene Halmstads BK, dem bis zur Saisonhalbzeit lediglich ein Saisonsieg gelungen war, und ersetzte den erst zu Saisonbeginn verpflichteten Josep Clotet Ruiz durch Jens Gustafsson.

Im weiteren Saisonverlauf kam es zu keinen weiteren Trainerwechseln. Im September kündigte IFK Göteborg jedoch an, die zum Jahresende auslaufenden Verträge von Stefan Rehn und Jonas Olsson nicht zu verlängern, und präsentierte kurze Zeit später mit Mikael Stahre einen Nachfolger. Dieser hatte mit AIK 2009 das Double aus Meistertitel und Pokalsieg gewonnen, sein anschließender Auslandsaufenthalt beim griechischen Erstligisten Panionios Athen war jedoch erfolglos geblieben und er nach seiner dortigen Entlassung im Oktober 2010 ohne Trainerposten gewesen.

Direkt nach Saisonschluss trat Tom Prahl von seinem Engagement beim Trelleborgs FF zurück, nachdem der Verein unter seiner Leitung den Klassenerhalt verpasst hatte, und beendete seine Trainerkarriere. Sein bisheriger Assistent Alf Westerberg übernahm wenige Tage später den vakanten Posten.

Eine Woche später verkündete auch Magnus Haglund seinen Abschied als Cheftrainer beim IF Elfsborg, dessen Mannschaft er acht Jahre lang betreut und in der Spielzeit 2006 zum Meistertitel geführt hatte.

Stand: Saisonende 23. Oktober 2011

Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Die Einteilung folgt der Platzierung des Vorjahres.

Das Hinspiel in der Relegation fand am 27. Oktober in Ängelholm statt, als Ängelholms FF als Tabellendritter der Zweitligaspielzeit im heimischen Änglavallen Syrianska FC empfing. Der Erstligist ging kurz nach der Halbzeitpause durch Peter Ijeh in Führung, Treffer von Sebastian Andersson und Johan Blomberg wendeten das Spiel jedoch zu Gunsten des Gastgebers. Das Rückspiel drei Tage später verlief dramatisch: Zunächst hatte Abgar Barsom den Syrianska FC in Führung gebracht, ehe erneut Sebastian Andersson für den Zweitligisten ausglich. Johan Arneng schoss den Erstligisten in der 66. Spielminute abermals in Front, der ab der 81. Minute nach einem Platzverweis gegen Marcus Lindberg in Überzahl agierte. Kurz vor Schluss der Nachspielzeit verlängerte ÄFF-Defensivspieler David Bennhage eine Flanke ins eigene Tor, so dass die Entscheidung zu Gunsten des Klassenerhalts von Syanska FC gefallen war.

Stand: Saisonende 2. Oktober 2011; kursiv hervorgehobene Spieler haben die Liga im Saisonverlauf durch einen Vereinswechsel verlassen

1924/25 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/29 | 1929/30 | 1930/31 | 1931/32 | 1932/33 | 1933/34 | 1934/35 | 1935/36 | 1936/37 | 1937/38 | 1938/39 | 1939/40 | 1940/41 | 1941/42 | 1942/43 | 1943/44 | 1944/45 | 1945/46 | 1946/47 | 1947/48 | 1948/49 | 1949/50 | 1950/51 | 1951/52 | 1952/53 | 1953/54 | 1954/55 | 1955/56 | 1956/57 | 1957/58 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016

Kontinentale Pokalwettbewerbe: Champions League | Europa League

Landesmeisterschaften: Albanien | Andorra | Armenien | Aserbaidschan | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | England | Estland | Färöer | Finnland | Frankreich | Georgien | Gibraltar | Griechenland | Irland | Island | Israel | Italien | Kasachstan | Kroatien | Lettland | Litauen | Luxemburg | Malta | Mazedonien | Moldawien | Montenegro | Niederlande | Nordirland | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | San Marino | Schottland | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Wales | Weißrussland | Zypern

Nicht-UEFA-Mitglieder: Kosovo

ATP Challenger Surbiton

Das ATP Challenger Surbiton (offizieller Name: „AEGON Surbiton Trophy“) ist ein Tennisturnier in Surbiton, das 2015 zum ersten Mal ausgetragen wird. Es ist Teil der ATP Challenger Tour und wird auf Rasen ausgetragen.

Adelaide | Ağrı | Aix-en-Provence | Alphen aan den Rijn | Andria | Anning | Aptos | Arad | Astana | Astana | Bangalore | Bangkok | Bangkok | Bangkok | Banja Luka | Barranquilla | Båstad | Batman | Bergamo | Biella | Binghamton | Blois | Bogotá | Bordeaux | Brașov | Bratislava | Braunschweig | Brescia | Breslau | Brest | Bucaramanga | Buenos Aires | Buenos Aires | Burnie | Busan | Cali | Cali | Caltanissetta | Campinas | Canberra | Cary | Casablanca | Casablanca | Champaign | Charlottesville | Chengdu | Chennai | Cherbourg | Chitré | Columbus | Como | Cordenons | Córdoba | Corrientes | Cortina d’Ampezzo | Dallas | Drummondville | Eckental | Eskişehir | Fairfield | Fano | Fargʻona | Fürth | Gatineau | Genf | Genua | Gimcheon | Glasgow | Granby | Guadalajara | Guayaquil | Guimarães | Gwangju | Happy Valley | Heilbronn | Heilbronn | Helsinki | Ho-Chi-Minh-Stadt | Hongkong | Hua Hin | Ilkley | Indore | Irving | Istanbul | Istanbul | Itajaí | Izmir | Johannesburg | Jönköping | Kalkutta | Kaohsiung | Kasan | Kasan | Kenitra | Knoxville | Kōbe | Košice | Kunming | Kyōto | La Réunion | Las Vegas | Launceston | Le Gosier | León | Lexington | Liberec | Lima | Lyon | Mailand | Manchester | Manila | Manta | Marburg | Maui | Medellín | Meerbusch | Meknès | Melbourne | Mendoza | Mersin | Mestre | Mexiko-Stadt | Mohammedia | Mons | Monterrey | Montevideo | Morelos | Moskau | Mouilleron-le-Captif | Nanchang | Nanjing&nbsp

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Ehemalige Turniere der ATP Challenger Tour:
Aachen | Aguascalientes | Alessandria | Aschaffenburg | Athen | Barcelona | Barcelona | Barletta | Bath | Belém | Belo Horizonte | Bercuit | Caloundra | Campos do Jordão | Courmayeur | Cremona | Dallas | San Sebastián | Dortmund | Dresden | Düsseldorf | Eisenach | Florianópolis | Freudenstadt | Guangzhou | Hamburg | Karlsruhe | Lermontow | Ljubljana | Loughborough | Lübeck | Lugano | Madrid | Magdeburg | Manerbio | Marbella | Marrakesch | Mönchengladbach | Montevideo | Monza | Ningbo | Palermo | Pensa | Pingguo | Pozoblanco | Rabat | Recife | Recife | Rijeka | Salzburg | San José | Santiago de Chile | São Leopoldo | Saransk | Singapur | Sopot | Sylt | Trani | Tulsa | Ulm | Villa Allende | Weiden | Wolfsburg | Wuhan | Zagreb | Zell

Amphipyra effusa

Amphipyra effusa

Amphipyra effusa ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae).

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 41 bis 48 Millimetern. Die Vorderflügel sind hellbraun oder ockerbraun gefärbt. Quer- und Wellenlinien sind deutlich sichtbar. Zwischen Ring- und Nierenmakel befindet sich ein auffälliges, nahezu rechteckiges dunkles Feld, das abgeschrägt bis zum Vorderrand reicht. Weitere, kleinere dunkle Zeichen sind am Costalrand sowie nahe am Innenwinkel zu erkennen. Die Hinterflügel sind zeichnungslos graubraun.

Ausgewachsene Raupen haben eine grüne Färbung mit einer dünnen weißen Rückenlinie sowie breiten weißen Seitenstreifen.

Die gelbbraune Puppe zeigt zwei Spitzen sowie einige divergierende Borsten am Kremaster.

Bei Amphipyra effusa handelt es sich um eine mediterran-asiatische Art. Im deutschsprachigen Raum ist die Art nicht heimisch mcm taschen sale. Sie bevorzugt offene Waldgebiete, Lichtungen und buschige Waldränder.

Die Falter sind nachtaktiv und fliegen auch künstliche Lichtquellen sowie Köder an. Sie haben mit einem Erscheinen von Mai bis September eine außergewöhnlich lange Flugzeit. Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Pflanzen z.B. von Steckenkraut- (Ferula), Heidekraut- (Erica), Geißklee- (Cytisus) und Zistrosenarten (Cistus)

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. Die Art überwintert als Raupe.

Rondorf

Der Stadtteil Rondorf liegt im Süden der Stadt Köln im Stadtbezirk Rodenkirchen.

Rondorf grenzt im Osten an Rodenkirchen und Hahnwald, im Süden an Immendorf und Meschenich, im Westen an Hürth und im Norden mit der Bundesautobahn 4 an Zollstock und Raderthal.

Zu Rondorf gehören ebenfalls die Dörfer Hochkirchen, Höningen, Konraderhöhe und ein Teil von Giesdorf (Giesdorfer Höfe).

Die erste historische Erwähnung als „Rumenthorp“ entstammt dem Jahre 941. Im Mittelalter gehörte die Ansiedlung dem Kölngau an und kam in seiner späteren Zeit als Rondorf zum Amt Brühl im Kurfürstentum Köln. 1794 besetzten französische Revolutionstruppen den Ort. In napoleonischer Zeit wurde die gleichnamige Mairie Rondorf nach dem Ort in ihrem Zentrum benannt und gehörte zum Kanton Brühl im Arrondissement Cologne des Département de la Roer. 1815 entstand daraus die Bürgermeisterei Rondorf im Landkreis Köln. 1888 wurden die Orte Bayenthal, Klettenberg, Marienburg, Raderberg, Raderthal und Zollstock aus der Gemeinde Rondorf ausgegliedert und in die Stadt Köln eingemeindet. In der Gemeinde verblieben die Orte Godorf, Immendorf, Meschenich, Rodenkirchen, Rondorf, Sürth und Weiß.

1961 wurde die Gemeinde Rondorf in „Gemeinde Rodenkirchen“ umbenannt und 1975 nach Köln eingemeindet

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. Ein Großteil der Bebauung entstammt den 1930er Jahren und der Nachkriegszeit.

Rondorf liegt in unmittelbarer Nähe zur A555 sowie zum Kreuz Köln Süd. Des Weiteren ist Rondorf durch Landstraßen mit Immendorf, Meschenich, Hürth, Raderthal und Rodenkirchen verbunden.

Zudem bestehen zwei Buslinien, die Rondorf mit dem öffentlichen Personennahverkehr verknüpfen. Eine direkte Verbindung ins Kölner Stadtzentrum besteht mit der Linie 132 über Marienburg, Bayenthal und die Südstadt. Die Linie 131 Verbindet Rondorf zudem mit Zollstock und Sülz sowie Rodenkirchen.

Außerdem ist geplant in einer vierten Ausbaustufe der Nord-Süd-Stadtbahn die Stadtbahnlinie 5 über Rondorf bis nach Meschenich zu verlängern.

Die 1900 im neugotischen Stil errichtete Kirche „Heilige Drei Könige“, durch einen Turm 1957 erweitert, wird mittlerweile nicht mehr als Gotteshaus genutzt. Sie wurde 1987 profaniert und zu einem Architekturbüro umgebaut. Während das Kirchenschiff nicht nur als Büro-, sondern auch als Ausstellungsraum und Konzertsaal genutzt wird, leben die Architekten mit ihren Familien im Turm der ehemaligen Kirche.

Der SC Rondorf 1912 e. V. ist der ortsansässige Fußballverein. Der Verein wurde 1912 als „Radsport-Club Rheingold Rondorf“ gegründet und 1929 in Sport-Club Rondorf umgewandelt. Als größte Erfolge gelten die Teilnahme am Spielbetrieb in der Bezirksliga von 1976 bis 1980 und die Siege im Kreispokal 1974 und 1976. Der SC Rondorf engagiert sich ganz besonders im Jugendbereich und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Betreuung der Jugendlichen von Rondorf und Hochkirchen.

Jedes Jahr wird ein Turnier unter dem Motto „Ganz Rondorf spielt Fußball“ ausgetragen, bei dem verschiedene Hobbymannschaften aus Rondorf und Umgebung gegeneinander antreten. Ziel dabei ist es, das Zusammenwachsen der Stadtteilbevölkerung zu fördern und dabei u.a. auch den Neubürgern das Einleben in die Dorfgemeinschaft zu erleichtern.

Rondorf verfügt mit der Anne-Frank-Schule über eine Grundschule in Öffentlicher Trägerschaft

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, die nach Anne Frank benannt wurde. Seit dem Schuljahr 2011/12 werden im Rahmen des Offenen Ganztags 245 Betreuungsplätze angeboten. Neben dem Förderverein und der Schulpflegschaft gibt es auch ein Schülerparlament, in dem die Schüler(innen) der Anne-Frank-Schule aktiv an der Gestaltung ihres Schullebens teilnehmen können. Weiterführende Schulen liegen in benachbarten Stadtteilen.

Für Kinder im Vorschulalter stehen mit der Integrativen Städtischen Tageseinrichtung für Kinder, der Kindertagesstätte Adlerstraße, der Katholischen Kindertagesstätte Hl. Drei Könige und der Kita HdF-Pünktchen (nur U3) insgesamt 4 Einrichtung zur Betreuung zur Verfügung.

Bayenthal | Godorf | Hahnwald | Immendorf | Marienburg | Meschenich | Raderberg | Raderthal | Rodenkirchen | Rondorf | Sürth | Weiß | Zollstock

Alte Maße und Gewichte (Baden)

Alte Maße und Gewichte in den Gebieten der Markgrafschaft Baden und im Großherzogtum Baden bis zur Einführung des metrischen Systems zum 1. Januar 1872

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.

Im Rahmen der territorialen Neugliederung am Oberrhein Anfang des 19. Jahrhunderts unterlag die Markgrafschaft Baden erheblichen Gebietsveränderungen, die in Summe sowohl die Landesfläche als auch die Einwohnerschaft des nunmehrigen Großherzogtums auf etwa das Vierfache anschwellen ließen. Die Erwerbe betrafen große Gebiete wie etwa die Kurpfalz und den Breisgau

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, aber auch kleine und kleinste Herrschaften, in denen oft eigene Maß- und Gewichtssysteme galten. So bestanden etwa 60 verschiedene Flächenmaße innerhalb des Staates. Verstärkt wurde der Effekt noch dadurch, dass bereits in der alten Markgrafschaft regional unterschiedliche Maßgrößen verwendet wurden, die selbst an einem Ort nicht einheitlich waren. So galten z. B. in Karlsruhe zwei verschiedene Weinmaße. Es wurden aber auch die davon unterschiedlichen zwei Weinmaße der Nachbarstadt Durlach verwendet.

Eine Reform war notwendig! Diese musste sich wegen der Mitgliedschaft Badens im von Frankreich dominierten Rheinbund an dessen System anlehnen. Frankreich hatte nach der Revolution versucht, das metrische System einzuführen, was jedoch auf massiven Widerstand im Land gestoßen war.

Mit der Vereinheitlichung der Maße und Gewichte in Baden wurde der Geodät Michael Friedrich Wild beauftragt. Er legte 1809 einen umfangreichen Bericht über seine Nachforschungen und seinen Vorschlag vor. Wild schlug ein System vor, welches die traditionellen Einheiten in ihrer Größe ein wenig veränderte und auch ihre Namen beibehielt. Die neuen Größen wählte er so, dass zu den metrischen Einheiten einfache Umrechnungsfaktoren bestanden und möglichst viele Einheiten durch Dezimaleinteilung voneinander abhingen. In allen Bereichen mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen gehen Wilds Ausführungen sehr ins Detail. Man muss bedenken, dass damals Abgaben, Pachtzinse, und Ähnliches zum Teil noch in Naturalien erbracht wurden. Die Änderung der Einheiten hatte also spürbare Auswirkungen auf die Rechtsverhältnisse.

Wilds Vorschläge fanden 1810 Niederschlag in einer Verordnung, die bezüglich der Definition der Einheiten genau ist, aber keinen Zeitpunkt für die Einführung nannte. Es handelte sich eher um eine Absichtserklärung. 1812 erließ das napoleonische Frankreich ein Gesetz über die Mesures usuelles, welches dort neben den metrischen Einheiten die Nutzung traditioneller Einheiten zuließ, die ähnlich wie zuvor in Baden an das metrische System angenähert waren. Selbst nach 20 Jahren war es Frankreich nicht gelungen, das neue System zu etablieren.

Offenbar gab es auch in Baden erheblichen Widerstand gegen die Wildschen Einheiten. Unter den vielen Aufgaben, die die Verwaltung im neuen Staatswesen zu bewältigen hatte, war die Schaffung eines neuen Eichwesens vermutlich von geringerer Priorität. Dennoch erstaunt es, dass es erst 1828 wieder zu nennenswerten Anstrengungen seitens der Regierung gekommen ist, die schließlich am 7. August 1829 zur Schaffung einer Eichordnung und damit zur Grundlage für die Einführung der Maße und Gewichte gemäß dem Wildschen Vorschlag geführt haben. Die bis dahin weiterhin benutzten regional unterschiedlichen Einheiten wurden abgeschafft und die Verordnung von 1810 faktisch umgesetzt.

Wie zuvor bereits der Norddeutsche Bund 1868 führte Baden mit Gesetz vom 24. November 1869 das metrische Maß- und Gewichtssystem ein. Zum Stichtag 1. Januar 1872 wurden die Einheiten von 1810/29 abgeschafft und die neuen gültig. Die weitere Angleichung an das Reichsgesetz erfolgte mit Bekanntmachung vom 8. November 1871.

1 Meile = 2 Wegstunden

1 Ruthe = 10/6 Klafter = 5 Ellen = 10 Fuß = 100 Zoll = 1000 Linien = 10.000 Punkt

1 Morgen = 4 Viertel = 100009 Quadratklafter = 10000 Quadratellen

1 Viertel = 10 Riemruten = 100 Quadratruten = 10000 Quadratfuß = 1

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.000.000 Quadratzoll = 100 Mio. Quadratlinien

1 Kubikschuh = 6 Klafter = 72 Balkenruten = 864 Kubikfuß

1 Kubikrute = 125 Kubikellen = 1000 Kubikfuß = 1.000.000 Kubikzoll

1 Zuber = 10 Malter = 100 Sester = 1000 Meßlein = 10000 Becher

1 Fuder = 1,25 Stückfaß = 2,5 Zulast = 10 Ohm = 100 Stützen = 1000 Maß = 1500 Liter = 4000 Schoppen = 10000 Glas

1 Pfund = 4 Vierlinge = 10 Zehnlinge = 16 Unzen

1 Zehnling = 10 Centas = 100 Dekas = 1000 As

1 Unze = 2 Loth = 8 Quint = 24 Skrupel

1 Quint = 3 Skrupel = 64 Gran

1 Gran = 4 Gränchen = 16 Richtteile

Johann Georg Heck

Johann Georg Heck (* 1795 in Straßburg; † 20

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. November 1857 in Leipzig) war ein deutscher Verlagskaufmann, Lithograf, Kartograf, Geograf und Autor. Bekannt geworden ist er durch sein Werk Bilder-Atlas zum Conversations-Lexikon. Ikonographische Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, das neben Meyer’s Universum zu den umfangreichsten deutschsprachigen Ansichtswerken des 19. Jahrhunderts zählt.

Heck kam als Sohn von Johann Georg Heck senior und seiner Frau Maria Salome Höger in Straßburg zur Welt. Nach seinem Ausscheiden als Leiter der lithographischen Abteilung des vom Verleger Bartholomä Herder gegründeten Freiburger Kunstinstituts im Jahr 1828, war er ab 1830 als Angestellter einer deutsch-französischen Buchhandlung in Paris tätig. 1833 wurde er Geschäftsführer der neu eröffneten Pariser Filiale des Verlags Herder & Cie, die bis zur Aufgabe 1840 bestand. Im November 1834 heiratete er Johanna Herder (1803–1887), die Tochter von Bartholomä Herder.

1830 erschien das Werk Atlas géographique, astronomique et historique servant à l’intelligence de l’histoire ancienne, du moyen âge et moderne et à la lecture des voyages les plus recens, 1838 publizierte er mit Léon Plée den Atlas des familles. La France géographique, industrielle et historique.

1844 begann er mit seinem zehnteiligen Werk Bilder-Atlas zum Conversations-Lexikon. Ikonographische Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, das zwischen 1849 und 1851 in der Leipziger Zweigstelle des Verlagshauses F. A. Brockhaus als Ergänzung zum Conversations-Lexicon oder enzyklopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände erschien. Die 500 Tafeln wurden im Stahlstich angefertigt, das Werk enthält insgesamt über 12000 Abbildungen. Im ersten Teil beschäftigte er sich mit Mathematik sowie Naturwissenschaften und publizierte u

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.a. die wissenschaftliche Erstbeschreibung zu den Dolchstichtauben (Gallicolumba), die er als Blutfleckige Tauben bezeichnete (Gallicolumba cruenta, heute Gallicolumba luzonica). Im zweiten Teil ging es um die Geographie, im dritten um Geschichte und Völkerkunde, im vierten um die Völkerkunde der Gegenwart, im fünften um das Kriegswesen, im sechsten um den Schiffsbau und das Seewesen mcm taschen sale, im siebten um die Geschichte der Baukunst, im achten um Religion und Cultus, im neunten um Schöne Künste und im zehnten um die Gewerbswissenschaft (Technologie). 1851 gab Spencer Fullerton Baird unter dem Titel Iconographic Encyclopedia of Science, Literature and Art eine englischsprachige Ausgabe in vier Bänden in den Vereinigten Staaten heraus.

Heck veröffentlichte auch weitere Landkarten, so 1851 eine Karte von London und seiner Umgebung, 1852 eine Karte der Schweiz.

Swissôtel The Stamford

Das Swissôtel The Stamford in der Innenstadt von Singapur ist mit einer Höhe von 226 Meter und 73 Stockwerken das höchste Hotel Südostasiens und das vierthöchste Hotel der Welt (Stand Ende 2008). Es ist das siebthöchste Gebäude in Singapur und befindet sich über der Cityhall MRT Metrostation im Raffles City Komplex. Das Hotel hat 1.263 Zimmer, mehr als alle anderen Hotels in Singapur.

Bei seiner Eröffnung 1986 trug es den Namen Westin Stamford und war das höchste Hotel der Welt. Im Jahr 2001 wurde es zusammen mit seinem Schwesterhotel Fairmont Singapur (früher Raffles The Plaza), welches sich im gleichen Komplex befindet, renoviert.

Seit einem Managementwechsel im Jahr 2001 werden die ursprünglich von Starwood Hotels and Resorts verwalteten Hotels heute von Raffles International betrieben. Seit 2006 wurde die Servicezone im Untergrund des Hotels zu einer Shoppingmall mit heute rund 50 zusätzlichen Shops in Raffles City verwandelt, auch bekannt als Raffles Marketplace.

Die Food and Beverage Outlets vom Swissôtel The Stamford und Fairmont Singapur werden beide vom selben Management betrieben. Im Equinox Complex zwischen dem 69. und 71. Stockwerk befinden sich diverse Bars und Restaurants.

Das Swissôtel The Stamford ist auch bekannt für seine Konferenzräumlichkeiten, in welchen zum Beispiel die 117. IOC Session im Jahr 2005 durchgeführt wurde. Spätestens seit dem ersten Großen Preis von Singapur im September 2008 gehört das Hotel auch zur ersten Wahl für Formel-1-Teams vor und während des Grandprix; das Hotel liegt direkt am Marina Bay Street Circuit.

Seit 1987 findet im Swissôtel alljährlich der Vertical Marathon statt. Dabei gilt es, die 1.336 Treppenstufen bis in das 73. Stockwerk innerhalb kürzester Zeit zu bezwingen. Der Rekord aus dem Jahr 2008 liegt bei 6 Minuten 52 Sekunden

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Lobby

Equinox Complex

Aussicht vom 70. Stock auf die Skyline

Koordinaten:

Bayreuther Festspiele

Die Bayreuther Festspiele oder Richard-Wagner-Festspiele sind ein Musiktheaterfestival, das den zehn letzten Opern Richard Wagners (1813–1883) gewidmet ist. Das Festival findet seit 1876 mit Unterbrechungen, seit 1951 alljährlich statt, im eigens dafür vom Komponisten gemeinsam mit dem Architekten Otto Brückwald (1841–1917) geschaffenen Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth. Die Festspiele dauern in der Regel vom 25. Juli bis 28. August. Leiterin ist Katharina Wagner.

Richard Wagner wünschte sich ein Theater, an dem er als Komponist, Textdichter, Dramaturg und Intendant seine Vorstellungen vom Gesamtkunstwerk verwirklichen konnte. Dieses sollte sich abseits der Metropolen – ohne Ablenkung und ohne die Kompromisse eines Repertoirebetriebs – voll und ganz der Darbietung seiner Werke widmen können. 1871 entschied er sich für Bayreuth als Standort. Zur Finanzierung der von ihm auf 300.000 Taler geschätzten Kosten für den Bau eines Festspielhauses und die erste Saison gründete er einen Patronatsverein, der unter der Leitung von Marie Gräfin von Schleinitz, einer Freundin von Wagners Frau Cosima Wagner, Anteilsscheine für jeweils 300 Taler ausgab. Der Käufer erhielt einen Sitzplatz für drei zyklische Aufführungen des „Ring“. Dies gilt als Erfindung des Fundraisings. Weitere Vereine gründeten sich in verschiedenen deutschen Städten. Jedoch konnten bis Frühjahr 1873 nur 340 Patronatsscheine abgegeben werden. Das Richtfest des Festspielhauses fand im Oktober 1873 statt, ohne dass die Finanzierung gesichert war. Anfang 1874 drohte die Einstellung des Baus wegen fehlender Finanzmittel, woraufhin König Ludwig II. von Bayern aus freundschaftlicher Verbundenheit mit Wagner ein Darlehen über 100.000 Taler aus seinem Privatvermögen zur Verfügung stellte.

Die Inszenierungen hielten sich bis zum Zweiten Weltkrieg weitgehend an die Regieanweisungen im Originaltext und prägten eine Aufführungspraxis, die auch auf andere Opernhäuser stilbildend wirkte.

Die Auswertung der Archive ergab, dass, wie auch in anderen Opernhäusern Juden im laufenden Theaterbetrieb diskriminiert wurden. „Aber der erbittert judenfeindliche ideologische Rahmen, den Wagner selbst, seine Frau Cosima oder ihr Schwiegersohn Houston Stewart Chamberlain lieferten, den gab es woanders nicht. Dieses klare jüdische Feindbild gab es nur in Bayreuth,“ fasste Hannes Heer 2012 seine Forschung zusammen. Dennoch traten viele bedeutende jüdische Künstler regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen auf, etwa der Münchner Hofkapellmeister Hermann Levi als Dirigent der Parsifal-Uraufführung 1882, an dem sowohl Wagner wie König Ludwig II. gegen Anfeindungen von anderer Seite bestanden, oder der österreichisch-amerikanische Bassbariton Friedrich Schorr. Schorr war von 1925 bis 1931 als Wotan, Hans Sachs und Fliegender Holländer engagiert. Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verband Richard Wagner zudem mit dem deutsch-jüdischen Opernimpresario Angelo Neumann, der Wagners „Ring“-Inszenierung von 1876 in den Originalkulissen der Bayreuther Festspiele auf Theatertourneen durch ganz Europa bekannt machte.

Die ersten Festspiele begannen am 13. August 1876; sie boten die Uraufführung des kompletten Rings des Nibelungen an drei Tagen und einem Vorabend. Zu den Gästen gehörten Franz Liszt, Anton Bruckner, Karl Klindworth, Camille Saint-Saëns, Peter Tschaikowski, Edvard Grieg, Lew Tolstoi, Paul Lindau, Friedrich Nietzsche und Gottfried Semper, ferner Kaiser Wilhelm I., Kaiser Pedro II. von Brasilien und König Karl von Württemberg. König Ludwig II. hatte vom 6. bis zum 9. August die Generalproben besucht und kam zum dritten und letzten Aufführungszyklus nochmals nach Bayreuth, wobei er sich allen öffentlichen Huldigungen entzog

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Der künstlerische Erfolg der Aufführungen wurde durch einige bühnentechnische Pannen beeinträchtigt. Wegen des finanziellen Misserfolgs – es verblieben Schulden in Höhe von 148.000 Mark – konnten die nächsten Festspiele erst 1882 (mit der Uraufführung von Parsifal) durchgeführt werden. Wagner beabsichtigte, wie er in einem Brief an Ludwig II. schrieb, nach und nach alle seine Werke im Festspielhaus „in der Weise aufzuführen, dass diese Aufführungen als Muster der Korrektheit meiner nächsten Nachwelt überliefert werden können“. Wenige Monate darauf starb Wagner. Bis kurz vor seinem Tod trug er sich mit dem Gedanken, Tannhäuser und den Fliegenden Holländer umzuarbeiten, um sie „bayreuthwürdig“ zu machen. Eine Aufführung seiner Frühwerke (Das Liebesverbot, Die Feen, Rienzi) untersagte er zwar nicht, bekundete aber auch kein Interesse daran. Bis heute ist es in Bayreuth üblich, nur die zehn Hauptwerke von Holländer bis Parsifal zu spielen.

Wagner hatte keinen Nachfolger für die Leitung der Festspiele bestimmt. Nach seinem überraschenden Tod wurden sie von seiner Witwe Cosima fortgeführt und fanden zunächst unregelmäßig statt. Immer wieder musste aus wirtschaftlichen Gründen – der Festspielbetrieb war ein reines Privatunternehmen der Familie Wagner – ein Jahr pausiert werden, um finanzielle Engpässe zu überwinden. Auch war die Publikumsnachfrage nicht immer ausreichend, teilweise wurde vor nur mäßig gefülltem Haus gespielt. Nach Wagners Tod 1883 hatte Adolf von Groß, ein Freund der Familie Wagner, die Finanzverwaltung übernommen und eine „strikte Ausgabendisziplin“ eingeführt. So konnten die Festspiele allmählich finanziell gesichert werden. Die Kredite aus dem Privatvermögen des bayerischen Königshauses wurden von der Familie Wagner noch bis 1906 zurückgezahlt.

Die Festspiele selbst entwickelten sich im Wechsel zwischen künstlerischer Stagnation und Innovation. Cosima Wagner, die ab 1886 selbst Regie führte, hatte eine strenge Vorstellung von Werktreue. 1908 übergab sie auf dringenden Rat ihrer Ärzte die Leitung der Festspiele ihrem Sohn Siegfried Wagner, der schrittweise eine Modernisierung der Aufführungen ermöglichte. Der Erste Weltkrieg erzwang 1914 einen Abbruch der laufenden Saison; die Rückerstattung gelöster Karten verursachte ein hohes Defizit, so dass erst 1924 wieder Festspiele durchgeführt werden konnten. 1921 nahm eine neue Deutsche Festspiel-Stiftung mehr als 5 Millionen Mark aus dem Verkauf von Patronatsscheinen ein. Die Inflation der Jahre 1921/22 entwertete dieses Vermögen jedoch, so dass erst nach zehnjähriger Pause, am 22. Juli 1924, die Festspiele unter Leitung von Siegfried Wagner wieder eröffnet werden konnten. Die Meistersinger-Premiere geriet zu einer unverhohlen nationalistischen Veranstaltung; unter den Gästen waren Erich Ludendorff und Heinrich Claß. Der Schlussapplaus nach dem 3. Akt mündete in das vom Publikum stehend gesungene Deutschlandlied. Die Festspielleitung sah sich dadurch zu einem Aufruf genötigt, dass solche Bekundungen zu unterbleiben haben.

In seinem Testament von 1929 legte Siegfried Wagner fest, dass die Festspiele dauerhaft in der Verantwortung der Familie Wagner liegen sollen und nur Werke Richard Wagners in Bayreuth aufgeführt werden dürfen. Würden diese Auflagen nicht erfüllt, fällt das Festspielhaus an die Stadt Bayreuth, die ihrerseits an diese Auflagen gebunden wäre. Ob die Verfügung bezüglich des Ausschlusses anderer Werke noch bindend ist, wurde wiederholt diskutiert.

Problematisch waren auch die Festspiele zu Anfang der 1930er-Jahre: 1930 starb Siegfried Wagner erst 61-jährig an einem während der Probenzeit erlittenen Herzinfarkt, die Festspiele wurden von seiner Witwe Winifred Wagner übernommen. Auch zwischen dem neuen Dirigenten Arturo Toscanini und den beiden anderen Dirigenten der Jahre 1930 und 1931 Karl Muck und Wilhelm Furtwängler kam es immer wieder zu Spannungen und Eifersüchteleien. Toscanini widerrief kurz vor Beginn der Proben für die Festspiele des Jahres 1933 seine Zusage, da nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland eine ausländer- und vor allem judenfeindliche Stimmung herrschte.

Die Nähe von Winifred Wagner zu Reichskanzler Adolf Hitler stellte sicher, dass die Festspiele ab 1933 staatlich finanziert und aller Sorgen enthoben waren. Dies trug wesentlich dazu bei, dass im Jahr 1945 „Wagner an der Kulturbörse unter Null gehandelt“ wurde (Zitat Hans Mayer). Thomas Mann bezeichnete Bayreuth als Hitlers Hoftheater. Hitler hatte Bayreuth zuletzt 1940 besucht.

Ab diesem Zeitpunkt wurden auf Anordnung Hitlers sogenannte Kriegsfestspiele durchgeführt. Die NS-Organisation Kraft durch Freude mit ihrer Abteilung Urlaub und Reisen übernahm den Kartenverkauf. Leiter dieser Abteilung war Bodo Lafferentz, der 1943 durch Heirat mit Verena Wagner Winifreds Schwiegersohn wurde. Lafferentz übernahm die Zuteilung der Karten, die vor allem verwundete Soldaten mit ihrem Pflegepersonal sowie Rüstungsarbeiter erhielten. Ab 1941 wurden die Festspiele immer mehr durch den Krieg beeinflusst. Da in der ersten Festspielwoche 1941 bereits ab ca. 21 Uhr totale Verdunkelung angeordnet war, begannen die Aufführungen schon kurz nach Mittag. 1944 standen nur noch die Meistersinger von Nürnberg auf dem Programm. Die letzte der zwölf Aufführungen des Jahres fand am 9. August statt. Es war die vorletzte Opernaufführung im Dritten Reich, die letzte war die öffentliche Generalprobe der Die Liebe der Danae von Richard Strauss im Salzburger Festspielhaus am 16. August 1944.

Im Rahmen der Entnazifizierung konzentrierte sich das Verfahren vor der Spruchkammer Bayreuth auf die Person Winifred Wagners, statt die Verstrickungen des gesamten Festspielbetriebs zu untersuchen. Winifred wurde In der Berufungsinstanz als Mitläuferin eingestuft und nachdem sie rechtsverbindlich zugunsten ihrer Söhne Wieland und Wolfgang Wagner auf die Leitung der Festspiele verzichtet hatte, nur mit geringen Auflagen belegt, die für sie keine größeren und für die Neugründung der Festspiele durch ihre beiden Söhne Wieland und Wolfgang keinerlei Einschränkungen darstellten. So war der Weg frei für die Wiederaufnahme der Festspiele.

1949 wurde die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth gegründet, die sich zum Ziel setzte, Geldspenden zur Durchführung der Festspiele einzuwerben. Bereits an Pfingsten 1950 standen 400.000 DM bereit. Bis heute hat die „Gesellschaft der Freunde“ Spenden-Zuwendungen in Höhe von 60 Millionen Euro zugunsten der Bayreuther Festspiele geleistet.

Bei diesem Neuanfang lag die gemeinsame künstlerische und organisatorische Leitung den Enkeln des Festspielgründers, Wieland und Wolfgang Wagner. Ihnen gelang es, jährliche Festspiele – mit meist einer Neuinszenierung pro Saison – zu etablieren. Die ersten Nachkriegsfestspiele begannen am 30. Juli 1951 mit einer viel beachteten Inszenierung des Parsifal durch Wieland Wagner.

Auf dem Spielplan steht seither traditionell eine wechselnde Auswahl aus den Hauptwerken Richard Wagners: Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Der Ring des Nibelungen (mit den vier Teilen Das Rheingold, Die Walküre, Siegfried, Götterdämmerung), Tristan und Isolde, Die Meistersinger von Nürnberg und Parsifal.

Gelegentlich wurde auch Beethovens 9. Sinfonie im Festspielhaus aufgeführt. Richard Wagner selbst hatte dieses Werk am 22. Mai 1872 im Markgräflichen Opernhaus dirigiert, aus Anlass der Grundsteinlegung für das Festspielhaus. Im Rahmen der Festspiele erklang die 9. Sinfonie unter Leitung von Richard Strauss (1933), Wilhelm Furtwängler (1951, 1954), Paul Hindemith (1953), Karl Böhm (1963) und Christian Thielemann (2001). Zum 100. Todestag von Richard Wagners Schwiegervater Franz Liszt wurde 1986 dessen Faust-Sinfonie aufgeführt.

Verschiedentlich gingen neue Impulse für Oper und Musiktheater von Bayreuth aus, so ab 1951 durch die Inszenierungen von Wieland Wagner, der mit seiner radikalen „Entrümpelung“ der Bühne einen ästhetischen Neuanfang wagte, der stilbildend bis in die 1970er-Jahre wirkte. 1976 geschah durch die Ring-Inszenierung von Patrice Chéreau zum 100-jährigen Jubiläum der Festspiele (Jahrhundert-Ring) erneut eine umfassende stilistische Veränderung und Erneuerung, die zunächst auch heftige Verstörung und Proteste hervorrief, später aber als richtungweisend und künstlerisch überragend anerkannt wurde.

Musikalisch gelten die Festspielaufführungen – insbesondere bezogen auf Chor und Orchester – als weltweit außerordentlich, was auch mit der architektonischen und akustischen Besonderheit des Gebäudes (s. a. mystischer Abgrund) zu tun hat. Die Solisten werden für die jeweilige Saison eingeladen, wobei in den Anfangsjahren die Ehre der Einladung und die darauf folgenden Aufträge kompensierten, dass sie in der Regel weit unterhalb ihrer Normalverdienste bezahlt wurden. Astrid Varnay wird zitiert mit den Worten: „In Bayreuth wird gearbeitet, das Geld verdienen wir woanders.“ Dieser Grundsatz geht auf Richard Wagner selbst zurück, der erklärte: „Die Sänger und Musiker erhalten von mir nur Entschädigungen, keine Bezahlung. Wer nicht aus Ehre und Enthusiasmus zu mir kommt, den lasse ich wo er ist.“ Dieser Grundsatz wurde in den folgenden Jahrzehnten aufgeweicht, so dass „kein Künstler alleine Neubayreuth zuliebe auf eine gerechte Entlohnung verzichtet“ (Michael Karbaum). Machten Anfang der 1950er Jahre die Personalkosten noch knapp unter 50 % des Gesamtetats aus, wurden in den 1970er Jahren 78–80 % für Gehälter und Gagen ausgegeben, was den Maßstäben anderer großer Bühnen oder Festspiele entspricht.

Jährlich finden 30 Aufführungen statt. Die Vorstellungen beginnen, wie zur Zeit Richard Wagners, bereits am Nachmittag, zwischen den Aufzügen gibt es einstündige Pausen, die wegen der Länge von Wagners Werken durchaus angemessen sind und inzwischen auch an anderen Theatern für Wagner-Aufführungen eingeführt wurden.

Über Jahrzehnte waren die 30 Vorstellungen lange im Voraus ausverkauft. Sie können von ca. 58.000 Zuschauern gesehen werden. Dieser Zahl gegenüber stand in manchen Jahren eine Nachfrage von bis zu 500.000 Kartenbestellungen, so dass mit Wartezeiten von zehn und mehr Jahren gerechnet werden musste. In Folge entwickelte sich ein Schwarzmarkt mit Festspieltickets, dem wiederum durch personalisierte Eintrittskarten und Kontrollen begegnet werden sollte. Für die Meistersinger des Jahres 1996 ist der Zorn Wolfgang Wagners über einen Kartenverkauf zum Zehnfachen des Normalpreises überliefert. Diese intransparente Entwicklung war das Resultat der Kartenvergabepraxis der Wagner-Familie, zumindest bis zum Ende der Ära Wolfgang Wagner: Niemand wusste, wie viel reguläre Karten in den freien Verkauf gingen und wie viele Günstlinge, Sponsoren und Freundeskreise auf der Zuteilungsliste der Festspielleitung standen. Unklar war damit auch, wer wirklich die Aufführungen besuchte oder zugeteilten Karten gewinnbringend weiterverkaufte.

2011 wurde bekannt, dass nur rund 40 % der Karten in den freien Verkauf kamen, die Mehrheit war in Form von Kontingenten besonderen Zielgruppen zum Kauf angeboten worden. Der größte Empfänger war mit 14.000 Karten jährlich die Mäzenatenvereinigung Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, von der die Festspiele jedes Jahr mit Spenden in Höhe von bis zu 3 Millionen unterstützt wurden. Weitere Kontingente von Kauf-Karten wurden Firmensponsoren, der Stadt Bayreuths, dem Bezirk Oberfranken und der Bayerischen Staatskanzlei zur Verfügung gestellt. Wagner-Freundeskreise und Musikerorganisationen wurden genauso berücksichtigt wie Journalisten (1000 kostenlose Presse-Tickets zuzüglich eines gesonderten Kontingents für den Bayerischen Rundfunk). Reiseveranstalter erhielten ebenfalls Kartenzuteilungen, die sie zu Paketen mit Unterkunft und Gastronomie bündelten. Der Bundesrechnungshof kam 2011 zum Ergebnis, dass die Vergabe dieser Kontingente „mit den Förderzielen des Bundes unvereinbar“ sei.

Als Reaktion auf die Kritik beendeten die Festspiele 2012 zunächst die Tradition, ursprünglich zwei, ab 2010 eine Vorstellung exklusiv für Mitglieder des DGB Bayern vergünstigt anzubieten, um dessen Verdienste für die Neubegründung der Festspiele nach dem Zweiten Weltkrieg zu würdigen. Die Karten für diese Vorstellungen waren laut Medienberichten in der Vergangenheit in besonders hohem Maß auf dem Schwarzmarkt angeboten worden, so dass die eigentliche Zielgruppe nur bedingt erreicht wurde. 2012 wurde die Kartenvergabe vollkommen neu geregelt: Ab 2012 kamen ca. 65 % der Karten in den freien Verkauf, weshalb der Richard-Wagner-Verband wie alle 138 Wagner-Verbände keine Kontingente mehr erhielten. Auch Reisebüros bekamen keine Tickets mehr. Weiterhin bevorzugt behandelt wird die Mäzenatenvereinigung Gesellschaft der Freunde von Bayreuth. Folge dieser Veränderungen war jedoch, dass inzwischen die Nachfrage nach Karten für die Bayreuther Festspiele stark zurückgegangen ist. 2016 waren selbst am Tag vor der Premiere noch nicht alle Vorstellungen ausverkauft. Leere Plätze bei einigen Vorstellungen waren bereits in den Jahren vorher verschiedentlich aufgefallen.

Der reguläre Eintrittskartenpreis liegt im Jahr 2016 zwischen 30 und 320 Euro (Plätze mit Sichteinschränkung für 25 und 10 Euro). Im Verhältnis zur allgemein hohen künstlerischen Qualität gelten die Preise, auch verglichen mit anderen Festivals, als äußerst maßvoll. Lange Zeit galt die Mitgliedschaft bei den Freunden von Bayreuth, mit weiteren Kosten (hoher Mitgliedsbeitrag und erwünschte Spenden) verbunden war als sichere Möglichkeit, um überhaupt regelmäßigen Zugang zu Eintrittskarten zu bekommen. Auf dem Schwarzmarkt wurden Aufschläge von bis zu 700 Prozent auf den regulären Eintrittspreis bezahlt.

Inzwischen werden für einen Teil der Vorstellungen Eintrittskarten auch online verkauft, in der Saison 2013 zunächst für eine Vorstellung, die in wenigen Minuten ausverkauft war. Seit Jahrgang 2014 werden Kartenkontingente online verkauft. Sie waren zunächst nach kürzester Zeit vergriffen.

Der Richard-Wagner-Verband vergibt jährlich Stipendien, vornehmlich um Studierenden einen unentgeltlichen Besuch der Aufführungen zu ermöglichen. Auch damit wird versucht, der Idealvorstellung Richard Wagners, jedem ernsthaft Interessierten ungeachtet seiner finanziellen Möglichkeiten den Besuch der Festspiele zu ermöglichen, gerecht zu werden.

Träger des Bayreuther Festspielhauses ist seit 1973 die Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth. Stiftungsmitglieder sind die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth, die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, die Bayerische Landesstiftung, die Oberfrankenstiftung, der Bezirk Oberfranken und Mitglieder der Familie Wagner. Geschäftsführer des Stiftungsrates ist der Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth (derzeit Brigitte Merk-Erbe). Die Festspiele werden seit 1986 von der Bayreuther Festspiele GmbH durchgeführt

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Der Etat der Festspiele beträgt 16 Millionen Euro pro Jahr (Stand: 2012). Der Bund, das Land Bayern und die Stadt Bayreuth bezuschussen den Festspielbetrieb jährlich mit sieben Millionen Euro, der Anteil der Stadt wurde 2016 von 1 Million auf 1,11 Millionen Euro heraufgesetzt.

Künstlerischer Leiter der Festspiele war seit der Wiedereröffnung 1951 und bis zu seinem Rücktritt am 31. August 2008 Wolfgang Wagner (bis 1966 gemeinsam mit seinem Bruder Wieland). Durch die Diskussion über seine möglichen Nachfolger (Nike Wagner, Eva Wagner-Pasquier und Wieland Lafferentz oder Gudrun Wagner und Katharina Wagner) ist seine Person in den 1990er- und 2000er-Jahren häufig in den Medien aufgetaucht. 2001 fiel die Entscheidung entgegen dem Willen Wolfgang Wagners zugunsten von Eva Wagner-Pasquier aus, die jedoch kurze Zeit nach der Wahl auf das Amt verzichtete, da sich Wolfgang Wagner auf seinen Vertrag auf Lebenszeit berief und seinen Posten nicht freiwillig aufgeben wollte. Nach dem plötzlichen Tod von Gudrun Wagner im November 2007, Wolfgang Wagners Ehefrau und persönlicher Mitarbeiterin, war angesichts des hohen Alters des Festspielleiters die Nachfolgefrage wieder aktuell. Im April 2008 hat Wolfgang Wagner selbst eine Nachfolgelösung, bestehend aus seinen beiden Töchtern (die Halbschwestern Eva und Katharina), ins Gespräch gebracht und seinen Rücktritt angekündigt, falls der Stiftungsrat sich für die beiden als gemeinsames Leitungsteam der Bayreuther Festspiele aussprechen würde.

Nachdem sowohl Katharina Wagner als auch Eva Wagner-Pasquier ihre Bereitschaft zur Kooperation signalisiert hatten, erklärte Wagner in einem Brief an den Stiftungsrat, zum 31. August 2008 sein Amt als Festspielleiter niederzulegen. Eine Woche vor Ablauf der Bewerbungsfrist und dem Zusammentreten des Stiftungsrates zur Neubesetzung am 1. September 2008 bewarb sich auch Nike Wagner, die Leitung der Festspiele gemeinsam mit den renommierten Kulturmanager Gerard Mortier zu übernehmen. Der Stiftungsrat wählte in dieser Sitzung die beiden Töchter Wolfgang Wagners, Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier, zu neuen Leiterinnen der Bayreuther Festspiele.

Nach dem Ende ihres Vertrags von 2008 ist Eva Wagner-Pasquier aus der Leitung ausgeschieden, seitdem führt Katharina Wagner die Festspiele allein. Ihr zur Seite stand bis Ende 2015 Heinz-Dieter Sense als Geschäftsführer der Festspiele GmbH, seit 2016 Holger von Berg in gleicher Funktion. Am 29. Juni 2015 wurde bekannt, dass Christian Thielemann bereits am 15. März 2015 und mit Wirkung bis zum Jahre 2020 zum Musikdirektor der Bayreuther Festspiele berufen wurde, eine Position, die es bislang noch nicht gab. Bereits seit 2010 war Thielemann musikalischer Berater der Festspielleitung und soll in dieser neuen Position seine Erfahrungen weitergeben und sich grundsätzlich mit allen musikalischen Belangen des Hauses befassen. Bei einer Pressekonferenz der Festspiele am 25. Juli 2015 wurde bekannt, dass hierbei Thielemanns Aufgaben seien, das Klangbild der Bayreuther Festspiele mit zu prägen, die Orchesterbesetzung auszuwählen und einen Stamm von Assistenten aufzubauen. Zudem wird er in dieser Funktion die Künstlerische Geschäftsleitung beraten und international Solisten besorgen. Thielemann ist als Musikdirektor der erste nicht Blutsverwandte von Richard Wagner, der bei den Bayreuther Festspielen eine Leitungsfunktion übernommen hat.

Farbig markiert sind die Wirkungszeiten der jeweiligen Festspielleiter, bezogen auf das Jahr der Premiere.

Für das Jahr 2016 war Jonathan Meese für ein Gesamtkonzept (Regie, Bühnenbild, Kostüme) des Parsifals engagiert, er wurde von seinem Vertrag am 14. November 2014 von der Festspielleitung entbunden. Als offizielle Begründung wurde ein unschlüssiges Finanzkonzept angegeben. Am 30. Juni 2016, 25 Tage vor der Festspieleröffnung, bat Andris Nelsons um eine Vertragsauflösung für sein Parsifaldirigat für die Saison 2016. Am 5. Juli wurde bekannt gegeben, dass Hartmut Haenchen das Parsifaldirigat für die Saison 2016 übernahm.

Als „Blaue Mädchen“ wurden die Türsteherinnen des Festspielhauses in Bayreuth bezeichnet. Der Name entstand aus der bis 2008 traditionell blauen Farbe ihrer Uniform. Seit dem Festspielsommer 2009 sind sie jedoch einheitlich grau gekleidet.

In früher Zeit waren es vorzugsweise unverheiratete junge Damen aus der näheren Umgebung von Bayreuth, heute dominieren Studentinnen der theater- und operbezogenen Studiengänge aus Bayreuth, Deutschland, Europa und der Welt. Sie haben die Möglichkeit, sich in ihrem Dienst annähernd alle 30 Aufführungen einer Festspielsaison der Richard-Wagner-Festspiele anzuschauen und anzuhören. Ab der Saison 2015 sind auch erstmals männliche „Blaue Mädchen“ im Einsatz.

Von 1952 bis 1987 nahm Siegfried Lauterwasser als Bühnenfotograf die Inszenierungen der Bayreuther Festspiele auf.

Am 18. August 1931 übertrug die Deutsche Stunde in Bayern erstmals eine Aufführung live aus dem Festspielhaus: Tristan und Isolde, dirigiert von Wilhelm Furtwängler. Angeschlossen waren über 200 europäische, amerikanische und afrikanische Sender; es war die „erste Weltsendung in der Geschichte des Rundfunks“.

Von einigen Bayreuther Inszenierungen gibt es Filmaufzeichnungen, u. a.:

2008 fand als Live-Übertragung aus dem Festspielhaus das erste Public Viewing einer Aufführung der Bayreuther Festspiele statt. Bei den Bayreuther Festspielen 2010 war das erste Public Viewing für Kinder am Vormittag mit der Filmaufführung der Kinderoper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg sowie dem interaktiven Wagner-Erlebnisparcours und Rahmenprogramm für Kinder im Anschluss. Die Aufführungen konnten auch als Livestream im Internet verfolgt werden.

Nachdem sich der Sponsor Siemens zurückzog, gab es 2012 kein Public Viewing auf dem Volksfestplatz. Stattdessen wurde am 11. August eine Vorstellung des Parsifal live in über hundert Kinos gezeigt. Das Pausenprogramm mit Einblicken hinter die Kulissen und Interviews wurde moderiert von Katharina Wagner, Klaus Florian Vogt und Axel Brüggemann. 2013 wurde in ähnlicher Weise eine Aufführung des Fliegenden Holländers, 2014 eine des Tannhäusers und 2015 eine des Tristans in der Inszenierung von Katharina Wagner im Kino übertragen. Für 2016 ist eine Übertragung der neuen Parsifal-Produktion geplant.

Seit Wiederaufnahme der Festspiele nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1951 gibt es an den Aufführungstagen jeweils Einführungsvorträge zu den an den gleichen Tagen stattfindenden Vorstellungen. Als Referenten dieser von Wieland Wagner vorgeschlagenen Veranstaltungsreihe wirkten zunächst Erich Rappl und ab 1998 Stefan Mickisch. Seit einigen Jahren finden zwei Einführungsvorträge zu jeder Vorstellung statt, Referenten sind bzw. waren Stefan Mickisch und Detlev Eisinger (in dieser Funktion von 2002 bis einschl. 2008). Oft werden mehr als 10.000 Zuhörer pro Saison gezählt. An einzelnen Tagen werden auch Vorträge in englischer und französischer Sprache angeboten. Ab dem Jahr 2009 wird einer der Einführungsvorträge im Haus Wahnfried vom Leiter des Museums gehalten. Zusätzlich gibt es inszenierungsbezogene Einführungsvorträge im Festspielhaus, die aber für Personen reserviert sind, die eine Eintrittskarte für die jeweilige Aufführung besitzen. Seit 2013 werde auch allgemein zugängliche Einführungsvorträge jeweils zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn in der Walhall-Lounge direkt auf dem Festspielgelände angeboten.

2009 wurde auf der Probebühne IV des Festspielhauses eine etwa einstündige, für Kinder von sechs bis zehn Jahren konzipierte Bearbeitung des Fliegenden Holländers gespielt (Textfassung: Alexander Busche; Einrichtung für 19 Musiker / musikalische Leitung: Christoph Ulrich Meier; Regie: Alvaro Schoeck, Bühnenbild: Merle Vierck; Kooperationspartner: Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin).

2010 wurde eine Tannhäuser-Bearbeitung gespielt, 2011 ein Ring für Kinder, 2012 eine kindgerechte Fassung der Meistersinger von Nürnberg (Regie: Eva-Maria Weiss; musikalische Leitung: Hartmut Keil), 2013 (Regie: Michael Höppner; musikalische Leitung: Boris Schäfer) eine von Tristan und Isolde, 2014 ein Lohengrin (Regie: Maria-Magdalena Kwaschik; musikalische Leitung: Boris Schäfer) und 2015 Parsifal in einer Fassung von Katharina Wagner (Regie: Tristan Braun; musikalische Leitung: Boris Schäfer). Für 2016 ist eine Holländer-Produktion geplant. Die 10 Aufführungen finden in den ersten zwei Festspielwochen statt (25. Juli – 10. August) und werden seit 2009 auf der Probebühne IV gezeigt. Das Kinderfestspielorchester ist das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder). Eine Besonderheit ist die Mitwirkung von Kindern in der Produktion durch Kostümwettbewerbe oder als Statisten auf der Bühne.

Koordinaten:

Alster (Schiff, 1928)

Die Alster

Empire Endurance

Die Alster des Norddeutschen Lloyd (NDL) war der neunte seiner überwiegend nach Flüssen benannten Schnellfrachter für den Ostasien- und Australdienst, die sich in Details unterschieden.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs befand sich das Schiff in der Heimat. 1940 wurde die Alster als Transporter für das Unternehmen Weserübung eingesetzt. Sie gehörte zur „Ausfuhrstaffel“ und sollte schwere Ausrüstungsteile und Versorgungsgüter den für die Eroberung von Narvik eingesetzten Truppen bringen und den Hafen möglichst früh nach der Besetzung erreichen. Das allein fahrende Schiff wurde am 10. April 1940 vom britischen Zerstörer Icarus nördlich von Bodø aufgebracht. Der Versuch der Selbstversenkung misslang.

Als britische Prise Empire Endurance wurde die ehemalige Alster am 20. April 1941 im Nordatlantik durch das deutsche U-Boot U 73 auf Koordinaten: versenkt. Es gab 65 Tote und 29 Überlebende.

Die Alster wurde 1928 von der zur Deschimag gehörenden Vulkanwerft in Hamburg unter der Baunummer 211 gefertigt. Sie lief am 5. Januar 1928 vom Stapel und wurde am 25. Februar 1928 abgeliefert. Zuvor hatte die Werft schon das Schwesterschiff Oder unter der Baunummer 210 gebaut. Die ersten vier Schiffe des neuen Schnellfrachtertyps des NDL hatte der Bremer Vulkan mit Franken

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, Schwaben (Zweimaster), Aller und Main (Viermaster) zwischen April 1926 und August 1927 geliefert. Drei weitere Aufträge hatte die Deschimag mit der Lahn an ihr Werk Tecklenborg sowie mit Mosel und Neckar an das Stammwerk Weser verteilt, die etwas länger waren und mit einer Abdampfturbine geliefert wurden. Von den sechs folgenden Neubauten der Serie baute der Hamburger Deschimag-Betrieb noch unter den Baunummern 213/214 die Schwesterschiffe Isar und Donau, die als einzige der Serie einen Maierform-Löffelbug erhielten.

Die Alster war 155,42 m lang und 19,39 m breit. Vermessen war das Schiff mit 8514 BRT und 5328 NRT bei einer Tragfähigkeit von 12000 tdw. Wie die vorangegangenen Schiffe der Serie hatte sie vier Masten, einen Schornstein, ein rundes Heck und einen leicht geneigten Bug. Der Antrieb erfolgte über eine Dreifach-Expansionsmaschine und eine angeschlossene Abdampfturbine. Insgesamt standen 6500 PSi zur Verfügung, die der Alster eine Dienstgeschwindigkeit von 14 Knoten ermöglichten.

Die Alster wurde in der zweiten Hälfte 1928 dem Australdienst des NDL zugewiesenen, wo die neuen Mosel, Lahn, Neckar und Alster zwischen Juni und September erstmals eingesetzt wurden, nachdem die Schnellfrachter Main und Aller schon vorher eingesetzt worden waren.

Die Alster blieb bis 1939 im Dienst nach Australien. Sie und ihre Schwesterschiffe liefen in der Regel durch das Mittelmeer auf der Aus- wie Rückreise. Am 28. Mai 1933 verließ die Alster Brisbane mit der Rekordladung (nach 1918) von 19473 Ballen Wolle, um in Melbourne noch weitere Ballen vor der Abreise nach Europa zu übernehmen. Dort sollten Bordeaux, Antwerpen, niederländische Häfen, Bremen, Hamburg und Gdingen angelaufen werden. Die Übernahme erfolgte im Wettbewerb mit dem französischen Motorschiff Eridan (9927 BRT). Neben dieser Saisonlast und Weizen wurden hauptsächlich Erze von Australien nach Europa transportiert. Im Sommer 1936 setzt der NDL die Alster ein, um das 50-jährige Jubiläum seiner Australienfahrten zu feiern, die im Juli 1886 mit dem Postdampfer Salier begannen. 1936 war die Alster als größtes Schiff neben den Schnellfrachtern Aller (7627 BRT) und Main (7624 BRT), der Mosel (8428 BRT) sowie der zum Frachter umgebauten älteren Köln (7881 BRT) eingesetzt. Dazu kamen noch die kleineren Erlangen und Goslar (beide 6040 BRT) im Australien- und Neuseeland-Dienst. Auch das neugebaute Motorschiff Cairo (3183 BRT, sp. Memel) war 1935 nach Australien eingesetzt worden.
Die vorrangig nach Australien eingesetzte Alster lief zumindest Im Herbst 1938 auch im „Westküstendienst“ von Bremen nach Chile.

Als die Alster im Sommer 1939 zum letzten Mal von Antwerpen in Australien eintraf, lud sie für die Rückfahrt vor allem Bleikonzentrat. Auf dem Schiff kam eine junge Frau nach Australien, deren Geschichte in der australischen Presse ein breites Echo fand. Sie berichtete, das ihr Verlobter als Jude mehrfach zwischen Deutschland und Polen hin- und her abgeschoben worden war. Am 18. August 1939 traf die Alster wieder in Hamburg ein. Ihre fast umgehend begonnene erneut Ausreise wurde in Bremen wegen der Kriegsgefahr abgebrochen.

Im September 1939 machte das Schiff eine Fahrt zum Erztransport auf der Ostsee nach Luleå und beladen zurück nach Hamburg. Im Dezember kam die Alster bei der Übersiedlung von Baltendeutschen aus Lettland zum Einsatz und brachte 1250 Übersiedler vor Weihnachten von Riga nach Danzig.

Am 18. März 1940 wurde die Alster als Transporter für die Operation Weserübung, die deutsche Besetzungs Norwegens, herangezogen. Sie wurde der „Ausfuhrstaffel“ zugeteilt, die das schwere Gerät der ersten Landungseinheiten transportieren sollten.

In den ersten Stunden des 3. April verließ die Alster mit den beiden anderen für Narvik vorgesehenen Transportern Bärenfels und Rauenfels sowie dem Tanker Kattegat Brunsbüttel, um bis zum 9. April Narvik zu erreichen. Dort sollte auch noch das als Tanker eingesetzte Walfang-Mutterschiff Jan Wellem aus der sogenannten Basis Nord bei Murmansk eintreffen, die schließlich als einziger deutscher Versorger das Ziel schon vor der eigentlichen Invasion erreichte.

Bei Erreichen der norwegischen Küste gingen Alster und die Kattegat in die norwegischen Hoheitsgewässer und gaben gegenüber dem dortigen Küstenschutz vor, auf dem Weg nach Murmansk zu sein. Begleitet vom norwegischen Torpedoboot Trygg und mit Unterstützung norwegischer Lotsen liefen beide Schiffe bis Kopervik nahe Karmøy südlich von Stavanger, wo sie am 5. April eintrafen. Dort standen keine Lotsen mehr zur Verfügung. Die Alster setzte ihre Reise noch am gleichen Tag fort, während die Kattegat erst am folgenden Tag Kopervik verließ. In Kopervik wurden Alster und Kattegat vom Torpedoboot Stegg überprüft, ohne das die Norweger etwas Beanstandungswürdiges fanden. Am 8. April erreichte die Alster den Vestfjord, wo sie auf das norwegische Wachboot Syrian stieß, das sie vor einem im Rahmen der Operation Wilfred gerade gelegten britischen Minenfeld warnte. Die Alster lief weiter nach Bodø, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Als am 10. April der Krieg zwischen Deutschland und Norwegen begann, wurde die Syrian in Marsch gesetzt, um die Alster an der Weiterreise zu hindern. Als sie den deutschen Frachter wieder entdeckte, entschied sich der Kommandant des kleinen Wachboots, die Alster nicht zu entern, da er vermutete, sie sei bewaffnet und habe Truppen an Bord. Als die Alster versuchte, der Syrian zu entkommen, funkte das Wachboot dies an die britischen Kriegsschiffe in der Nähe. Der zur Suche nach der Alster eingesetzte Leichte Kreuzer Penelope lief dabei nahe Bodø auf und erlitt schwere Schäden. Noch am 10. April brachte aber der britische Zerstörer Icarus die Alster im Vestfjord nördlich von Bodø auf. Die deutsche Besatzung versuchte vergeblich, ihr Schiff zu versenken, da nur einer der vorbereiteten Sprengsätze zur Explosion gebracht werden konnte.

Nach der Kaperung der Alster war kein deutscher Transporter mehr auf dem Weg nach Narvik, da die Rauenfels am Tag zuvor kurz vor Narvik auf die ablaufenden britischen Zerstörer gestoßen war, die sie versenkten. Die verspätete Bärenfels war in Bergen verblieben und wurde dort entladen. Den deutschen Besetzern unter General Eduard Dietl blieben daher nur die Vorräte aus der rechtzeitig eingetroffenen Jan Wellem und eroberte Vorräte aus dem Lager Elvegårdsmoen der Norwegischen Armee

Die Alster wurde zu der provisorischen britischen Basis am Skjelfjord auf den Lofoten gebracht, wo eine Prisenbesatzung der Penelope die Verantwortung für das Schiff übernahm. Der deutsche Frachter wurde dort, mit zusätzlichen Kränen ausgestattet, als Basis für Reparaturen an beschädigten Einheiten der Royal Navy genutzt, wie dem Zerstörer HMS Eskimo, der seinen Bug vor Narvik verloren hatte. Dazu diente die Alster als Wohnschiff.

Am 24. April verließ die Alster Skjelfjord und verlegte nach Tromsø, wo sie eine britische Besatzung erhielt. Die 80 Mann der Alster, darunter acht Offiziere, wurde mit verschiedenen Schiffen nach Großbritannien gebracht und kamen schließlich in Kriegsgefangenenlager in Kanada. Die Ladung des Schiffes wurde in Tromsø weitgehend den norwegischen Truppen übergeben. Sie bestand u

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.a, aus 88 Lastwagen, Flak-Geschützen, Flugzeug-Ersatzteilen, Munition, Fernmeldeausrüstung, Koks und Heu. Die mobile Funkstation diente zur Unterstützung eines lokalen Radiosenders und erhebliche Mengen an Feldtelefonen ersetzten bei den norwegischen Truppen alte und verbrauchte Ausrüstung. Einweisung in die deutschen Geräte gaben schwedische Freiwillige.

Die Alster kam ins Dock in Tromsø. Die letzten deutschen Gefangenen kamen von Bord und die britische Prisenbesatzung wurde durch eine zivile norwegische Besatzung ersetzt. Am 17. Mai lief die Alster in Begleitung des U-Boot-Jägers HMS Ullswater vom Walfängertyp nach Kirkenes in Finnmark aus, um dort eine Ladung Eisenerz zu übernehmen. Ab dem 19. übernahm die Alster etwa 10.000 t Erz und lief dann mit der Ullswater und einem norwegischen Wachboot nach Harstad, wo sie am 26. Mai eintraf. Während ihres Aufenthalts wurde die neue britische Basis mehrfach durch die Luftwaffe angegriffen.

Am 27. Mai verließ die Alster in einem Geleitzug von fünf Schiffen, darunter die schwer beschädigte Eskimo, Harstad nach Großbritannien. Neben der Erzladung hatte sie noch 209 britische Soldaten, 46 norwegische Soldaten und 72 deutsche Kriegsgefangene an Bord. An Deck transportierte sie den „B“-Geschützturm der Eskimo, der im Rahmen der Notreparatur des Zerstörer abgenommen worden war. Als die Alster am 31. Mai in Scapa Flow eintraf, gab sie die Masse ihrer Passagiere ab und lief dann mit einem norwegischen Schiff und den Zerstörern HMS Ashanti und Bedouin weiter nach Rosyth.

Die Alster wurde dann an das britische Transportministerium abgegeben und in Empire Endurance umbenannt. Als Heimathafen wurde Middlesbrough angegeben und die Booth Steamship Co Ltd. bereederte das Schiff. Nach einigen Fahrten im Küstenbereich schloss sich die Empire Endurance dem Geleitzug OA 202 am 21. August zu ihrer ersten Transatlantikreise an. Nach Auflösung des Geleitzuges schon am 25. lief sie nach Montreal, wo sie am 3. September 1940 eintraf. Die Rückreise begann am 12. September und sie schloss sich dem Konvoi HX 74 an, den sie am 2. Oktober verließ, um in den Clyde zum Löschen ihrer Ladung einzulaufen.
Die zweite Ausreise der Empire Endurance erfolgte am 25. Oktober im Konvoi OB 234. Ihr Ziel war erneut Montreal, wo sie am 6. November eintraf, um dann ab dem 18. November zum Clyde bis zum 27. November zurückzukehren.
Die dritte Ausreise führte vom 5. bis 17. Januar 1941 im Konvoi OB 270 nach Saint John (New Brunswick). Die Rückreise der Empire Endurance erfolgte vom 3. bis 21. Februar 1941.

Ab dem 23. Februar lief die Empire Endurance mehrere Häfen in Wales und im Südwesten Englands zur Ladungsübernahme und zu Instandsetzungen an. Am 19. März verließ sie Milford Haven, um über Kapstadt nach Alexandria zu gehen. An Bord waren eine Besatzung von 90 Personen und fünf Passagiere. Als Decksladung waren zwei Küstenschutzboote vom Typ Fairmile „B“, ML-1003 und ML-1037, an Bord. In der Nacht zum 20. April wurde die alleinfahrende Empire Endurance südwestlich von Rockall nach einem nicht erkannten Fehlschuss mittschiffs von einem Torpedo des deutschen U-Boots U 73 getroffen. Nach einem zweiten Torpedotreffer zerbrach Empire Endurance und sank mit 65 Mann der Besatzung und einem Passagier. Am 21. April konnte die HMCS Trillium (K172), eine kanadische Korvette der Flower-Klasse, 20 Besatzungsmitglieder und vier Passagiere aufnehmen. Am 9. Mai rettete das britische Motorschiff Highland Brigade noch fünf weitere Besatzungsmitglieder. Die Toten der Empire Endurance werden auf dem Tower Hill Memorial in London geehrt